Keine Punkte in Nordbaden
Im Baden-Derby gegen den Karlsruher SC am zwölften Spieltag der Hauptrunde in der DFB-Nachwuchsliga verliert die Freiburger U19 mit 2:3 (0:1). Die Freiburger Treffer erzielen Chrisdy Dianzenza-Nkoussou (60.) und Essad Ouhssakou (90.+1).
Im Saisonendspurt gastierte der Sport-Club beim Tabellendritten Karlsruher SC. Das Hinspiel der beiden Mannschaften endete mit einem torreichen 4:3-Erfolg für die Freiburger. Seit diesem Aufeinandertreffen absolvierten beide Teams fünf Ligaspiele, in denen der Freiburger Nachwuchs zwei Siege einfahren und drei Niederlagen hinnehmen musste. Die Gastgeber mussten hingegen gegen den SGV Freiberg Fußball ihre erste Niederlage seit dem Spiel im Breisgau hinnehmen. Auch der Sport-Club ging nach der 1:2- Niederlage gegen Freiberg ohne Erfolgserlebnis in die Partie, hatte in der Vorwoche allerdings spielfrei.
Verspäteter Anpfiff und früher Rückstand
Bereits vor dem Anpfiff verlief die Partie ungewöhnlich: Aufgrund einer defekten Bewässerungsanlage begann das Spiel mit rund 45 Minuten Verspätung. Wirklich angekommen schien der Sport-Club zu Beginn allerdings noch nicht zu sein. Nach einem langen Ball im Anschluss an einen Einwurf bekam die Freiburger Defensive den Ball nicht entscheidend geklärt, woraufhin John Meyer aus rund 20 Metern früh zur Karlsruher Führung traf (2.). „Wir waren noch nicht auf dem Platz, als es losging“, sagte Trainer Julian Wiedensohler nach der Partie.
Der frühe Rückstand verunsicherte die Breisgauer zunächst spürbar. Immer wieder leistete sich der Sport-Club einfache Ballverluste und verlor zu häufig Dribblings in engen Räumen. Dennoch bot sich früh die Chance auf den Ausgleich: Osagie Okungbowa wurde wenige Minuten nach dem Gegentor freigespielt, brachte seinen Abschluss aus rund zwölf Metern allerdings nicht gefährlich genug aus Tor (4.).
In der Folge entwickelte sich eine insgesamt chancenarme erste Halbzeit, in der beide Mannschaften offensiv nur selten gefährlich wurden. Lediglich über Verlagerungen und Tiefenläufe, unter anderem über Daniel Williams und Chrisdy Dianzenza-Nkoussou, gelang es den Freiburgern vereinzelt, hinter die Karlsruher Defensive zu kommen.
KSC nutzt Freiburger Fehler konsequent aus
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Sport-Club zunächst zu fahrig im Ballbesitz. In einer offenen Phase luden die Freiburger die Gastgeber erneut durch mangelnde Abstimmung in der Defensive ein: Über die linke Seite kombinierte sich Karlsruhe hinter die Abwehrkette und nach einem Querpass erhöhte Bassem El-Dor auf 0:2 (54.).
Die Antwort des Freiburger Nachwuchs folgte allerdings schnell. Nach einem Ballgewinn schickte Mladen Mijajlovic Kimi Baur aus der eigenen Hälfte auf die Reise. Zwar scheiterte Baur zunächst an Simeon Bader im Karlsruher Tor, Chrisdy Dianzenza-Nkoussou reagierte jedoch am schnellsten und schob den Abpraller zum 1:2 ein (60.). Der Anschlusstreffer gab dem Sport-Club kurzzeitig neue Energie, doch nur wenig später stellte Karlsruhe den alten Abstand wieder her. Nach einem weiteren langen Ball klärten die Gäste den Ball nicht konsequent, verloren anschließend erneut das entscheidende Duell und Tim Boldt sorgte für den dritten Gegentreffer (64.).
Anschlusstreffer kommt zu spät
Trotz des erneuten Rückschlags gaben sich die Breisgauer nicht auf und präsentierten sich in der Schlussphase deutlich griffiger in den Zweikämpfen. Nach einem Eckball verkürzte der nach seinem Handbruch zurückgekehrte Essad Ouhssakou auf 2:3 (90.). Die beste Möglichkeit auf den Ausgleich vergab anschließend Baur, dessen Kopfball am zweiten Pfosten jedoch zu harmlos blieb.
„Wir haben uns das Leben heute selbst schwer gemacht“, analysierte Wiedensohler nach Abpfiff. „Was Zweikampfhärte und Kompaktheit gegen den Ball angeht, haben wir zu viele Dinge vermissen lassen und den Gegner immer wieder mit einfachen Fehlern eingeladen.“
Fokus richtet sich auf den Pokal
Bereits am Donnerstag richtet sich der Fokus nun auf das Derby gegen den Freiburger FC im SBFV-Pokal. „Über die Liga wird der DFB-Pokal jetzt nur noch schwer erreichbar. Deshalb wird das Pokalspiel am Donnerstag umso wichtiger“, so der Freiburger Trainer. Anpfiff des Endspiels in Kehl am Donnerstag (14. Mai) ist um 17:30 Uhr.
Maximilian Geil
Foto: SC Freiburg
Stenogramm
| Aufstellung Karlsruher SC: Bader (TW), Tolic, Bierle, Duman, Thürer, Meierhöfer (69., Welter), Meyer (81., Batolov), El-Dor (C) (81., Nonnenmacher), Boldt (88., Roos), Baumstark (69., Guggenbühler), Ambrosius | |
| Trainer: Martin Stoll | |
| Bank: Kuriata (TW), Matenda | |
| Aufstellung SC Freiburg: Etringer (TW), Oguguo (83., Dreher), Kassassir (46., Baur), Boos (C), Williams, Veit (69., Ouhssakou), Dianzenza-Nkoussou, Klaus, Okungbowa (46., Sawas), Mijajlovic (69., Gellert), Faram (77., Richter) | |
| Trainer: Julian Wiedensohler | |
| Bank: Müller (TW) | |
| Tore: 1:0 Meyer (2.), 2:0 El-Dor (54.), 2:1 Dianzenza-Nkoussou (60.), 3:1 Boldt (64.), 3:2 Ouhssakou (90.+1) | |
| Gelbe Karten: 0/3 | |
| Gelb-Rote Karten: | |
| Rote Karten: | |
| Schiedsrichter: Maximilian Schommer | |
| Zuschauer/innen: 127 |
