Niederlage in Leipzig in Unterzahl

Frauen & Mädchen
22.03.2026

Die Frauen des SC Freiburg haben am 21. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga bei RB Leipzig mit 0:2 (0:0) verloren. Nach einer knappen Stunde sah beim Sport-Club Nicole Ojukwu die Gelb-Rote Karte (58.).

Mit dem Rückenwind des zurückliegenden 2:1-Siegs gegen den 1. FC Nürnberg war der Sport-Club am offiziellen Frühlingsauftakt-Wochenende nach Sachsen gereist. Auf fremden Plätzen hielt sich die Punkteausbeute der SC-Frauen mit zwei Siegen und einem Remis in dieser Saison bislang noch in Grenzen. Auch ein unglücklicher Spielverlauf verhinderte in der Sonntagspartie, die mit der ersten Freiburger Niederlage in Leipzig überhaupt endete, eine Verbesserung dieser Bilanz.

„Natürlich sind wir enttäuscht, denn wir wollten auch auswärts wieder punkten. Es war eine bittere Niederlage, vom Spielverlauf her und von den Dingen, die diesmal zusammengekommen sind“, sagte Edmond Kapllani. „Wir waren gut im Spiel und haben eigentlich auch die nötige Überzeugung im letzten Drittel gezeigt. Wir hatten die große Chance, vor der Halbzeit in Führung zu gehen, dann sieht es anders aus“, so der SC-Trainer. „Mit demselben Willen wollten wir auch in die zweite Halbzeit hineinkommen. Dann haben wir individuelle Fehler gemacht, auch vor dem Freistoß zum 1:0, geraten in Rückstand und danach in Unterzahl. Trotzdem hatten wir noch gute Chancen, aber wir haben es nicht geschafft, unsere Momente zu nutzen.“

Zwei Veränderungen in der Startformation

Gegenüber dem Heimspiel gegen Nürnberg am vergangenen Wochenende gab es beim Sport-Club zwei Veränderungen in der Startelf. Sophie Nachtigall und Leela Egli rückten in der Offensive für Lisa Kolb und Luca Birkholz ins Team. Nicht dabei waren weiterhin Ally Gudorf (persönliche Gründe), Laura Benkarth (schwanger) und Tessa Blumenberg (Kniebeschwerden).

In eine kontrollierte Freiburger Anfangsphase fiel der erste Abschluss der Gastgeberinnen. Einen Schuss von Lisa Baum lenkte Rebecca Adamczyk über die Latte (2.). Auf der Gegenseite wurde bei einem ersten Vorstoß des Sport-Club eine Hereingabe von Svenja Fölmli noch vor Vobian zur Ecke geklärt. Ein Schuss von Egli ging wenig später über das Tor. Die SC-Frauen blieben präsent und kombinierten geduldig. Für die früh anlaufenden Leipzigrinnen setzte Marleen Schimmer nach einer guten Viertelstunde einen Distanzschuss am Tor vorbei.

Felde verpasst Führung vor der Pause

Viele Chancen ließen beide Teams aber noch nicht zu. Bei einem Vorstoß von Schimmer klärte Ingibjörg Sigurðardóttir mit einer Grätsche noch zur Ecke. In der weitgehend ausgeglichenen Begegnung setzte Nicole Ojukwu nach einer halben Stunde einen direkten Freistoß über das Tor. Kurz darauf konterte RB Leipzig erneut über die rechte Seite und Baum, doch Adamczyk bewahrte ihr Team mit einer starken Parade vor einem möglichen Rückstand (31.).    

Nach wie vor verzeichnete der Sport-Club etwas mehr Spielanteile, die Gastgeberinnen lauerten darauf, nach Balleroberungen ihre schnellen Konter zu starten. Ein gutes Umschaltspiel zeigten aber auch die Freiburgerinnen, die zu den nächsten Möglichkeiten kamen. Nach einer Flanke von Nia Szenk kam Fölmli (41.) im Strafraum zum Schuss, den Julia Landenberger noch zur Ecke lenkte. Nach dieser wurde ein Schuss von Egli noch geblockt. Und wiederum nur wenig später bot sich Meret Felde (44.) die bis dahin beste Chance zur Führung für den Sport-Club. Die Mittelfeldspielerin lief nach einem Pass in die Tiefe allein auf Elvira Herzog zu, doch die RB-Torhüterin wehrte Feldes Schuss ab (44.).

