Clever und geduldig nach Leipzig
Am 21. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga ist der Sport-Club am Sonntag bei RB Leipzig zu Gast. Anstoß im Stadion am Cottaweg ist um 14 Uhr (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
In die Trainingswoche vor der Begegnung mit RB sind die Freiburgerinnen selbstbewusst und positiv gestartet – mit einem 2:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Nürnberg im Rücken. „Es war ein verdienter Sieg, den wir aber unnötig spannend gemacht haben“, blickt Edmond Kapllani auf das vergangene Wochenende zurück. „Gegen jeden Gegner muss man in jeder Sekunde hellwach sein. Das haben wir gegen Nürnberg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung über weite Strecken geschafft – und trotzdem sehen wir hier weiterhin Verbesserungspotenzial“, sagt der SC-Trainer.
Die nun anstehende Aufgabe führt die Freiburgerinnen zum Tabellenzehnten der Google Pixel Frauen-Bundesliga: RB Leipzig rangiert acht Punkte hinter dem Sport-Club, derzeit auf Platz sieben des Tableaus angesiedelt. „Leipzig wirkt zurzeit sehr eingespielt. Nach der Winterpause haben sie nur gegen Bayern verloren und anschließend fünf Spiele in Folge gepunktet“, warnt Kapllani vor einem unangenehmen Kontrahenten, bei dem die SC-Frauen auswärts allerdings noch nie verloren haben. „Leipzig hat auf jeden Fall einen Lauf, der uns vor eine Herausforderung stellen wird. Wenn wir aber eine reife Leistung zeigen, ist dort auch etwas zu holen. Wir müssen uns in die Partie reinarbeiten und geduldig sein.“
Gegen Nürnberg stand der Sport-Club einerseits zwar defensiv recht sattelfest, fand offensiv aber wenige Lösungen. Kapllani fordert von seinem Team am Sonntagmittag daher vor allem einen „cleveren Auftritt“: „Das heißt, in der Defensive abgeklärt und aggressiv zu agieren und in der Offensive noch konsequenter und effizienter vors Tor zu kommen“, so der SC-Coach. „Wir dürfen Leipzig keine Räume lassen. Im Hinspiel haben wir gesehen, dass sie das eiskalt und effektiv bestrafen.“
Im November musste man sich in einer bitteren Partie mit 2:4 geschlagen geben. „Wir waren eigentlich nicht so schlecht im Spiel, haben Leipzig aber zu viele Momente überlassen, die sie gnadenlos ausgenutzt haben“, erinnert sich Kapllani. „Wir wissen um die Geschwindigkeit und die Torgefahr, die Leipzig ausstrahlen kann. In Leipzig wollen wir deutlich konsequenter auftreten als im Hinspiel.“
Und vor allem will sich der Sport-Club endlich wieder mit Auswärtspunkten belohnen: In der Heimtabelle grüßen die SC-Frauen vom zweiten Platz, auswärts allerdings vom vorletzten. „Auch wenn die Statistik eine andere Sprache spricht, haben wir auswärts einige gute Leistungen gezeigt, viele knappe Spiele aber nicht für uns entschieden oder Pech im Spielverlauf gehabt“, sagt Kapllani. „Heimspiele mit der Kulisse im Dreisamstadion geben zwar sicherlich nochmal ein paar Extra-Körner, aber wir wissen, dass wir die Qualität haben, uns auch für gute Auswärtsauftritte zu belohnen.“ In Leipzig will die Kapllani-Elf das am Sonntagmittag unter Beweis stellen.
Personell fallen weiterhin Ally Gudorf (persönliche Gründe), Laura Benkarth (schwanger) und Tessa Blumenberg (Kniebeschwerden) aus. Ein Einsatz von Sophie Nachtigall (Kniebeschwerden) ist noch fraglich.
Niklas Batsch
Foto: Achim Keller
