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SC siegt 5:0 beim Offenburger FV

 

Kluger Schirmherr sieht trockene Treffer

Der SC Freiburg hat am Dienstagabend sein viertes Testspiel in der Vorbereitung beim Oberligisten, DFB-Pokalteilnehmer und Kooperationsverein Offenburger FV mit 5:0 (1:0) gewonnen. In der Partie vor 2.430 Zuschauern im Karl-Heitz-Stadion, die wegen eines Gewitters kurz nach Spielbeginn für eine Viertelstunde unterbrochen werden musste, trafen Fallou Diagne (9.), Erik Jendrisek (50./87.), Anton Putsila (61.) und Marco Terrazzino (71.).

 

Es gibt Menschen, die haben einen außerordentlich guten Instinkt. Fußballspielern sagt man das gerne nach, aber auch Fans können bisweilen durch gute Antizipation glänzen. Als vor dem vierten Testspiel des SC Freiburg im Rahmen der Saisonvorbereitung beim Offenburger FV bei schwül-warmem und sonnigem Wetter ein Besucher mit gleich vier Regenschirmen für sich und seine Freunde vom Auto Richtung Karl-Heitz-Stadion spazierte, war dies eher ein verwunderlicher Anblick. Dass seine Erklärung fundiert war, sollte sich eine halbe Stunde später zeigen: „Wenn sie hier unten spielen, regnet es immer."

 

Gewitterunterbrechung nach der SC-Führung

 

Und tatsächlich begann die Partie schließlich von sanftem Donergrollen und dunklen Wolken im Südwesten begleitet. Auch diesmal ließ Trainer Christian Streich beim südbadischen Pokalsieger, der an gleicher Stelle in der ersten DFB-Pokalrunde am 18. August den Zweitligisten FC St. Pauli erwartet, vor und nach der Pause zwei vollständig unterschiedliche SC-Formationen auflaufen. Die erste war nach einer Ecke und einem Kopfball von Fallou Diagne (9.) gerade in Führung gegangen, als Blitz und Donner in Stadionnähe gezogen waren und ein heftiger Regenguss einsetzte. Aus Sicherheitsgründen wurden die Mannschafen daraufhin vom Spielfeld beordert und die Begegnung noch einmal für eine Viertelstunde unterbrochen. Zwei Regenbögen freuten sich derweil über alle Besucher, die für diesen Fall mit einem oder mehreren Schirmen vorgesorgt hatten.

 

Danach kehrten nicht nur die Teams, sondern auch die Sonne zurück. Jonathan Schmid, der einst auch in der Jugend des Offenburger FV, der seit vielen Jahren ein Kooperationsverein der Freiburger Fußballschule ist,  gespielt hatte, bevor er zu den Junioren des SC Freiburg wechselte, gab den nächsten Erfolg versprechenden Torschuss ab und OFV-Torhüter Florian Streif konnte sich das erste Mal auszeichnen. Nach einer halben Stunde gelang den ambitionierten und für einen Fünftligisten gut kombinierenden Gastgebern ein schneller Konter, doch Daniel Batz verhinderte in einer Eins-zu-Eins-Situation gegen Valon Salihu den Ausgleich. Wirklich gefährliche Situationen ließ der Bundesligist dann bis zum Schluss nicht mehr zu. Auch Alexander Schwolow musste im zweiten Durchgang kein einziges mal ernsthaft eingreifen. Sein Gegenüber sorgte dagegen bis zur Pause noch dafür, dass es beim knappen Rückstand für Offenburg blieb. Zweimal wehrte er gegen Max Kruse ab, ein Schuss von Julian Schuster landete am Pfosten.

 

Klare Verhältnisse in der zweiten Hälfte

Dass die Mannschaft in den vergangenen anderthalb Wochen etliche Laufeinheiten hinter sich gebracht hat, die letzte noch am Vormittag, war den Spielern anzumerken. „Sie werden zurzeit schon stark beansprucht", sagte Christian Streich, der sich aber mit den bisherigen Testspiel-Auftritten zufrieden zeigte: "Wir haben die letzten zwei Wochen viel und hart trainiert. Trotzdem hat jeder Spieler richtig Engagement gezeigt und ist viel gelaufen." Zumal das SC-Spiel in der zweiten Hälfte noch einmal eine deutliche Belebung erfuhr, die sich schließlich auch in einem entsprechenden Resultat niederschlug. Erik Jendrisek (50.) erhöhte kurz nach der Pause auf Zuspiel von Mounir Bouziane. Und während hinter Alexander Schwolow die Güterzüge über die Gleise ratterten, standen seine Kollegen vor ihm phasenweise recht gut unter Dampf. Anton Putsila (61.), der heute zentral im Mittelfeld spielte, schloss ein schönes Solo mit dem dritten Treffer ab. Den vierten für den SC konnte OFV-Keeper Streif gegen Terrazzino gerade noch verhindern. Später ließ ihm der SC-Neuzugang nach einem schönen Durchspiel per Lupfer keine Chance (71.).

 

Einige sehenswerte Freiburger Kombinationen waren im zweiten Durchgang zu sehen, die Chancenquote nahm ebenfalls deutlich zu. Jan Rosenthal und Cedrick Makiadi hatten jedoch in der Schlussphase nicht das Abschlussglück, das sich Erik Jendrisek (87.) dann noch einmal erarbeitete. Nach einem Solo durchs Mittelfeld schloss der Slowake mit einem noch leicht abgefälschten Distanzschuss ab und erzielte das letzte Tor des Tages. Der endete auch für die wie immer zahlreichen Autogrammsammler positiv: kein neuer Gewitterregen weit und breit, oder zumindest nur weit. Poster und Blöcke konnten somit ganz unaufgeweicht den SC-Spielern nahe gebracht werden.

 

Wenn man so will, ist die erste Vorbereitungsphase für das Team von Trainer Christian Streich nun vorüber. Die Spieler des Sport-Club erhalten bis zur Abreise ins Trainingslager in Schruns/Österreich jetzt noch einmal eine Woche Urlaub vom täglichen Mannschaftstraining. Zum einen zur Regeneration, zum anderen aber mit individuellen Aufgaben für die Pause versorgt. Vom 18. bis zum 27. Juli findet dann in Schruns in Vorarlberg wie in den vergangenen Jahren das Sommer-Trainingslager statt. Außerdem auch das nächste Testspiel in der Vorbereitung am 25. Juli gegen den FC Vaduz aus Liechtenstein, der in der zweiten Liga der Schweiz spielt.

 

SC Freiburg (Erste Halbzeit): Batz - Mujdza, Ginter, Diagne, Sorg - Schuster, Flum - Schmid, Kruse, Caligiuri - Santini
Zweite Halbzeit: Schwolow - Höhn, Ferati, Guédé, Günter - Makiadi, Putsila, Rosenthal, Jendrisek - Terrazzino, Bouziane

 

Dirk Rohde