Auf allen Wegen aus allen Richtungen
An Heimspieltagen der SC-Profis reisen fast 35.000 Fans ins Europa-Park Stadion. Drei Fan(gruppen) haben wir auf ihrem Hinweg ins Stadion begleitet: einen Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) aus Offenburg, eine Auto-Fahrgemeinschaft aus Lörrach und eine Radpendlerin aus Schallstadt.
Drei Stunden vor Anpfiff arbeitet Esther Preiser manchmal noch im Garten, füttert ihre Hühner und Schafe. Sie wird erst in knapp einer Stunde aufs Rad steigen, um von Schallstadt aus zum Europa-Park Stadion zu fahren.
Auch bei der Familie Tittel in Lörrach ist zu dem Zeitpunkt noch alles ruhig: Alina Tittel (20) „chillt“ oder isst was, kann jedenfalls entspannt warten, bis ihr Vater nach Hause kommt, damit sie sich langsam fertigmachen können für die Autofahrt nach Freiburg.
Geschichten von früheren Besuchen im Stadion
Während in Lörrach und Schallstadt also noch gewartet wird, sitzt Klaus Goldo bereits im Stadtbus S4, um von seinem Wohnort im Norden Offenburgs, vom Stadtteil Windschläg zum Bahnhof zu kommen. Von dort geht’s kurz darauf weiter gen Freiburg. Am liebsten mit einem Regionalexpress, sagt der 75-Jährige. Die halten nicht so oft wie die Regionalbahnen, da brauche er also von Offenburg nach Freiburg nur knapp 45 Minuten. Und diese 45 Minuten nutzt er dann auch gut. Gerne zum Plaudern.
Allein sitzt Klaus Goldo an Heimspieltagen des SC Freiburg nicht im Zug. Je näher er Freiburg kommt, desto mehr SC-Anhänger steigen ein, die an Schals, Trikots, Mützen und Fahnen zu erkennen sind. Zwei junge SC-Fans zum Quasseln hat Klaus Goldo gefunden, nachdem sie in seiner Vierersitzgruppe platzgenommen haben. Der gebürtige Freiburger liebt Geschichten von früheren Besuchen im Dreisamstadion, SC-Fan ist er nämlich schon seit Geburt an, wie er sagt. Nachdem er Ende der 70er-Jahre aus beruflichen Gründen nach Offenburg gezogen war, blieb er dem Sport-Club weiter treu, fuhr weiterhin zu fast jedem Heimspiel, bis auf wenige Ausnahmen stets mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Damals eben noch via Freiburger Hauptbahnhof Richtung Osten, nach Littenweiler ins Dreisamstadion. Sein liebster Trick war, nach Abpfiff auf der gegenüberliegenden Seite in die Straßenbahn einzusteigen, um an der Endhaltestelle Laßbergstraße drin zu bleiben, also einen sicheren Sitzplatz zu haben, wenn die Linie 1 wieder Fahrt aufnahm und auf dem Weg zum Hauptbahnhof die Scharen an SC-Fans einsammelte. „ÖPNV“, sagt Klaus Gordo, sei schon immer sein liebstes Verkehrsmittel gewesen. „Da kann man entspannt mitfahren, hat keinen Stress, erlebt etwas, trifft Menschen.“
34 Prozent kommen mit dem ÖPNV
Diese Vorzüge dürften auch die anderen SC-Fans teilen, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu Heimspielen des SC Freiburg anreisen. Laut einer Mobilitätsanalyse, die der SC Freiburg auch 2025 wieder mittels einer großangelegten Fanbefragung (16.224 valide Mobilitätsdaten wurden ausgewertet) durchgeführt hat, kommen 34 Prozent der Stadionbesucher/innen mit dem ÖPNV zum Stadion – dazu gehört die Anreise mit der Straßenbahn (14 Prozent), dem Regionalverkehr (8 Prozent), der S-Bahn (7 Prozent) und dem Fernverkehr, also ICE, EC und Co. (2 Prozent). Konkret sind es also knapp 11.000 Stadionbesucher/innen an jedem Spieltag, die ÖPNV nutzen. Um diese Wahl des Reisemittels weiter zu unterstützen und noch attraktiver zu gestalten, bietet der SC Freiburg bereits seit 1993 gemeinsam mit dem Regio-Verkehrsverbund-Freiburg (RVF) ein KombiTicket an: Fans dürfen ihre Eintrittskarte als kostenfreien Fahrschein zur einmaligen Hin- und Rückfahrt zum Stadion für den gesamten Linienverkehr des RVF (2. Klasse) nutzen. Zur Saison 2023/24 hat der Sport-Club das Angebot nochmals ausgebaut, seither gilt das KombiTicket bereits fünf Stunden vor Spielbeginn und nach Abpfiff bis Betriebsende. „Das sind im Vergleich zur Vorsaison drei Prozent mehr Nutzer/innen des ÖPNV“, zeigt sich Hanno Franke, Bereichsleiter Marketing und Nachhaltigkeit beim SC Freiburg, erfreut.
