Minimal Zeit für maximale Vorbereitung
Die SC-Frauen eröffnen den siebten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga mit einem Heimspiel im Dreisamstadion. Zu Gast am Freitagabend ist ab 18.30 Uhr RB Leipzig (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
Kaum sind die letzten Länderspiele dieser Abstellungsperiode abgepfiffen, wartet schon wieder der Alltag in der Bundesliga. Insgesamt neun Spielerinnen des Freiburger Profi-Kaders waren in den vergangenen Tagen bei ihren Nationalteams – und kehrten am Mittwochmittag mit gemischten Gefühlen in den Südschwarzwald zurück. So freuten sich unter anderem zwar Julia Stierli, Alena Bienz (beide Schweiz) und Nicole Ojukwu (Österreich) über die Qualifikation für die zweite WM-Play-off-Runde. Diese wiederum verpassten allerdings Jana Vojteková (Slowakei) und Borbála Vincze (Ungarn).
Kurze Vorbereitung bis Freitagabend
All das gilt es nun am morgigen Donnerstag abzuschütteln, denn dann wartet die erste – und einzige – Einheit, die SC-Trainer Marco Konrad noch mit dem gesamten Team hat, ehe am Freitagabend das Flutlicht den Freiburger Osten erhellt. „Aus Trainersicht ist es natürlich alles andere als optimal, nur eine gemeinsame Einheit zu haben“, so Konrad. „Allerdings liegt in einer gewissen Spontanität auch immer eine Chance: Wer hat die nötige Frische und Haltung zum Spiel? Und wer kommt schnellstmöglich wieder in den Rhythmus?“
Diese Fragen dürften spätestens am Freitagabend mit Anpfiff um 18.30 Uhr geklärt werden. Dann ist mit RB Leipzig der derzeitige Tabellenneunte im Dreisamstadion zu Gast. Während in den ersten beiden Spielzeiten ein Remis und drei Siege für die Freiburgerinnen herumkamen, zog der Sport-Club in der vergangenen Saison in beiden Aufeinandertreffen jeweils den Kürzeren.
Duell auf Augenhöhe
Entsprechend gewarnt ist auch Marco Konrad vor dem Spieltag: „Mit Leipzig erwarten wir einen sehr anspruchsvollen Gegner – was auch daran liegt, dass sie selbst hohe Ansprüche haben und die nächsten Schritte gehen wollen“, so der SC-Coach. „Über ihre Rautenstruktur und ihr Aufbauspiel sind sie eine Mannschaft, die Fußball spielen will und kann. Gleichzeitig besitzen sie durch ihre Geschwindigkeit auch ein gutes Umschaltspiel.“
Drei Punkte trennen Freiburg und Leipzig aktuell in der Tabelle. Den Abstand möchten die SC-Frauen am Freitagabend gerne vergrößern. „Wir haben minimal Zeit, um uns maximal gut vorzubereiten – das ist die Herausforderung“, weiß Marco Konrad und betont: „Wir müssen mit dem richtigen Mindset an die Aufgabe herangehen.“
Die nächsten Schritte gehen
Vor der Pause besiegten die Freiburgerinnen im Duell der direkten Tabellennachbarn den 1. FC Köln mit 1:0 und fuhren damit drei wichtige Zähler ein. „In dieser Partie haben wir wieder einen Schritt gemacht, vor allem in der Defensive. Entsprechend wollen wir daran anknüpfen und am Freitagabend erneut eine gute Leistung zeigen“, so Konrad, der sich auf das Kräftemessen unter Flutlicht freut: „Abendspiele machen immer Spaß. Diese Freude am Fußball wollen wir auch auf die Tribünen transportieren. Das Team verdient sich auch den immer größer werdenden Rahmen und den Zuspruch der Fans.“
Auch nach der Länderspielpause hat sich die Personalsituation beim Sport-Club nicht verändert: Weiterhin keine Optionen sind Laura Benkarth, Ingibjörg Sigurðardóttir, Meret Felde (alle Schwangerschaftspause), Zoe Schick (Kreuzbandriss), Tessa Blumenberg (Reha), Nia Szenk (Adduktorenprobleme), Jana Vojteková (muskuläre Beschwerden) und Emma Memminger (Weichteilverletzung am Oberschenkel). Ein Einsatz von Mia-Lena Maas ist krankheitsbedingt noch fraglich.
Niklas Batsch
Foto: Arne Amberg
