SC-Frauen in Frankfurt gefordert
Die SC-Frauen beenden den 19. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga am Montagabend mit einem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt. Anstoß im Stadion am Brentanobad ist um 18 Uhr (live bei Sport1, DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
Nach Abpfiff waren die Gefühle am vergangenen Samstag gemischt: Die SC-Frauen trennten sich von Union Berlin dank des späten Ausgleichstreffers von Svenja Fölmli mit einem 1:1-Unentschieden. „Es wären drei Punkte drin gewesen – wir hätten die Partie aber auch verlieren können. Dementsprechend ist das 1:1 wohl das gerechte Ergebnis“, blickt Edmond Kapllani zurück. Der Hauptkritikpunkt des Freiburger Coaches: „Wir haben unsere Situationen im letzten Drittel nicht so genutzt, wie wir uns das vorgenommen haben.“
Das soll – und muss – am Montagabend bei der Frankfurter Eintracht besser werden: „Frankfurt ist aus meiner Sicht fußballerisch eine der stärksten Mannschaften der Bundesliga. Trotzdem können wir bei einem konzentrierten Auftritt punkten – das haben wir im Hinspiel bewiesen“, sagt Kapllani. Dazu müsse sein Team aber gegen den Ball gut arbeiten und die eigenen Momente besser ausspielen. „Wir brauchen noch mehr Überzeugung in unserem Spiel“, fordert der SC-Trainer.
In der Hinrunde hat der Sport-Club gegen die Adlerträgerinnen genau diese Tugenden bewiesen und im Jubiläumsspiel – anlässlich des 50. Geburtstags der Freiburger Frauenabteilung – nach zweimaligem Rückstand noch einen späten 3:2-Heimerfolg feiern dürfen. Auswärts hingegen sieht die Bilanz der SC-Frauen im Stadion am Brentanobad weniger rosig aus: In der jüngeren Vergangenheit unterlagen die Freiburgerinnen drei Mal und kassierten dabei mindestens vier, in der vergangenen Saison gar sechs Gegentore. „Dass diese Statistik nicht zwingend für uns spricht, kann auch ein Anreiz sein“, betont Kapllani allerdings.
Generell will der SC-Coach die Auswärtsstatistik seiner Mannschaft weiter ausbauen. „Vor der Rückrunde haben wir uns schon vorgenommen, auswärts noch besser zu performen“, sagt der ehemalige Profi. „Wir haben uns viele Punkte über unsere Heimspiele erarbeitet. Wollen wir in der Tabelle weiter dort bleiben, wo wir gerade stehen, müssen wir auch auswärts eine andere Körpersprache und Überzeugung auf den Platz bringen.“
Vor der Partie am Montagabend trennen die Eintracht vom Sport-Club nur drei Zähler. Mit zwei Siegen und einem Remis in der Liga sowie dem Einzug ins Halbfinale des Europa Cups wartet aber ein Gegner, der sich zuletzt in einen Positivtrend gespielt hat. „Die Doppelbelastung wird für Frankfurt keine große Rolle spielen. Sie haben viel Qualität im Kader, auch in der Breite“, betont Kapllani. „Das hat man auch im Europa Cup unter der Woche gesehen. Wir schauen auf uns – ich will, dass wir es schaffen, unsere Leistung über die vollen 90 Minuten abzurufen.“
Personell muss der Sport-Club am Montag neben Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen) weiterhin auch auf Laura Benkarth (muskuläre Probleme) und Sarah-Lisa Dübel (Schulterverletzung) verzichten. Ein Einsatz von Greta Stegemann ist aufgrund von Sehnenproblemen noch offen. Nora Scherer ist derweil nach muskulären Beschwerden wieder im Aufbautraining.
Niklas Batsch
Foto: Stephan Eckenfels