Auch Klaus Goldo nimmt das Angebot gern in Anspruch. An Samstagsspieltagen fährt er häufig noch etwas früher los als üblich, um zwischendurch auf dem Freiburger Münsterplatz haltzumachen: „Zeit für eine Lange Rote muss immer sein.“
Zwei Stunden vor Anpfiff …
… bewegt sich dann auch was in Schallstadt und Lörrach. Vater Michael Tittel (59) muss als Sozialarbeiter öfter mal am Wochenende ran, kommt bisweilen erst zwei Stunden vor Anpfiff der SC-Heimpartie nach Hause. An solchen Tagen muss es flott gehen: Arbeitsklamotten aus, SC-Trikot an, in die Schuhe rein, aus dem Haus raus, Motor starten. Und so rollen Michael und Tochter Alina mit dem Neunsitzer vom Zuhause im Lörracher Stadtteil Tüllingen zum Dorfplatz, wo bereits Andi, Kelle, Jonas und Co. warten. Freunde, die seit Jahren schon Dauerkarten besitzen, früher noch fürs Dreisamstadion, heute fürs Europa-Park Stadion.
Zwei Freunde sind noch vom Ortsteil Stetten hochgefahren, meist vollbeladen geht die Fahrt dann los. Runter nach Weil am Rhein auf die Autobahn, die A5 hoch bis nach Freiburg, auf dem Zubringer Richtung Stadt, wo sie in der Nähe des Stadions einen kostenlosen Parkplatz gefunden haben, um von dort aus noch für das letzte Stückchen die Straßenbahn zu nehmen.
Kostenlose Nutzung von Park&Ride
Park&Ride – beliebt auch bei vielen anderen Stadionbesucher/innen, die mit dem Auto anreisen. Von den 32 Prozent der Heimspielbesucher/innen, die laut der aktuellen SC-Mobilitätsanalyse mit dem Auto oder Kleinbussen zu den Heimspielen reisen, kombinieren 22 Prozent die Anreise mit einem Auto und einem anderen Verkehrsmittel. Am häufigsten wird dabei das Auto mit ÖPNV kombiniert (89 Prozent).
Offizielle Park&Ride-Möglichkeiten für Stadionbesucher/innen gibt es an den Haltestellen Gundelfinger Straße, Moosweiher, Paduaallee, Bissierstraße und Munzinger Straße. Sowohl Dauerkarten als auch Tagestickets berechtigen zur kostenlosen Nutzung dieses Angebots.
13 Prozent kommen zu Heimspielen mit dem Rad
Während die Fahrgemeinschaft aus Lörrach Richtung Norden fährt, Radio hört, Spieltipps abgibt und über Fußball fachsimpelt, schließt Esther Preiser aus Schallstadt ihr Fahrrad auf und radelt gemeinsam mit ihrem Mann Klaus los: den Leutersberg über die Reben hinab nach St. Georgen, von dort auf die Fahrradschnellstrecke FR2, an den Bahnschienen entlang bis zum Universitätsklinikum, noch fünf Mal abbiegen, schon sind sie da. Bei Wind und Wetter, sagt die 54-Jährige, nutzen sie das Fahrrad. Da kann es stürmen, regnen oder schneien – zum Rad gibt’s keine Alternative. Das war früher zu Dreisamstadion-Zeiten schon so und ist bis heute so geblieben. Und so hat Esther Preiser knapp 30 Minuten auf dem Rad, zurück noch mal so lang – „also eine Stunde lang frische Luft und Bewegung, das ist doch toll“.
