Zum Saisonauftakt in der U17 DFB-Nachwuchsliga reist der SC Freiburg am Samstag zum FC Ingolstadt 04. SC-Trainer Ivica „Bano“ Banovic spricht im Interview über die Vorbereitung, die Gruppengegner und die Ziele der Mannschaft.
Hallo Bano, eure Sommerpause war dieses Jahr ungewöhnlich lang. Nachdem die A-Junioren bereits vor vier Wochen in die neue Saison gestartet sind, steht am Samstag auch endlich euer erste Pflichtspiel an. Wie lief die Vorbereitung?
Banovic: Die Vorbereitung war insgesamt sehr gut. Wir haben in den acht Wochen rund zehn Testspiele bestritten. Das Pensum war hoch, aber absolut sinnvoll. Die vielen Spiele haben den Jungs wichtige Einsatzzeiten gegeben, gerade auch gegen starke Gegner wie Frankfurt oder Mainz. Das hat zur Weiterentwicklung der Spieler beigetragen, und genau darum geht es in der Vorbereitung. Insofern sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf.
Spürt man bei den Jungs die Vorfreude, dass es am Wochenende endlich wieder losgeht?
Auf jeden Fall! Ich selbst freue mich riesig darüber, dass es endlich losgeht. Wir alle sind Wettkampftypen, und ein Pflichtspiel fühlt sich eben ganz anders an als ein Test. Auch wenn es noch früh in der Saison ist, zählt jedes Spiel. Das macht den Reiz aus.
Ihr spielt in dieser Saison in der Vorrundengruppe E gegen viele bayerische Teams. Wie schätzt du eure Gruppengegner ein?
Viele Teams aus der neuen Gruppe kenne ich persönlich nur oberflächlich. Da noch keine Pflichtspiele bestritten wurden, ist es noch recht schwer, die Gegner zu analysieren. Ich habe mir in den letzten Wochen jedoch einige U19-Spiele aus der bereits laufenden Saison angeschaut, darunter auch das gegen den TSV 1860 München. Und da sieht man: Die bayerischen Teams legen großen Wert auf Technik und Spielintelligenz. Gleichzeitig bringen viele Mannschaften in der Offensive hohes Tempo und Physis mit. Das heißt für uns: Wir müssen ein starkes Pressing spielen und trotzdem in der Defensive in jedem Zweikampf voll da sein.
Die Vorrunde in der ersten Saisonhälfte entscheidet, ob es in Liga A oder Liga B weitergeht. Ein echtes Sprintformat. Wie gehst du damit um?
Ich finde das gut, weil es den Fokus von Anfang an schärft. Jedes Tor und jeder Punkt kann am Ende entscheidend sein. Wir wollen mit einem Erfolg gegen Ingolstadt starten, wissen aber auch: Ergebnisse kommen nur über tägliche, harte und konsequente Arbeit. Daran halten wir fest.
Mit zum Beispiel dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart trefft ihr in der Vorrunde bereits auf einigen große Namen und nur die ersten drei Teams der Gruppe qualifizieren sich für Liga A. Was habt ihr euch als Team für die Saison vorgenommen?
Unser oberstes Ziel ist es, als Team geschlossen aufzutreten. Das Kollektiv steht im Vordergrund und die Spieler sollen sich gegenseitig unterstützen. Gleichzeitig möchten wir die individuellen Stärken jedes Einzelnen gezielt fördern. Schwächen darf es geben – sie gehören dazu – aber die Stärken wollen wir so entwickeln, dass sie uns im Spiel einen echten Vorteil bringen, von dem die ganze Mannschaft profitiert.
Du hast die U17 im vergangenen Winter übernommen. Nun steht deine erste volle Saison mit der Mannschaft an. Was bedeutet dir das?
Es ist ein schönes Gefühl, wieder hier beim SC Freiburg zu sein. Ich bin dankbar, mit dieser Mannschaft arbeiten zu dürfen. Die Jungs bringen eine tolle Einstellung mit, wollen lernen und geben im Training Vollgas. Für mich persönlich macht es keinen großen Unterschied, ob man ein Team zur Saisonmitte oder zum Start übernimmt – entscheidend ist die tägliche Zusammenarbeit und die gemeinsame Entwicklung.
Bild: SC Freiburg