Mit Niederlage in die Länderspielpause

Frauen & Mädchen
23.02.2026

Die Frauen des SC Freiburg haben zum Abschluss des 19. Spieltags in der Google Pixel Frauen-Bundesliga mit 0:3 (0:1) bei Eintracht Frankfurt verloren. Der Sport-Club bleibt vor der Länderspielpause Tabellensiebter.

Das Hinspiel zwischen beiden Mannschaften im Dreisamstadion im Oktober war ein ganz besonderes gewesen. Mit der Partie gegen die Hessinnen feierte der SC Freiburg auch das 50-jährige Bestehen seiner Frauenfußballabteilung – und beschenkte sich im Jubiläumsspiel mit einem 3:2-Heimsieg. Beim Wiedersehen unter Flutlicht im Stadion am Brentanobad ging es zwar lange Zeit ähnlich eng und umkämpft zu, diesmal blieb der Sport-Club trotz einiger guter Torchancen am Ende aber ohne Zählbares.

„Der Spielverlauf heute war bitter für uns. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht“, sagte Edmond Kapllani. „Wir haben gleich zu Beginn eine Großchance und insgesamt die klareren Chancen gehabt, aber auch einen Fehler im Spielaufbau gemacht, der bestraft wurde“, so der SC-Trainer. „Frankfurt hat die Momente ausgenutzt, die wir ihnen geboten haben und für sich in den richtigen Momenten die Tore gemacht. Am Ende ist das Ergebnis trotzdem einen Tick zu hoch, wir hätten es verdient, mindestens ein Tor zu schießen.“

Unveränderte Anfangsformation am Main

Der Sport-Club begann im Stadion am Brentanobad mit derselben Startelf wie zuletzt beim 1:1 gegen den 1. FC Union Berlin. Rebecca Adamczyk vertrat zum dritten Mal in dieser Saison im SC-Tor Stammkeeperin Laura Benkarth, die erneut wegen muskulärer Probleme fehlte. Neben Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen) ebenfalls nicht dabei sein konnte mit Sarah-Lisa Dübel (Schulterverletzung) eine weitere Torhüterin.

Eintracht Frankfurt hatte in der letzten Woche gegen den FC Nordsjaelland aus Norwegen das Halbfinale im Europa-Cup erreicht. Es war zugleich das siebte ungeschlagene Pflichtspiel in Folge für die Gastgeberinnen, die in der Bundesliga aber nur drei Punkte vor dem Sport-Club standen.

Die SC-Frauen begannen die Partie hellwach und kamen schon nach einer halben Minute zur ersten Chance auf die Führung. Nach einer Balleroberung flankte Selina Vobian von der rechten Seite vor das Tor, wo die Frankfurter Torhüterin Lina Altenburg eine Direktabnahme von Tessa Blumenberg aus kurzer Distanz noch abwehrte. Die Gastgeberinnen wurden einige Minuten später durch einen Kopfball von Laura Freigang (6.) erstmals gefährlich – und spielten anschließend druckvoll und mit Tempo weiter.

Freigang erzielt Frankfurter Pausenführung

Allerdings vermochte auch der Sport-Club immer wieder spielerische Akzente zu setzen. Ein Ergebnis war die zweite Möglichkeit, ein Schrägschuss von Lisa Kolb (13.), den ebenfalls Altenburg parierte. Die SC-Frauen, die unter dem Frankfurter Abendhimmel im hellblauen Dress, dem nominell vierten Trikot antraten, zeigten Präsenz, agierten als Team gut strukturiert und kompakt und gestalteten die Begegnung offen. Auch defensiv präsentierten sich die Gäste konzentriert und stabil. Letzteres galt auch für die Hessinnen, sodass weitere Torchancen zunächst auf sich warten ließen.

Ärgerlich war deshalb, dass aus der nächsten Gelegenheit für Frankfurt prompt die Führung resultierte. Nach einer Balleroberung von Geraldine Reuteler gegen Lisa Karl flankte die Frankfurterin vor das Tor, wo Adamczyk zunächst gegen Freigang abwehren konnte, doch die Angreiferin spitzelte den Ball im zweiten Versuch in die kurze Ecke (37.). Der Sport-Club kam noch vor der Pause zu einer großen Ausgleichsmöglichkeit. Bei einem Konter startete Luca Birkholz Richtung Frankfurter Tor, doch ihren Schuss aus rund neun Metern parierte Altenburg erneut stark (44.).