Wie die Mobilitätsanalyse ergeben hat, fahren zu den Heimspielen des SC Freiburg im Schnitt 13 Prozent mit dem Fahrrad an. Manchmal mehr, manchmal weniger – nicht jeder trotzt dem Wetter so wie Esther Preiser und ihr Mann („es kommt nur auf die richtige Bekleidung an“).
Haupt- und Trikotsponsor JobRad ermittelt seit Frühjahr 2023 die Fahrrad-Fanzahl. Dabei werden alle Stadionbesucher/innen von Heimspielen erfasst, die mit dem Fahrrad anreisen. Der Rekord wurde in der Saison 2023/24 aufgestellt: 7.502 Räder wurden bei der Partie gegen den 1. FC Heidenheim gezählt. Da JobRad für jedes Fanrad einen Euro an gemeinnützige Organisationen aus der Region spendet, kamen in den vergangenen zwei Jahren so schon mehr als 200.000 Euro zustande, die JobRad ausgeschüttet hat. „Auch das ist für mich ein Anreiz, immer, wirklich immer mit dem Rad zu kommen und so mit unseren zwei Euro jedes Mal einen kleinen Beitrag zu leisten“, sagt Esther Preiser: „Dadurch tue ich nicht nur mir etwas Gutes.“
Eine Stunde vor Anpfiff …
… ruft Klaus Goldo „hallo Christine“. Eben ist er mit der Straßenbahn an der Haltestelle „Europa-Park Stadion“ angekommen, nun zu Fuß auf dem Boulevard in Richtung Stadion, wo er Christine Barnikol trifft, eine von rund 30 Volunteers, die an Heimspieltagen des SC Freiburg die Fans unterstützen – unter anderem mit dem SC-Mobil. Der Elektroshuttle verkehrt seit Beginn der Saison 2022/23 auf dem Boulevard, befördert in ihrer Mobilität eingeschränkte Fans von der Straßenbahnhaltestelle zum Eingang E1. Am Anfang, erinnert sich Fahrerin Christine Barnikol, sei das Angebot zögerlich angenommen worden. Mittlerweile steht das SC-Mobil ab zwei Stunden vor Spielbeginn sowie im Anschluss an die Partien kaum mehr still. Es wird so gut genutzt, dass man schon Klappstühle für die Wartenden organisiert hat, Platzkärtchen verteilt, damit jeder weiß, wann er als nächstes einen der sechs begehrten Sitzplätze im Shuttle bekommt.
„Hallo Klaus“, ruft Christine Barnikol zurück. SC-Mobil-Mitfahrer und -Chauffeure kennen sich. „Dieser Fahrservice ist großartig“, findet Klaus Goldo. „Er wäre noch toller, wenn es zwei SC-Mobile gäbe“, sagt eine Mitfahrerin: „Vor allem nach dem Spiel ist der Andrang groß.“
Immer wieder Ungeplantes
Aber erst mal Hinweg. Gut drei Minuten dauert die Fahrt, Zeit für ÖPNV-Anekdoten. Schwierig sei es, sagt Klaus Goldo, wenn die SC-Spiele spät angepfiffen werden. Gerade nach Europa-League-Partien mit Anstoßzeiten von 21 Uhr habe er etwas bibbern müssen, nach Abpfiff alle Züge und Busse auch zu erreichen. Da habe er dann manchmal das Rad am Offenburger Bahnhof abgestellt, damit er nachts noch nach Hause kam („So spät fahren dort keine Busse mehr“).
