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Verdienter Auswärtssieg in Frankfurt

Der SC Freiburg hat am 20. Spieltag der Allianz-Frauen-Bundesliga sein Auswärtsspiel bei Rekordmeister 1. FFC Frankfurt mit 2:1 (1:0) gewonnen. Nachdem Hasret Kayikci ihre Mannschaft in der ersten Halbzeit in Führung gebracht hatte (16.), sorgte Klara Bühl im zweiten Durchgang für die Entscheidung (68.). Der Anschlusstreffer durch Lily Agg (90+3.) hatte keine Bedeutung mehr.

 

Im dritten Spiel der Englischen Woche wirbelte SC-Trainer Jens Scheuer seine Startelf im Auswärtsspiel beim 1. FFC Frankfurt gehörig durcheinander. Für Giulia Gwinn (Muskelfasserriss), Anja Maike Hegenauer, Janina Minge, Sarah Puntigam und Julia Simic (alle Bank) spielten Hasret Kayikci, Rebecca Knaak, Jobina Lahr, Lena Petermann und Carolin Schiewe von Anfang an.

 

Während es kurz vor dem Spiel noch heftig geregnet hatte, klarte der Himmel im Stadion am Brentanobad pünktlich zum Spielbeginn auf. Auf dem trotzdem immer noch nassen Rasen suchte der Sport-Club von Beginn an den Weg nach vorne und kam durch Lena Petermann zu seiner ersten Gelegenheit. Von Hasret Kayikci bedient, konnte die Nationalspielerin das Leder mit dem Kopf aber nicht genau genug aufs Tor bringen (3.).

 

Kayikci trifft zur Führung

 

Es war der Auftakt zu einer munteren Anfangsviertelstunde. Für die Gastgeberinnen hatte auf der Gegenseite Kumi Yokoyama die erste Gelegenheit, die, von Jackie Groenen bedient, an Majka Korenciova im SC-Tor scheiterte (7.). Nach einem zu ungenauen Abschluss von Klara Bühl (8.) und einem von Bryane Heaberlin gehaltenen Schuss Hasret Kayikcis, belohnte sich der Sport-Club nach 16 Minuten für seine Mühen. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld bediente Lena Petermann die auf der linken Seite mitgelaufene Rebecca Knaak, die in den Strafraum eindrang und den Ball in die Mitte zur freistehenden Kayikci passte. Die Nationalspielerin schaute kurz hoch und setzte das Leder anschließend überlegt in die kurze Ecke (16).

 

Auch bei der nächsten Offensivaktion des Sport-Club hatte Kayikci ihre Füße im Spiel. Der Pass der 26-Jährigen auf Lina Magull geriet jedoch etwas zu lang, Heaberlin konnte klären (22.). Für die Gastgeberinnen waren es dann wieder Groenen und Yokoyama, die für Gefahr sorgten. Beim Abschluss der japanischen Nationalspielerin war erneut bei Korenciova Endstation (25.).

 

Korenciova hält die Null

 

In den folgenden 20 Minuten bis zur Pause dominierten dann die disziplinierten Defensivreihen beider Teams, die jeweils nur noch eine Chance des Gegners zuließen. Nach 26 Minuten verpasste Lina Magull eine Flanke von Klara Bühl denkbar knapp. Fünf Minuten vor der Pause zeigte dann einmal mehr die slowakische Nationaltorhüterin Majka Korenciova ihr Können. FFC-Kapitänin Marith Prießen flankte in den Strafraum, Kathy Hendrich köpfte im hohen Bogen auf das Freiburger Tor. Korenciova lenkte den Ball mit einer Hand sehenswert über die Latte und hielt die knappe Halbzeitführung ihrer Mannschaft fest (41.).

 

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war Korenciova dann erstmals geschlagen, hatte aber Glück, dass Tanja Pawollek aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf (46.). In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Außer vereinzelten Abschlüssen - Magull (54.) und Petermann (61.) für den Sport-Club, Groenen (66.) für die Gastgeberinnen, passierte nicht viel.

 

Bühl entscheidet das Spiel

 

Gut 20 Minuten vor dem Ende entschied der Sport-Club dann dank seiner Effizienz das Spiel. Lena Petermann behauptete den Ball im Strafraum stark, behielt die Übersicht und bediente die am langen Pfosten stehende Klara Bühl mit einer überlegten Flanke, welche die U20-Nationalspielerin mit dem Kopf nur noch über die Linie drücken musste (68.).

 

Während Frankfurt geschlagen war, verpasste der Sport-Club in der Schlussphase einen dritten Treffer. So blieb Heaberlin gegen Kayikci zweimal Siegerin (87., 90+1.). In der Nachspielzeit warfen die Gastgeberinnen dann noch einmal alles nach vorne. Nachdem zunächst Lise Munk eine Flanke an den Pfosten setzte, und Korenciova bei Hendrichs Nachschuss aus kurzer Distanz einmal mehr glänzend reagierte, war es schließlich Lily Agg, die zum 1:2 auf FFC-Sicht traf (90+3.). Unmittelbar danach pfiff Schiedsrichterin Karoline Wacker ab.

 

Nach 20 Spieltagen steht der Sport-Club mit 44 Punkten weiterhin auf dem dritten Rang. Zum letzten Auswärtsspiel reist die Elf von Jens Scheuer am Sonntag, 27.Mai (14 Uhr) zum FF USV Jena.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Jens Scheuer (Trainer SC Freiburg): „Kompliment an meine Mannschaft, die spielerisch sicher nicht die beste Leistung der Saison abgeliefert hat, wohl aber in Bezug auf Disziplin und Ordnung. Wir wussten, dass es nach der englischen Woche mit dem schweren Spiel in Wolfsburg nicht einfach werden würde, hier zu gewinnen. Daher bin ich überglücklich – und jetzt warten wir einfach mal ab, was noch so alles passiert. Wir wollen sechs Punkte holen und dann hoffen wir auf Schützenhilfe des 1. FFC Frankfurt am letzten Spieltag gegen Bayern München. Gerne laden wir die Frankfurterinnen dann im Erfolgsfall in den Breisgau auf eine kleine Feier ein.“

 

Niko Arnautis (Trainer 1. FFC Frankfurt): „Es ist immer schwer, positive Dinge hervorzuheben, wenn man mal wieder mit leeren Händen dasteht, aber ich habe auch heute wieder einige gesehen. Wir kamen gut in diese Partie und hatten zwei Möglichkeiten mit wieder einmal schwachen Abschlüssen – genau das müssen wir uns schon seit Wochen vorwerfen. Dann nutzt der SC Freiburg unsere individuellen Fehler zu Toren, während wir auch in der zweiten Hälfte zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht haben. Genau diese Effektivität haben wir beim 3:0 im Hinspiel an den Tag gelegt, heute war es umgekehrt. Auch heute war die Leistung wieder in Ordnung, das Ergebnis hingegen nicht. Genau das geht mir ehrlich gesagt auf die Nerven. Was mir aber noch wichtiger ist: Die Mannschaft befindet sich trotz der jüngsten Resultate auf einem guten Weg!“


Klara Bühl: „Wir freuen uns sehr über den Sieg in einem intensiven und körperbetonten Spiel. Nach dem schweren Spiel am Mittwoch waren die Beine natürlich schwer, wir haben das aber mit Herz und Leidenschaft wettgemacht und verdient gewonnen. Tore mit dem Kopf sind normalerweise nicht unbedingt meine Stärke, aber den musste ich einfach machen.“

 

Felix Scharte