Auswärtspunkt zum Abschluss der Saison

Frauen & Mädchen
17.05.2026

Die Frauen des SC Freiburg haben am letzten Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga bei der SGS Essen 1:1 (0:0) gespielt. Die Führung der Gastgeberinnen glich Svenja Fölmli (86.) aus. Die SC-Frauen beenden die Spielzeit 2025/26 auf dem achten Tabellenplatz.

Im Stadion an der Hafenstraße trat der Sport-Club noch einmal vor einer großen Kulisse an: 5.738 Zuschauerinnen und Zuschauer waren zum Saisonfinale gekommen, um ihre Mannschaft, die vor dem Spiel nur noch eine rechnerische Chance auf den Klassenerhalt besessen hatte, beim vorerst letzten Bundesligaspiel zu unterstützen. Aber auch einige Fans aus Freiburg hatten die Reise ins Ruhrgebiet zum letzten Punktspiel der SC-Frauen angetreten und bereicherten die neue Essener Rekordkulisse.

Während die Punkteteilung für die Gastgeberinnen endgültig den Abstieg bedeutete, zeigte sich SC-Trainer Edmond Kapllani mit dem Auswärtspunkt zum Abschluss weitgehend zufrieden. „Wir haben die Saison mit einem 1:1 in Bremen begonnen und wir beenden sie auch mit einem 1:1. Wir haben hier teilweise guten Fußball gespielt, aber die Chancen, die wir hatten, zunächst nicht genutzt“, so der SC-Trainer. „Dadurch hat sich das Spiel dann in eine Richtung gedreht, die nicht hätte sein müssen. Trotzdem bin ich am Ende natürlich zufrieden, dass wir noch den Ausgleich erzielen und einen Punkt mitnehmen.“

Umstellungen im halben Dutzend

Gegenüber dem 2:4 im letzten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg gab es in der finalen Saisonstartelf sechs Veränderungen. Mit Zoe Schick, Mia-Lena Maas und Ingibjörg Sigurðardóttir rückten drei Spielerinnen neu in die Viererabwehrkette. Im Mittelfeld ersetzte Leela Egli die wegen muskulärer Beschwerden fehlende Lisa Kolb, und Nicole Ojukwu begann anstelle von Maj Schneider. Alena Bienz rückte diesmal in den Angriff und startete dort an der Seite von Sophie Nachtigall, für die Svenja Fölmli zunächst auf der Bank Platz nahm.

Verzichten musste der Sport-Club weiterhin auf Ally Gudorf (persönliche Gründe), Laura Benkarth (schwanger), Tessa Blumenberg (Reha nach Knie-Operation), Nia Szenk und Luca Birkholz (beide muskuläre Probleme).

In einer kampfbetonten Anfangsphase zeigten die Gastgeberinnen einen offensiven Beginn. Der Sport-Club hielt allerdings entschlossen dagegen. Egli wurde bei einem ersten Abschluss noch entscheidend von einer Gegenspielerin bedrängt. Wenig später ging ein Distanzschuss der Schweizerin am Tor vorbei. Grundsätzlich blieb die Auftaktviertelstunde aber auf beiden Seiten noch ohne klare Chancen. Die bis dahin beste Gelegenheit leitete Ojukwu mit einem präzisen Pass in die Tiefe auf Lisa Karl ein. Den Schuss der SC-Kapitänin konnte Torhüterin Kim Sindermann jedoch abwehren (21.).

Wenige klare Chancen vor der Pause

Die SC-Frauen hatten mittlerweile weitgehend die Spielkontrolle übernommen, mussten aber vor Kontern der Essenerinnen auf der Hut sein. Trotzdem waren auch nach einer halben Stunde keine weiteren Gefahrenmomente vor den Toren dazu gekommen. Bei einem Schuss von Leonie Köpp musste SC-Torhüterin Rebecca Adamczyk in ihrem letzten Spiel für den SC Freiburg erstmals eingreifen.

Unmittelbar darauf fehlte erneut nicht viel zur Führung für die SC-Frauen. Nach einer Hereingabe von Egli hatte Bienz den Ball bereits über Torhüterin Sindermann gehoben, doch Verteidigerin Paula Flach verhinderte mit einer artistischen Rettungstat vor der Linie noch den Rückstand (42.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wehrte dann noch einmal Adamczyk gegen Jaqueline Meißner ab. Einschließlich der Hinrudenpartie hatten beide Mannschaften schließlich die dritte torlose Halbzeit gegeneinander in dieser Saison absolviert. 