Und immer wieder gibt’s auch Ungeplantes: Oberleitungsschäden etwa. Da saß er nach einem Spiel mal nachts um zwei Uhr noch im Zug am Freiburger Hauptbahnhof fest. Aber gut, dann unterhält man sich eben. Mit der Tina, die auch nach Offenburg muss und dort in einem Buchladen arbeitet. Oder mit dem Alex, der in einer Gärtnerei jobbt und auf der Osttribüne ganz in seiner Nähe sitzt. Klaus Goldo hat im Zug schon etliche SC-Fans kennengelernt.
Autos sind im Schnitt mit 2,7 Personen besetzt
Während Klaus Goldo im SC-Mobil zum Europa-Park Stadion fährt, haben Alina und Michael Tittel ihr Auto gerade am Parkplatz P4 abgestellt. Die Mitfahrenden sind flott rein ins Stadion, stehen schon mal an für Wurst und Bier. Zu siebt sind sie an diesem Tag hochgefahren – und heben damit die durchschnittliche Auslastung von mit dem Auto anreisenden Fans.
Wie die Mobilitätsanalyse ergeben hat, sind Autos im Schnitt mit 2,7 Personen besetzt. 25 Prozent sind voll beladen, 64 Prozent haben freie Plätze. Für Anna Beck von der Projektgruppe Nachhaltigkeit des SC Freiburg bedeuten diese Zahlen Handlungsbedarf. Man wolle Fans weitere Reize schaffen, bei der Anreise leichter aufs Auto zu verzichten, ansonsten die Fahrten aber in Fahrgemeinschaften anzutreten. So wirbt der SC Freiburg auch offensiv für ein offizielles Mitfahrportal der Deutschen Fußball Liga (DFL), das es seit Anfang 2025 gibt. Das Portal (bundesliga-mitfahrportal.de) ermöglicht es Fans, deutschlandweit Fahrgemeinschaften zu bilden und so nicht nur die individuellen Reisekosten zu reduzieren, sondern auch aktiv einen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen zu leisten. Das finden auch Alina und Michael Tittel wichtig, weswegen sie die Lörracher Fahrgemeinschaft schon seit Jahren so organisieren und möglichst immer in größerer Gruppe reisen. Zur leichteren Organisation haben sie die interne Whatsapp-Gruppe „SC-Fanbus“ gegründet, mit der sich die Fahrten leicht planen lassen, sobald jeder weiß, für welche Spiele er Tickets erhalten hat. „Das klappt reibungslos“, sagt Michael Tittel.
Irgendwo findet sich immer ein Zaun oder ein Laternenpfahl
Während nun auch Michael und Alina Tittel nach dem Shooting endlich ins Stadion können, und auch Klaus Goldo mit dem SC-Mobil angekommen ist und seinen Sitzplatz auf Ost ansteuert, ist Esther Preiser mit dem Rad am Stadion angelangt. 3.700 Fahrradstellplätze mit Bügeln hat der SC Freiburg rund ums Stadion eingerichtet. Aber auch wenn alle besetzt sind, findet sich immer noch irgendwo ein Zaun oder ein Laternenpfahl zum Anschließen. Frühbucher können gar in den Genuss eines abgegrenzten und kontrollierten Fahrrad-Parkplatzes direkt vor dem Stadion kommen, in der sogenannten Rad-Ecke, die der Sport-Club kurz nach Beginn der Spielzeit 2023/24 ins Leben gerufen hat. Für zwei Euro kann man sein Rad dort abstellen, die Einnahmen spendet der SC Freiburg am Ende der Saison an die gemeinnützige Organisation, die sich für nachhaltige Mobilität engagiert.
Auch Service-Stationen mit gängigem Fahrradwerkzeug und Luftpumpen stehen SC-Fans seit Frühling 2024 zur Verfügung: zwei am Europa-Park Stadion, je eine an der Freiburger Fußballschule und am Dreisamstadion. Ein weiteres Plus für Radfahrer, auch wenn es Esther Preiser bis heute noch nie in Anspruch nehmen musste. In den vergangenen 15 Jahren kam sie bei ihren Fahrten zum Stadion und zurück bislang immer ohne Panne aus. „Das darf ruhig so bleiben.“
Anpfiff
Das Spiel läuft. Alle Fans sind da, sitzen oder stehen. Die Mobilität beschränkt sich nun aufs Toilette gehen oder Getränkeholen. Der Heimbereich des Europa-Park Stadions war seit dem Umzug im Herbst 2021 immer ausverkauft. Heißt: Mindestens gut 31.000 Heimfans reisen an jedem Spieltag an und wieder ab. Und auch die Auswärtsfahrten fließen in die Berechnung der betrieblichen Gesamtemissionen ein, die der Sport-Club jährlich durchführt.
