Gegen Union: Die Freiburger Heimfestung eisern verteidigen
Die SC-Frauen treffen am 18. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga auf den 1. FC Union Berlin. Anstoß im Dreisamstadion ist am Samstagmittag um 12 Uhr (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
Nach dem Heimspiel ist vor dem Heimspiel: Schon am Samstagmittag bestreiten die Freiburger Bundesliga-Frauen den nächsten Spieltag im heimischen Dreisamstadion. Nach der 1:4-Niederlage gegen den FC Bayern ist an diesem Wochenende Aufsteiger Union Berlin im Breisgau zu Gast.
„Wir haben die Niederlage vom vergangenen Freitagabend schnell abgehakt“, blickt Edmond Kapllani auf das 1:4 gegen Bayern München zurück. „Gegen so einen Gegner, der die gesamte Liga dominiert, brauchst du einfach einen perfekten Tag. Den hatten wir nicht, trotzdem haben wir es ordentlich gemacht und unsere Erkenntnisse aus dem Spiel gezogen“, sagt der Freiburger Coach.
Kapllanis Blick hat sich zu Wochenbeginn allerdings schnell auf die anstehende Aufgabe gerichtet. Die wird am Samstagmittag nämlich nicht zwingend leichter, auch wenn der Blick auf die Tabelle vielleicht etwas anderes verspricht: „Union Berlin wirkt auf mich immer eingespielter. Es ist eine Mannschaft, die gegen uns sicherlich punkten will“, so der SC-Trainer. „Ich erwarte einen harten Kampf auf Augenhöhe, in dem wir vor allem offensiv und defensiv in den Umschaltsituationen hellwach und in unserer Restverteidigung fokussiert sein müssen.“
Die ambitionierten Gäste aus der Hauptstadt rangieren derzeit mit 18 Zählern auf dem neunten Tabellenplatz – acht Punkte hinter dem Sport-Club. Im Herbst des vergangenen Jahres besiegte die Kapllani-Elf im Stadion An der Alten Försterei die Eisernen Ladies ungefährdet mit 3:0. „Wir haben über das Hinspiel gesprochen und nochmal einige Szenen gezeigt. Aus meiner Sicht war es nicht nur das beste Auswärtsspiel in dieser Saison, sondern generell eine unserer besten Leistungen“, so der Freiburger Coach. „Ich bleibe aber dabei: Jedes Spiel ist anders und daher werden wir auch am Samstag eine andere Partie als das Hinspiel sehen“, betont Kapllani.
Apropos sehen: Mit Torhüterin Julia Kassen, den Abwehrspielerinnen Judith Steinert und Samantha Steuerwald sowie Stürmerin Eileen Campbell kehren gleich vier Ex-Freiburgerinnen an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Insbesondere die nordirisch-österreichische Offensivkraft zeigte sich mit wettbewerbsübergreifend sechs Treffern und drei Vorlagen torgefährlich – der Sport-Club dürfte, auch aus eigener Erfahrung, also gewarnt sein.
Und gleichzeitig blickt Edmond Kapllani vor der Begegnung mit dem Aufsteiger, wie eigentlich vor jedem Spiel, vor allem auf sein eigenes Team: „Wir wollen uns auf unsere Heimstärke berufen und – abgesehen von der Niederlage gegen den FC Bayern – an die guten Leistungen in unserem Wohnzimmer anknüpfen“, fordert der SC-Coach. „Das Dreisamstadion kann definitiv eine Rolle spielen, das haben wir schon in einigen Begegnungen gesehen. Wir müssen aber auch wieder mit Leidenschaft, Zielstrebigkeit und Überzeugung im letzten Drittel auftreten.“
Personell muss der Sport-Club am Samstag neben Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen) auch auf Laura Benkarth (muskuläre Probleme), Sarah-Lisa Dübel (Schulterverletzung) und Nora Scherer (muskuläre Probleme) verzichten.
Niklas Batsch
Foto: Arne Amberg

