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Sport-Club schlägt RB Leipzig mit 2:1

Wieder begeistert und ein Spiel gedreht

Der SC Freiburg hat sich im ersten Heimspiel der Rückrunde mit 2:1 (0:0) gegen Vizemeister RB Leipzig durchgesetzt. Zwar gingen die Gäste nach der Pause durch Timo Werner (66.) in Führung. Doch mit zwei Treffern nach Eckbällen drehte der Sport-Club die Partie: Janik Haberer (72.) gelang der Ausgleich, Robin Koch (76.) erzielte das Siegtor.

 

Der Sport-Club hat seine Erfolgsserie in der Bundesliga auch gegen RB Leipzig fortgesetzt und blieb mit dem Sieg gegen die als Tabellenzweiter angereisten Sachsen im siebten Spiel in Folge ungeschlagen. „Ich bin einfach froh, dass wir gewonnen haben", sagte Trainer Christian Streich nach dem Abpfiff einer vor allem im zweiten Durchgang packenden Partie. "Dass wir so in die Rückrunde gekommen sind, bei all den Problemen, die wir haben, macht uns schon glücklich." 

Mit Kempf und defensiver Dreierkette

 

Denn während Sturmtief „Friederike" weitergezogen war, hatte der Sport-Club vor dem ersten Heimspiel der Rückrunde nach wie vor mit personellen Widrigkeiten zu kämpfen. Neben Florian Niederlechner und Mike Frantz fehlten wie schon vor einer Woche in Frankfurt auch Nicolas Höfler (Rückenprobleme) und Yoric Ravet (Reizung der Achillessehne); grippebedingt zählten außerdem Bartosz Kapustka und Florian Kath nicht zum Kader. Für Kapustka rückte Marc Oliver Kempf in die Startelf des SC, der diesmal defensiv mit einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette agierte. Außerdem begann auf der rechten Außenbahn Pascal Stenzel anstelle von Lukas Kübler.

 

Beim Chanpions League-Teilnehmer der Hinrunde, der in der Rückserie in der Europa League weiterspielt, kehrte im Angriff Timo Werner in die Anfangsformation zurück. Die Partie war zunächst von der Taktik und gebremster Risikobereitschaft auf beiden Seiten, aber auch vom spürbaren gegenseitigen Respekt geprägt. Die Gäste erarbeiteten sich zunächst mehr Spielanteile, Torchancen ließ der SC anfangs jedoch keine und im gesamten Verlauf der ersten Halbzeit nur wenige zu. Der Sport-Club präsentierte sich diszipliniert, verteidigte aus einer stabilen Ordnung heraus und suchte, wenn sich die Gelegenheit bot, den direkten Weg nach vorne. Erstmals mit einem Pass in den Strafraum auf Amir Abrashi (18.), vor dem noch ein Verteidiger klärte.

 

Schwolow scheidet vor der Pause verletzt aus

 

Auf der Gegenseite entwickelte sich unmittelbar darauf eine Möglichkeit für die Gäste - mit schmerzhaften Folgen für den SC. Nach einem riskanten Abspiel von Alexander Schwolow kam der Ball über Umwege zu Bruma, dessen Schuss der Freiburger Torwart abwehrte, bevor Jean-Kévin Augustin (19.) unglücklich in den SC-Keeper hineinrutschte und Bruma den Ball ins Tor beförderte. Allerdings zählte der Treffer wegen Augustins Abseitsposition nicht, wie Schiedsrichter Benjamin Brand richtig entschied. Für Schwolow ging es auch nach einer längeren Behandlungspause nicht weiter. Anstelle des Stammkeepers, der mit einer Oberschenkelprellung ausschied, stand fortan Rafal Gikiewicz zwischen den Pfosten, der sein erstes Bundesligaspiel absolvierte.

 

Auszeichnen konnte sich der Pole erstmals in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als er nach einem Pass in den Strafraum vor Augustin rettete. Zuvor hatten sich jedoch die Gastgeber ein Chancenplus erarbeitet. Die beste Möglichkeit bot sich nach einer Hereingabe von Christian Günter Lucas Höler (33.), dessen starke Direktabnahme RB-Keeper Peter Gulacsi noch über die Latte lenkte. Zweimal ebenfalls nur knapp verfehlte dazu Günter das Leipziger Tor. Zunächst schoss der Außenverteidiger nach einem schnellen Angriffszug am kurzen Eck vorbei (42.). Drei Minuten später passierte sein Versuch aus der Distanz knapp den langen Pfosten.