Senß erhöht nach dem Wiederanpfiff

Die zweite Halbzeit eröffneten die Hessinnen mit einer ersten Gelegenheit. Der Schuss von Ereleta Memeti (48.) ging aber über das Tor. Ebenfalls zu hoch zielte kurz darauf Reuteler bei ihrem Abschluss. Auf der Gegenseite wurde nach einem Eckball ein Schuss von Karl noch ins Toraus abgefälscht. Wenig später leitete ein Fehler im Spielaufbau den zweiten Frankfurter Treffer ein. Memeti setzte sich anschließend mit einem Dribbling im Strafraum durch, ihren Rückpass schoss Elisa Senß (53.) aus dem Rückraum ein.

Schon kurz darauf erarbeitete sich der Sport-Club zwei Möglichkeiten zum Anschlusstreffer, die jeweils Altenburg vereitelte. Zunächst parierte die Torhüterin nach einer Flanke von Tessa Blumenberg einen Kopfball von Birkholz (57.). Kurz darauf war es Blumenberg, die den Ball mit einem artistischen Schuss Richtung Eintracht-Tor beförderte, aber Altenburg wehrte zur Ecke ab. Was die Anzahl der Chancen anging, lag der Sport-Club keineswegs im Hintertreffen, die Frankfurterinnen zeigten sich jedoch effektiver im Abschluss. Glück hatten die SC-Frauen, als Lisanne Gräwe (65.) mit einem wuchtigen Distanzschuss nur die Latte traf.

Vobian trifft Pfosten, Blomqvist zum Endstand

Frankfurt hatte im zweiten Durchgang insgesamt mehr Spielanteile, der Sport-Club hielt aber weiterhin dagegen und war bemüht, zu weiteren Möglichkeiten zu kommen, um noch einmal zu verkürzen. Birkholz (75.) versuchte es aus der Distanz vergeblich. Nahe am Anschlusstor dran war danach Vobian (79.), die aus spitzem Winkel den Pfosten traf. Nach Svenja Fölmli waren beim SC mit Sophie Nachtigall und Leela Egli frische Offensivspielerinnen in die Partie gekommen. Endgültig entschieden wurde die Partie aber durch eine Frankfurter Einwechselspielerin. Rebecca Blomqvist (84.) erzielte auf Zuspiel von Nadine Riesen mit einem Schuss ins lange Eck den dritten Treffer für die Gastgeberinnen.      

„Auch in der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, aber heute sollte es so sein, dass wir ohne Tor und auch ohne Punkte aus Frankfurt zurückfahren“, bedauerte SC-Trainer Kapllani. In der Google Pixel Frauen-Bundesliga folgt nun eine dreiwöchige Länderspielpause. Anschließend erwarten die SC-Frauen, die weiterhin auf dem siebten Tabellenplatz stehen,  am Freitag, den 13. März (18.30 Uhr) im Dreisamstadion den 1. FC Nürnberg.

Dirk Rohde

Foto: Marco Steinbrenner (DeFodi Images)

Stenogramm

Eintracht Frankfurt: Altenburg – Riesen, Doorsoun, Veit, Lührßen (88. Wolter) – Gräwe, Memeti (68. Blomqvist), Senß (88. Markou), Freigang (78. Chiba) – Reuteler, Anyomi (78. Alguacil) 
Trainer: Niko Arnautis 
Bank: Krumme (Tor), Ivelj, Oestenstad, Teulings 
  
SC Freiburg: Adamczyk – Szenk, Sigurðardóttir (68. Axtmann), Stierli, Karl – Schneider, Felde – Kolb (68. Fölmli), Vobian (80. Egli), Blumenberg (88. Bienz) – Birkholz (80. Nachtigall) 
Trainer: Edmond Kapllani 
Bank: Reimann (Tor), Stegemann, Ojukwu, Schick 
  
Tore: 1:0 Freigang (37.), 2:0 Senß (53.), 3:0 Blomqvist (84.) 
Gelbe Karten: 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichterin: Davina Lutz (Poppenhausen) 
Zuschauer/innen: 2.450 

 

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