Gut 56 Prozent der Emissionen entfallen auf den Bereich Mobilität, unterteilt auf Fanmobilität, Geschäftsverkehr und Arbeitswege der Mitarbeitenden, wobei allein die Fanmobilität 90 Prozent dieses Teilbereichs ausmacht. „Daher ist es nicht verwunderlich, dass Mobilität, genauer gesagt nachhaltige Mobilität, eines unserer wichtigen Handlungsfelder ist“, sagt Nachhaltigkeitsmanagerin Anna Beck. Als Verein wolle man im Bereich Mobilität an vielen Stellschrauben drehen oder zumindest Anreize schaffen, „um CO2-Emissionen zu reduzieren und damit einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten“.
KombiTickets gibt es seit 30 Jahren
Zahlreiche Maßnahmen hat der SC Freiburg diesbezüglich in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt, angeschoben oder unterstützt. Zum Beispiel die KombiTickets, die es nun seit mehr als 30 Jahren gibt. Die Park&Ride-Möglichkeiten in der Region, die man laut Anna Beck künftig noch ausbauen wolle. Radfreundliche Maßnahmen wie die Rad-Ecke, die Servicestationen, die zum Radfahren animierende Fahrradfanzahl oder auch die Installation einer Leihrad-Station („Frelo“) am Europa-Park Stadion. Nicht zu vergessen die knapp 25 zusätzlich verkehrenden Straßenbahnen an Heimspieltagen. Die „SBG-Sportbusse“ zu Sonderkonditionen für Menschen aus dem Umland, die Anfang des Jahres 2025 noch mal durch eine neue Linie ausgebaut wurden. Oder auch die offensive Bewerbung des DFL-Mitfahrportals.
„Wir wissen, dass das Thema Mobilität und im Speziellen das Thema Fanmobilität kein kurzfristiges Projekt ist, sondern wir mit Ausdauer und immer wieder neuen Überlegungen am Ball bleiben müssen, weil es das Schwierigste überhaupt tangiert – die Frage, wie ändere ich eigenes Verhalten“, erklärt Hanno Franke die Aufgabenstellung.
Abpfiff
Das Stadion leert sich, die Fans brechen wieder auf. Knapp 18 Prozent haben einen äußerst kurzen Nachhauseweg, wohnen im Stadtkreis Freiburg. 17 Prozent reisen in den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zurück, 11 Prozent in den Landkreis Emmendingen, 10 Prozent in den Ortenaukreis, 6 Prozent nach Lörrach und Umgebung. Einige fahren zurück in den Landkreis Konstanz (fast 3 Prozent), einige mehr auch in die Schweiz (fast 4 Prozent) und wenige nach Frankreich (0,5 Prozent) oder nach Rheinland-Pfalz (1 Prozent).
Esther Preiser wird auch an jenem Abend keine Fahrradpanne erleben, nach (er)frischen(den) 30 Minuten wieder daheim in Schallstadt ankommen. Alina und Michael Tittel und ihre Mitfahrer werden nach gut einer Stunde und einer umfassenden Spielanalyse wieder in Lörrach eintreffen. Klaus Goldo wird dann noch ein bisschen unterwegs sein, gerade an Abendspielen erst zu später Stunde daheim ankommen: nach Fahrten im SC-Mobil, in der Straßenbahn, im Zug, am Ende noch im Bus oder auf dem Rad. „Das sind in der Tat echt lange Fahrten zu den SC-Spielen und zurück“, sagt Klaus Goldo. „Aber allein für die vielen Erlebnisse lohnt es sich: sowohl im Stadion als auch in den Zügen und Bahnen.“
Autor: Christian Engel / Foto: Jasmyn Groeschke