 

Werner trifft zur Führung für die Gäste

 

Nach der druckvollen Freiburger Schlussphase vor der Pause begann die zweite Hälfte im einsetzenden Regen ähnlich wie die erste. Die Gäste hatten wieder mehr vom Spiel, versuchten ihrerseits den Druck zu erhöhen und der SC vor allem effektiv gegen den Ball zu arbeiten. Eine Chance ließen die Gastgeber in der ersten Viertelstunde dabei zu: bei einer Direktabnahme von Timo Werner klärte Gikiewicz (52.) mit einer starken Abwehr zur Ecke. Der Sport-Club hielt gegen die jetzt aktiveren Gäste weiter dagegen und versuchte es zunehmend auch wieder mit eigenen Vorstößen.

 

Den bis dahin erfolgreichsten der Partie starteten dann aber die Gäste über Werner (66.), der bei einem Antritt im Mittelfeld nicht zu stoppen war und mit einem platzierten Schuss neben den Pfosten zur Führung für Leipzig traf. Ein plötzlicher Rückstand, vom dem sich der Sport-Club aber auch diesmal nicht aus der Ruhe bringen ließ. Im Gegenteil. Bereits fünfmal hatte der SC in dieser Saison nach einem Rückstand nicht verloren und dabei neun Punkte geholt, am 19. Spieltag sollten drei weitere dazukommen.

 

Haberer gleicht aus, Koch gelingt Siegtor

 

Dank einer wieder imponierenden Moral und der ebenfalls schon mehrfach in der laufenden Spielzeit unter Beweis gestellten Abschlussstärke nach Standardsituationen. Nur sechs Minuten nach dem Rückstand leitete ein Eckstoß von Christian Günter - wie vor einer Woche beim Auswärtsspiel in Frankfurt - den Freiburger Ausgleich ein. Den abgewehrten Ball nahm Janik Haberer (72.) aus rund zwölf Metern direkt und beförderte ihn mit einem Linksschuss zum Ausgleich unter die Latte.

 

Und weitere vier Minuten später bejubelten die begeisterten SC-Fans im Schwarzwald-Stadion sogar schon das Führungs- und letzten Endes auch Siegtor. Wieder ging ein Eckball von Günter voraus, wie beim Rückrundenstart in der Commerzbank-Arena traf Robin Koch (76.) mit einem Kopfball. In der Schlussviertelstunde versuchen die Gäste zwar weiter, ihre großen Qualitäten auszuspielen und noch zum Ausgleich zu kommen. Doch der Sport-Club, bei dem in der Schlussphase noch Tim Kleindienst und Caleb Stanko in die Partie kamen, verteidigte bis zum Schluss mit großem Einsatz und Können und ließ keine klare Möglichkeit für RB mehr zu.

 

Nach Premierensieg nun auf zwölftem Tabellenplatz

 

„Wir haben auch nach dem 0:1 selber weiter Fußball gespielt und es geschafft, Druck aufzubauen", sagte Christian Streich nach dem fünften Saisonsieg, mit dem sich der SC Freiburg auf den zwölften Tabellenplatz verbesserte. „Und dann gibt es einmal so einen Tag, dass du gegen Leipzig gewinnst", so der SC-Trainer. „Es wird trotzdem bis zum Saisonende ein Ritt auf der Rasierklinge bleiben."

 

Womit der Abstiegskampf in der Bundesliga gemeint war, in der der Sport-Club im vierten Aufeinandertreffen zudem die ersten Punkte und den ersten Sieg gegen RasenBallsport geholt hatte. Nicht weniger ambitioniert ist die Herausforderung, die bei der Verteidigung der eigenen Serie als nächstes wartet. Am kommenden Samstag (27. Januar, 15.30 Uhr) ist der SC auswärts bei Borussia Dortmund zu Gast.

 

Dirk Rohde