Klubgeschichte

Dieses Bild von 1904 zeigt die stolzen Fußballer des FC Schwalbe. Sie gehören zu den Gründungsvätern des Sport-Clubs, wie wir ihn heute kennen und lieben. Es war ein langer Weg von den staubigen Exerzierplätzen des Kaiserreichs auf den Rasenteppich des SC-Stadions.

1903 bis 1945 - Die Anfänge

Von Otto Schnekenburger*

Der 12. Februar 1928 war das Glanzlicht in einer an Aufsehen erregenden Erfolgen armen Vereinsgeschichte des SC Freiburg bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Wobei auch bei diesem Großereignis die eigentliche Attraktion der Gegner war. Ein neuer Spielmodus, das sogenannte „Mainzer Spielsystem", hatte dem SC Freiburg als Drittplatziertem der Bezirksliga Baden eine Spielrunde mit namhaften Gegnern aus ganz Süddeutschland beschert. Und an jenem Tag im Februar war der FC Nürnberg, waren die Clubberer, nach Freiburg gekommen. Vor 6000 staunenden und begeisterten Freiburgern zeigte sich der SC dem prominenten aber überheblichen Gast gleichwertig, taktisch sogar überlegen. Durch Treffer von Mayer und Baumgart gelang ein 2:1.

1945 bis 1993

Von Toni Nachbar

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte es lange dauern, bis der Sport-Club in Südbaden zu den feineren Adressen zählte. Die Verantwortlichen mussten wirtschaftliche und strukturelle Schwierigkeiten lösen, ehe die Weichen auf Erfolg gestellt werden konnten. Da gab es die ungeliebte Zwangsehe mit der Freiburger Turnerschaft (FT), in die der SC 1938 geflüchtet war, um seine nackte Existenz zu retten. Als die ersten SC-Spieler unter den Kriegsheimkehrern, angeführt von den begeisterten Machern Erwin Stroh, Fritz Räpple und Hubert Pfaff, wieder eine Mannschaft auf die Beine stellten, war die Bereitschaft der Turner, sie in die Unabhängigkeit ziehen zu lassen, gering: Erst 1952 kam es zur Trennung von der FT von 1844 und zur rechtlichen Neugründung des Sport-Club.

 

Doch noch bis 1954 war der SC auf den guten Willen der FT angewiesen: Der Verein besaß keinen eigene Sportanlage mehr, beim großen Rivalen Freiburger FC im Mösle war er kein gern gesehener Gast, ab 1950 unternahm die Nummer eins aus Freiburg viel, um den SC aus ?ihrem" Stadion fern zu halten. Das größte sportliche Problem des Sport-Club aber war sein glanzloses Image eines armen ?Arbeitervereins", der mit dem renommierteren FFC nicht mithalten konnte: Gute Spieler, Zuschauer und etwaige Geldgeber zog es ins Mösle, wo der fußballerische Stolz der Stadt aufwartete.