Badisches Duell unter Flutlicht
Zum 22. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga begrüßt der Sport-Club im heimischen Dreisamstadion die TSG Hoffenheim. Anstoß ist am Sonntagabend um 18.30 Uhr (live bei DAZN und MagentaSport sowie im Hörfunk bei baden.FM).
Zuletzt waren die SC-Frauen ein bisschen am Hadern: Zwar siegte man seit Jahresbeginn gegen Hamburg und Nürnberg, ließ aber auch unglücklich Punkte gegen Köln, Union Berlin, Frankfurt und zuletzt Leipzig liegen. Genau von diesem Hadern möchte Edmond Kapllani wegkommen: „Mir ist es wichtig, dass sich die Mädels im Spiel weniger Gedanken machen und nicht verkopft in die Aktionen gehen“ sagt der SC-Coach. „Wir sehen in jedem Training unsere Qualitäten und wissen, dass wir diese auch in den Spielen auf den Platz bringen können.“
Jene Qualitäten sah der Freiburger Trainer auch im vergangenen Herbst beim Hinrundenspiel in Hoffenheim: „Es war eine ausgeglichene Partie, in der wir selbst viele gute Torchancen hatten, der Spielverlauf am Ende aber sehr unglücklich für uns aussah.“ Trotz zahlreicher Großchancen unterlag der Sport-Club den Kraichgauerinnen mit 1:2. „Wir hatten viel Energie auf dem Platz, haben uns dafür aber nicht belohnt. Das zieht sich leider auch so ein bisschen durch die Spiele im neuen Jahr“, weiß Kapllani. „Wir haben einige gute Momente, verbessern uns auch immer mehr in unserer Spielanlage, verpassen es aber, selbst hundertprozentig zielstrebig zu sein.“
Auch am vergangenen Wochenende bei der 0:2-Niederlage in Leipzig spielten die SC-Frauen engagiert, aber: „Wir wollen das Spiel noch mehr auf unsere Seite ziehen und noch stärker kontrollieren als zuletzt. Dazu müssen wir sowohl offensiv als auch defensiv griffiger agieren und dürfen im Kopf nicht zu früh abschalten“, fordert Kapllani. „In den vergangenen Spielen wurden wir vor allem dann bestraft, wenn wir nicht wach genug waren.“
Am Sonntagabend trifft die Kapllani-Elf um 18.30 Uhr auf die nordbadische Konkurrenz aus Hoffenheim. Zuletzt musste sich die TSG zwar dem VfL Wolfsburg und der Frankfurter Eintracht geschlagen geben, zuvor besiegte man aber Essen, Leverkusen, Hamburg und Nürnberg souverän und kletterte dadurch im Tableau auf den vierten Tabellenplatz. „Gegen Hoffenheim dürfen wir nicht den Kopf verlieren – egal in welcher Minute oder bei welchem Zwischenstand“, sagt der SC-Coach. Kapllani fordert von seinem Team einen über 90 Minuten disziplinierten und konzentrierten Auftritt und ergänzt: „Wir dürfen uns zu keiner Zeit zufrieden geben.“
Einen entscheidenden Impuls erhoffen sich die SC-Frauen auch vom Dreisamstadion: „Die Kulisse wird am Sonntagabend wichtig werden. Wir brauchen die Unterstützung der Fans im Rücken“, betont Kapllani, der weiterhin auf Ally Gudorf (persönliche Gründe), Laura Benkarth (schwanger) und Tessa Blumenberg (Knieverletzung) verzichten muss. Gegen Hoffenheim werden darüber hinaus auch Sarah-Lisa Dübel aufgrund einer Hüftprellung sowie Nicole Ojukwu (gelb-rot gesperrt) fehlen.
Niklas Batsch
Foto: DeFodi Images
