Bittere Niederlage gegen 1860 München

SC U19
11.04.2026

In der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga verliert die Freiburger A-Jugend am achten Spieltag mit 2:3 (1:1) gegen den TSV 1860 München. Die beiden Freiburger Tore erzielen Osagie Okungbowa (44.) und Jakob Benz (46.).

Nach zuletzt drei Siegen in Serie gegen den FC 08 Villingen (3:2), Eintracht Frankfurt (2:0) und den Offenburger FV (4:0) strebte die Freiburger U19 auch im Heimspiel gegen den TSV 1860 München drei Punkte an. Mit zehn Punkten rangierte der Sport-Club vor der Partie auf Rang zwei, die Gäste aus München folgten mit acht Punkten auf Platz drei. Das Rückrundenspiel in der Hauptrunde war bereits das vierte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften – auswärts gewann der Sport-Club jeweils mit 2:0, zuhause gab es im August eine 2:4-Niederlage. Nun sollte der erste Heimsieg der Saison gegen die Löwen folgen.

Früher Rückschlag nach Fehlpass

Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste, die bereits in der dritten Minute in Führung gingen. Nach einem missglückten Pass von Jakob Benz auf Tammo Schiertz schnappte sich Paul Sturm den Ball und traf aus kurzer Distanz (3.). „Wir haben die Anfangsphase ein Stück weit verschlafen. Die ersten Minuten waren wir nicht gut drin und hatten zu viele einfache Ballverluste – einer davon wurde direkt bestraft“, sagte SC-Coach Julian Wiedensohler.

Die Freiburger erholten sich jedoch schnell und setzten offensive Akzente. Osagie Okungbowa scheiterte mit seinem Abschluss an der Münchner Defensive (10.), Versuche von Jannik Veit (12.) und Mladen Mijajlovic (18.) parierte Mauricio Dunker. Der Sport-Club drängte auf den Ausgleich, blieb jedoch zunächst an der Defensive oder am Schlussmann hängen. Auch einen direkten Freistoß von Mladen Mijajlovic aus knapp 30 Metern hielt Dunker sicher (35.).

Nach 38 Minuten wurden die Gäste wieder gefährlich: Nach einem langen Einwurf von Lance Fiedler wurde ein Schuss von Efe Karakoc zur Ecke abgeblockt (38.). Zwei Minuten später hatte 1860 die große Chance zum zweiten Treffer, doch Elias Etringer parierte zunächst gegen Sturm und sicherte den Ball im Nachfassen (40.).

Freiburger Treffer vor und nach der Halbzeitpause  

In den Schlussminuten der ersten Hälfte drängten die Gastgeber auf den Ausgleich: Ein Abschluss von Benz wurde zur Ecke geklärt, bei der folgenden Ecke flog Dunker am Ball vorbei, ein Münchner Verteidiger rettete per Kopf (41.). Auch ein weiterer Schuss von Veit fand nicht den Weg ins Tor (42.).

Kurz darauf fiel der Ausgleich: Veit setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und zog aus spitzem Winkel ab. Der Münchner Schlussmann konnte den Ball nicht festhalten, Okungbowa reagierte am schnellsten und schob aus kurzer Distanz ins leere Tor ein (44.). Vor dem Pausenpfiff verfehlte Chrisdy Dianzenza-Nkoussou per Kopf nach einer Ecke von Mladen Mijajlovic knapp das Ziel (45.). „Anhand der Spielanteile und Chancen war das 1:1 zur Pause eigentlich zu wenig. Wir hätten das Spiel schon in der ersten Halbzeit drehen müssen“, so Wiedensohler.

Die zweite Halbzeit begann optimal für die Freiburger: Keine Minute nach Wiederanpfiff verlängerte Dianzenza-Nkoussou einen langen Ball auf Okungbowa, der Benz bediente. Dieser traf aus halblinker Position über den Innenpfosten zur Führung (46.).

Distanzschuss und Elfmeter drehen das Spiel

Nach einer kurzen Phase des Abtastens kamen die Gäste wieder besser ins Spiel. Eine Flanke von Edon Krasniqi klärte die Freiburger Defensive im letzten Moment vor Erdogan (53.). In der Folge erlangte der Sport-Club wieder mehr Spielanteile, Dianzenza-Nkoussou verpasste jedoch zweimal (54., 56.). „Wir haben es verpasst, das Spiel mehr zu kontrollieren und längere Ballbesitzphasen zu haben. Stattdessen haben wir zu viel im Dribbling gelöst und 1860 Räume für Konter gegeben“, analysierte Wiedensohler.

In dieser Phase fiel überraschend der Ausgleich: Nach Zuspiel von Sturm traf Krasniqi aus 17 Metern ins linke Eck (68.). Die Freiburger antworteten mit weiteren Chancen, doch Dianzenza-Nkoussou (72., 73.) sowie Elias Klaus (81.) und Bismark Adomah (83.) verfehlten das Tor.

Die Entscheidung fiel schließlich per Strafstoß: Fabian Gellert brachte Erdogan im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Felix Stephan zeigte auf den Punkt. Erdogan trat selbst an und verwandelte sicher ins rechte untere Eck (85.). Die letzte Chance gehörte dem Sport-Club: Nach einem Eckball setzte Daniel Williams den Ball am ersten Pfosten ins Außennetz (87.).

Auswärts beim Tabellenführer

In der Nachspielzeit gelang den Breisgauern kein Ausgleich mehr, sodass sie sich auch im zweiten Heimspiel gegen die Münchner geschlagen geben müssen. „Insgesamt ist es schade, weil wir heute sicherlich mehr verdient gehabt hätten. Gleichzeitig ist es ein Spiel, aus dem wir viele Dinge mitnehmen und lernen können“, bilanziert Wiedensohler.

In der kommenden Woche ist die U19 auswärts beim SV Rot-Weiß Walldorf gefordert. Anstoß am Samstag (18. April) ist um 11 Uhr.

Maximilian Geil

Foto: SC Freiburg

Stenogramm

Aufstellung SC Freiburg: Etringer (TW), Gellert, Kassassir (82., Adomah), T. Schiertz (C), Williams, Benz (82., Sawas), Veit, Klaus (86., Richter), Okungbowa (64., Baur), Mijajlovic (64., Faram), Dianzenza-Nkoussou (82., Boos) 
Trainer: Julian Wiedensohler 
Bank: Müller (TW) 
  
Aufstellung TSV 1860 München: Dunker (TW), Krasniqi, Schurz (46., Efe), Calderon, Estermann, Jenni, Erdogan (86., Genidis), Fiedler (61., Plöttner), Tekin (C) (89., Wohlketzetter), Karakoc (61., Kawele), Sturm (86., Bannert) 
Trainer: Jonas Schittenhelm 
Bank: Scholl (TW) 
  
Tore: 0:1 Sturm (3.), 1:1 Okungbowa (44.), 2:1 Benz (46.), 2:2 Krasniqi (68.), 2:3 Erdogan (FE, 85.)  
Gelbe Karten: 1/2 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichter: Felix Stephan 
Zuschauer/innen: 60 

 

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