Vor der Pause in die Domstadt
Am sechsten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga ist der SC Freiburg beim 1. FC Köln zu Gast. Anstoß ist am Samstagnachmittag um 16 Uhr im Franz-Kremer-Stadion (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
Die erste Hauptrunde im DFB-Pokal ist gespielt, nun rückt wieder der Bundesliga-Alltag für die Freiburgerinnen in den Fokus. „Wir haben uns das Video von der Pokalrunde in Andernach nochmal angeschaut und viele positive Schlüsse ziehen können. Insgesamt war ich mit dem Auftritt daher auf jeden Fall zufrieden“, resümiert Marco Konrad den knappen, aber verdienten 2:1-Erfolg beim Zweitligisten.
„Die Mannschaft hat ganz viele Dinge gemacht, die wir von ihnen sehen möchten. Dass am Ende auch das Toreschießen dazu gehört, weiß sie selbst – das war der größte Knackpunkt“, so der SC-Trainer. „Da geht es dann um Kleinigkeiten, ein bisschen Glück oder eine bessere Körperposition. Daran haben wir auch diese Woche – wie jede Woche – gearbeitet.“
Vor dem Tor noch eiskalter werden
Einen besonderen Fokus auf den Torschuss habe Konrad mit seinem Trainerteam jedoch nicht gelegt. „Wir haben stattdessen vor allem an den Momenten vor dem Abschluss gearbeitet und uns gefragt: Was müssen wir machen, damit wir nur noch den Ball ins leere Tor schieben müssen? Das waren intensive und gute Einheiten.“
Das größte Augenmerk lag in den vergangenen Tagen sowieso auf dem 1. FC Köln: Mit neun Zählern sind die Kölnerinnen derzeit Tabellenfünfter, konnten aus den ersten fünf Partien Siege gegen Hoffenheim, Mainz und Union Berlin einfahren und mussten sich nur gegen Frankfurt und Bayern München geschlagen geben.
Generell sind die Begegnungen mit dem 1. FC Köln seit Jahren umkämpft und von eher knappen Ergebnissen geprägt. Von den letzten fünf Auswärtsspielen konnte der Sport-Club nur einmal die volle Punkteausbeute einfahren. „Es gibt auch Dinge, die geändert werden wollen“, so Marco Konrad schmunzelnd. „Für uns geht es in erster Linie darum, gar nicht so sehr auf die Statistik zu schauen, sondern daraus eher abzuleiten, was man tun kann und wie man spielen muss, um sie perspektivisch zu verändern oder umzudrehen.“
Wachsam agieren gegen klar auftretende Kölnerinnen
Wie müssen es die Freiburgerinnen also am Samstagnachmittag in der Domstadt angehen? „Wir müssen extrem wachsam sein“, fordert der SC-Trainer. „Köln bringt eine hohe Aktivität und Intensität auf den Platz. Die Mannschaft verfügt über viel Erfahrung, zeigt aber in der einen oder anderen Situation auch Schwächen, die wir für uns ausnutzen wollen.“
Viel Respekt zollte der Freiburger Coach seiner Kölner Trainerkollegin schon vor Anpfiff: „Britta Carlson hat in Köln ein Team geformt, das sehr klar auftritt, nach vorne immer gefährlich ist und sich hin und wieder auch einfach das Spielglück erzwingt. Darauf müssen wir vorbereitet sein.“
Unverändert ist derweil die personelle Situation beim Sport-Club. Weiterhin keine Optionen in Köln sind Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme) und Jana Vojteková (muskuläre Beschwerden).
Niklas Batsch
Foto: Marcel von Fehrn