Rückstand und Gelb-Rot nach Wiederbeginn

Kurz nach dem Wiederanpfiff war zunächst erneut Adamczyk gefordert. Die SC-Torhüterin parierte einen Schrägschuss von Delice Boboy (47.). Die Leipzigerinnen starteten druckvoller in die zweite Halbzeit – und gingen prompt in Führung, allerdings durch eine Standardsituation. Einen Freistoß aus rund 18 Metern zirkelte Julia Landenberger über die Freiburger Mauer in die lange Ecke (52.).

Der Sport-Club antwortete nur wenig später mit einem schnellen Konter, den Vobian (54.) mit einem Flachschuss abschloss, der nur knapp am langen Pfosten vorbeiging. Kurz darauf gerieten die SC-Frauen in Unterzahl. Die bereits einige Minuten zuvor erstmals verwarnte Ojukwu sah nach einem taktischen Foul an Schimmer die Gelb-Rote Karte (58.). Über eine halbe Stunde musste der Sport-Club, bei dem kurz darauf Luca Birkholz und Lisa Kolb neu ins Spiel kamen, somit in Unterzahl bestreiten.

Boboy erzielt zweiten Treffer für Leipzig

Die Spielkontrolle lag jetzt bei den Gastgeberinnen, trotzdem versuchte auch der Sport-Club zu weiteren Möglichkeiten zu kommen. Und die nächste gute Gelegenheit hätte fast den Ausgleich gebracht. Nach einem Vorstoß von Lisa Karl über die linke Seite setzte Vobian (69.) den Ball nach der Hereingabe der SC-Kapitänin um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Fünf Minuten später klärte nach einem Freistoß von Vobian wieder Torhüterin Herzog. Auch die nächste Möglichkeit erspielten sich die SC-Frauen. Nach einem langen Ball verzog Birkholz (75.) jedoch in guter Position.

Für die Gastgeberinnen setzte Boboy einen weiteren Schuss am Tor vorbei – um kurz darauf mit dem nächsten Abschluss für RB Leipzig zu erhöhen. Die Stürmerin visierte aus rund 18 Metern das SC-Tor an und traf via Lattenunterkante unhaltbar für Adamczyk zum 2:0 (78.). Es war die Vorentscheidung in der Begegnung im Stadion am Cottaweg, die mit etwas mehr Spielglück für die SC-Frauen trotz langer Unterzahl auch einen besseren Ausgang hätte nehmen können.   

Zum nächsten Heimspiel empfängt der SC Freiburg, der Tabellensiebter bleibt, am kommenden Sonntag, den 29. März, die TSG Hoffenheim zum badischen Bundesliga-Duell. Die Begegnung im Dreisamstadion beginnt um 18.30 Uhr.

Dirk Rohde

Foto: Marco Steinbrenner (DeFodi Images)

Stenogramm

RB Leipzig: Herzog – Dudek, Norheim (79. Krug), Landenberger, Müller – Starke, Joly (67. Asgeirsdottir) – Baum (87. Chmielinski), Schasching, Schimmer – Boboy (87. Spitzner) 
Trainer: Jonas Stephan 
Bank: von Schrader (Tor), Grunenberg, Magerl, Oteng 
  
SC Freiburg: Adamczyk – Szenk, Sigurðardóttir (46. Stierli), Axtmann, Karl – Ojukwu, Felde – Vobian (81. Bienz), Nachtigall (62. Birkholz), Egli (62. Kolb) – Fölmli (69. Schneider) 
Trainer: Edmond Kapllani 
Bank: Dübel (Tor), Stegemann 
  
Tore: 1:0 Landenberger (52.), 2:0 Boboy (78.) 
Gelbe Karten: Joly, Schasching, Müller – Karl, Egli 
Gelb-Rote Karten: Ojukwu (58.) 
Rote Karten: 
Schiedsrichterin: Riem Hussein (Bad Harzburg) 
Zuschauer/innen: 817 

 

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