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Sport-Club steht im Viertelfinale des DFB-Pokals

Erfolg unter Flutlicht

Der SC Freiburg steht dank eines 2:0 (1:0) bei der TSG Hoffenheim im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Tore für den Sport-Club erzielten Kim Fellhauer (26.) und Rebecca Knaak (57.).


Unter Flutlicht und bei winterlich kalten Bedingungen vollzog SC-Trainer Jens Scheuer in seiner Startaufstellung im Vergleich zum 3:0-Sieg bei der SGS Essen zwei Wechsel. Während Lena Petermann aufgrund einer Oberschenkelverhärtung nicht mit nach Hoffenheim gereist war und durch Hasret Kayikci ersetzt wurde, fand sich Sandra Starke auf der Bank wieder. Ihren Platz nahm Julia Simic ein, die gemeinsam mit Lina Magull eine Art Doppelzehn bildete. Die wohl größte Überraschung in der Freiburger Aufstellung war aber die Nominierung von Janina Minge als dritte Innenverteidigerin neben Kim Fellhauer und Sarah Puntigam.

 

„Das Spiel wird sicherlich knallhart umkämpft sein“, hatte Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann vor der Partie vermutet. Einen Vorgeschmack darauf bekam Jobina Lahr nach nur sieben Minuten, als sie nahe der gegnerischen Eckfahne äußerst unsanft gestoppt wurde und mit Schmerzen liegen blieb. Glücklicherweise ging es für die 26-jährige nach einer kurzen Behandlungspause aber weiter. Umkämpft, aber weniger hart ging es in der Folge weiter. Das Geschehen spielte sich hauptsächlich im Mittelfeld ab, Torchancen waren in den ersten 20 Minuten Mangelware.

 

Fellhauer trifft zur Führung

 

Nach 21 Minuten näherten sich dann die Gastgeberinnen erstmals dem SC-Tor an, Janina Minge köpfte den Ball aber vor ihrer Gegenspielerin aus der Gefahrenzone. Fünf Minuten später stand dann erneut Minge im Blickpunkt, diesmal auf der anderen Seite. Nach einer Ecke herrschte in der Hoffenheimer Defensive kurzzeitig Verwirrung, was Minge über die linke Seite zu einer präzisen flachen Hereingabe auf Kim Fellhauer nutzte. Die U20-Nationalspielerin musste in der Mitte nur noch den Fuß hinhalten und überwand Friedrike Abt im TSG-Tor zum 1:0 (25.). Kurz zuvor war es Abt gewesen, die mit einer starken Parade nach einem präzisen Kopfball von Rebecca Knaak den Rückstand noch verhindert hatte. Auf der Gegenseite verpasste Isabella Hartig fünf Minuten später nach einem tollen Spielzug den Ausgleich denkbar knapp, als sie den Ball frei vor dem Tor am langen Eck vorbeischob (31.). Dann war es wieder der Sport-Club der gefährlich wurde, jedoch verpassten die beiden Fernschüsse von Jobina Lahr (34.) und Rebecca Knaak (35.) ihr Ziel. Kurz vor der Pause versuchte es auch Anja Maike Hegenauer noch aus großer Distanz, ebenfalls erfolglos (43.). Ansonsten passierte bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichterin Fabienne Michel nicht mehr viel, auch weil der Sport-Club defensiv gut stand und Hoffenheim zwar oft bis an den Strafraum kam, aber nur selten den Weg in die gefährliche Zone schaffte.

 

Knaak wuchtig zum 2:0


Gut zehn Minuten waren im zweiten Durchgang, den beide Mannschaften unverändert angingen gespielt, als Giulia Gwinn auf der rechten Seite nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Freistoß brachte Sarah Puntigam präzise in die Mitte, wo Rebecca Knaak angestürmt kam und den Ball mit Wucht genau in den rechten oberen Winkel des Hoffenheimer Tores köpfte (57.). Die Gastgeberinnen reagierten mit einem Doppelwechsel, am Geschehen auf dem Rasen änderte das aber nicht viel. Hoffenheim spielte bis zum Freiburger Strafraum gut, bei Fellhauer und Co. war dann aber Endstation. Laura Benkarth war nur selten gefordert und wenn, dann war die Nationaltorhüterin zur Stelle, wie bei Tamar Dongus Versuch aus 20 Metern (70.). Zehn Minuten vor dem Ende brachte dann auch Jens Scheuer seinen ersten Joker, Sandra Starke ersetzte Julia Simic. Und Starke war direkt mitten drin im Geschehen, wurde bei einem Konter im Strafraum aber im letzten Moment am Abschluss gehindert. Nach der folgenden Ecke versuchte es Hasret Kayikci von der Strafraumgrenze, Abt lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten (81.). In der Nachspielzeit feierte noch Greta Stegemann ihr Debüt für den Sport-Club. Kurz darauf war Schluss und der Sport-Club im Pokal eine Runde weiter.

 

Im DFB-Pokal-Viertelfinale tritt der Sport-Club am Mittwoch, 14. März bei der SGS Essen an. In der Allianz-Frauen-Bundesliga steht am kommenden Sonntag, 18. Februar (14 Uhr) der Rückrundenauftakt beim MSV Duisburg auf dem Programm.

 

Stimmen:

Jens Scheuer (Trainer SC Freiburg): „Ich bin glücklich, dass wir diese schwierige Aufgabe gelöst und das Viertelfinale erreicht haben. Beide Mannschaften haben versucht, defensiv stabil zu stehen, was zu wenigen Torraumszenen geführt hat. Wir haben taktisch extrem klug gespielt und unsere Standards effektiv genutzt.“

 

Jürgen Ehrmann (Trainer TSG Hoffenheim): „Es war ein taktisch geprägtes Spiel, in dem keine Mannschaft volles Risiko gehen wollte. Unsere Fehlpassquote war zu hoch, zudem hat Freiburg seine Erfahrung in den Zweikämpfen genutzt und war in den kleinen Details stärker. Da wollen wir peu a peu rankommen, wissen aber, dass es ein weiter Weg ist. Man konnte heute sehen, wieso Freiburg erst acht Gegentore hat. Es war extrem schwer für uns durchzukommen.“

 

Kim Fellhauer: „Wir sind froh, dass wir diese schwere Aufgabe heute gut gelöst haben. An das Viertelfinale denken wir noch nicht, jetzt zählt erstmal die Liga.“

 

Birgit Bauer: „Ich bin wahnsinnig stolz, wie sich die Mannschaft heute präsentiert hat. Zusammen mit dem 3:0 in Essen ist der Start ins Jahr 2018 mehr als gelungen.“

 

Felix Scharte