Rückstand nach Standardsituation

Personell unverändert startete der Sport-Club in die zweite Hälfte. Die Freiburgerinnen blieben offensiv die aktivere Mannschaft und versuchten auch mit geduldigem Kombinationsspiel zu den nächsten Gelegenheiten zu kommen. Nach einer Stunde hatte sich aber bis auf einen Kopfball der Essenerin Beke Sterner nach einer Ecke erneut noch nicht allzu viel vor den beiden Toren getan. Bei den SC-Frauen waren zuvor Greta Stegemann und Alina Axtmann neu ins Spiel gekommen. Auch für Stegemann war es nach zehn Jahren die letzte Begegnung im SC-Trikot.

Das vorerst letzte Bundesligator für die Gastgeberinnen gelang schließlich nach einer weiteren Essener Ecke Beke Sterner (71.). Nach einem Kopfballduell reagierte die Mittelfeldspielerin am schnellsten und traf aus fünf Metern zur Führung für die SGS Essen. Für die SC-Frauen hieß es nach dem Rückstand zunächst, weiter dagegenzuhalten, da die Gastgeberinnen weiter drängten. Ein Kopfball von Laura Pucks ging über das Tor (80.).

Fölmli erzielt Ausgleich zum Abschied 

Für den Sport-Club versuchte es Egli kurz darauf mit einem Schuss, der aber geblockt wurde. Schließlich war es Meret Felde, die mit einem Pass auf die ebenfalls ins Spiel gekommene Svenja Fölmli den Ausgleich einleitete. Die Schweizerin umkurvte Sindermann und traf aus spitzem Winkel zu ihrem achten Saisontor unter die Latte (86.). Es war zugleich ihr Abschiedstreffer, denn auch die Angreiferin verlässt den Sport-Club nach dieser Saison und spielt künftig für die TSG Hoffenheim.

Wie bereits vor zwei Wochen in Jena galt es nach dem Abpfiff aus Freiburger Sicht erneut einem abgestiegenen Gegner Trost und Beifall zu spenden. Nach 22 Jahren in der Frauen-Bundesliga muss die SGS Essen als Vorletzter erstmals den Gang in die 2. Liga antreten. Der SC Freiburg beendete seine insgesamt 25. Bundesligasaison, die nach der Aufstockung erstmals 26. Spieltage umfasste, mit 34 Punkten auf dem achten Tabellenplatz.

„Die Zeit ist sehr schnell vergangen“, sagte Edmond Kapllani nach seiner ersten Spielzeit als SC-Cheftrainer. „Auch wenn ich mir vielleicht noch mehr Punkte gewünscht hätte, haben wir für Furore gesorgt und viele gute Spiele gezeigt“, so der Coach. „Der Mannschaft gebührt ein Kompliment für ihre Einstellung und für das Engagement, das sie Woche für Woche gezeigt hat. Insgesamt bin ich deshalb mit der Saison auf jeden Fall zufrieden.“

Dirk Rohde

Foto: SC Freiburg

Stenogramm

SGS Essen: Sindermann – Bäcker, Ostermeier (84. Debitzki), Pucks (84. Feldkamp) – Sterner, Platner, Flach – Meißner (73. Berentzen), Touon  – Maier (84. Olsen), Köpp (73. Kowalski) 
Trainerin: Heleen Jaques 
Bank: Palmen (Tor), Lucassen (Tor), van Belle, Potsi 
  
SC Freiburg: Adamczyk – Schick (62. Stegemann), Maas (62. Axtmann), Sigurðardóttir, Karl – Egli, Ojukwu (73. Schneider), Felde, Vobian (88. Scherer) – Nachtigall (73. Fölmli), Bienz 
Trainer: Edmond Kapllani 
Bank: Dübel (Tor), Stierli, Simmen 
  
Tore: 1:0 Sterner (71.), 1:1 Fölmli (86.) 
Gelbe Karten: Maier – Maas, Ojukwu, Nachtigall 
Gelb-Rote Karten: 
Rote Karten: 
Schiedsrichterin: Miriam Schwermer (Rieder) 
Zuschauer/innen: 5.738 

 

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