Die U19 unterliegt Aufsteiger Walldorf

SC U19
14.02.2026

Die A-Junioren des SC Freiburg verlieren in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga B daheim mit 1:3 gegen Rot-Weiss Walldorf. Gleich am kommenden Wochenende geht’s gegen den nächsten Aufsteiger: auswärts beim SGV Freiberg.

Zum Start der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga B war der U19 des SC Freiburg ein „Auftakt nach Maß“ gelungen, wie es ihr Coach Julian Wiedensohler ausgedrückt hatte. Bei einem der „schwersten Gegner der Gruppe D“, dem TSV 1860 München, hatte der Sport-Club die „Löwen“ souverän mit 2:0 besiegt, dabei kaum eine gegnerische Torchance zugelassen. Als Tabellenführer und Löwen-Bändiger gingen die A-Junioren des SC Freiburg am vergangenen Samstag dementsprechend selbstbewusst und siegesgewillt in die Heimpartie gegen Aufsteiger Rot-Weiss Walldorf. Der Zahn aber wurde ihnen schnell gezogen.

Nach nur zwei Minuten gelang den Gästen die Führung: Nach einem Fehler im Freiburger Aufbauspiel schaltete Walldorf schnell um, den Querpass am Fünfer schob Jonah Geike weitestgehend freistehend ein. Was man aus Freiburger Sicht noch als verschlafenen Start inklusive kleinem Ausrutscher hätte einordnen können, erwies sich in der Folge allerdings als hochverdiente Gäste-Führung. Walldorf blieb dran, störte konsequent den Freiburger Aufbau, schaltete nach Ballgewinn weiter blitzschnell um. Dabei fanden die Hessen immer wieder ihren flinken Mittelstürmer Nico Helbig, der mehrmals allein auf SC-Keeper Theodore Pizarro zulief – und in der 24. Minute gewissermaßen das 2:0 vorbereitete. Nach bewährtem Muster – schneller Pass in die Tiefe – scheiterte der Walldorfer Angreifer freistehend an Pizarro, den Abpraller allerdings versenkte Jonah Dietze aus 23 Metern unhaltbar im rechten Eck.

Mit dem hohen Pressing und Umschaltspiel der Gäste tat sich der SC Freiburg die gesamten ersten 45 Minuten über schwer – und im Spiel nach vorn fiel ihm wenig ein. Zwei Kopfbällchen von Malik Kassassir und Kimi Baur nach Ecken sorgten noch für die größte Gefahr (23. und 32. Minute), ein Überzahlspiel kurz vor der Halbzeitpause wurde verdaddelt. So fragte man sich zur Pause, was in der ersten Halbzeit grauer gewesen war: die Nebelschwaden über den Schwarzwaldtannen oder das Spiel der Freiburger A-Junioren.

Etwas mehr Licht kam zu Beginn des zweiten Durchgangs ins Freiburger Spiel, als das Passspiel druckvoller, der Gegner auch mal in dessen Hälfte gedrängt wurde. So kam der Sport-Club dann auch zu seinem ersten Schuss aufs Tor durch Jakob Benz, als der Offensivspieler von der Strafraumkante abzog (58.). Die Gäste allerdings blieben weiter das gefährlichere Team, weil sie weiter gallig waren, weiter schnell den Weg in die Spitze suchten – und fanden. Nach einem Weitschuss aus gut 30 Metern fiel der abgefälschte Ball vor die Füße von Walldorf-Spieler Jonah Geike, der ungedeckt aus halbrechter Position im Strafraum SC-Keeper Pizarro tunnelte und das 3:0 markierte (60.).

Und doch gab der Sport-Club vor 100 durchgefrorenen Zuschauern im Möslestadion nicht auf. Nach einem erneut parierten Fernschuss von Jakob Benz (72.) traf der SC-Spieler drei Minuten später zum Anschluss. Kapitän Leon Sawas war über links bis zur Grundlinie durchgegangen, flankte in die Mitte, wo Benz am höchsten stieg und den Ball unhaltbar ins rechte Eck köpfte. Für eine mögliche Aufholjagd in der Schlussviertelstunde fehlte allerdings die Energie, „weiterhin die Schärfe im Spiel“, wie Wiedensohler nach Abpfiff sagte: „So wach und konzentriert wir vergangene Woche gegen 1860 München waren, so schläfrig waren wir heute.“ Walldorf habe die Partie völlig verdient gewonnen, hätte am Ende gar noch höher gewinnen können, so Wiedensohler.

Der Blick des Trainers richtet sich nach der 1:3-Niederlage aber schon wieder nach vorn, auf die Auswärtspartie beim SGV Freiberg am kommenden Wochenende. Der Aufsteiger aus der baden-württembergischen Oberliga verfüge über eine stabile Defensive, auch über einen großen Fansupport, insgesamt über eine hohe Energie. „Dort werden wir wieder mit der nötigen Schärfe und Überzeugung antreten müssen, um etwas zu holen“, sagt Wiedensohler. 

Christian Engel

Foto: Achim Keller

Stenogramm

Aufstellung Heimteam: Pizarro – N. Schnerring (46. Okungbowa), Gellert, Kassassir, Oguguo (62. A. Schnerring) – Sawas, Klaus, Dianzenza-Nkoussou (61. Probst) – Faram (46. Maselen), Baur (60. Richter), Benz (79. Gogonea) 
Trainer: Julian Wiedensohler 
Bank: Etringer (TW) 
  
Tore:  0:1 Geike (2.), 0:2 Dietze (24.), 0:3 Geike (60.), 1:3 Benz (75.) 
Schiedsrichter: Tobias Huthmacher 
Zuschauer/innen: 100 

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