Niederlage gegen den Mitaufsteiger

Erstmals geschlagen im Kalenderjahr

Die Zweite Mannschaft des SC Freiburg hat am dritten Spieltag in der Regionalliga Südwest erstmals verloren. Das Team von Christian Preußer und Uwe Staib unterlag in der Freiburger Fußballschule gegen den Mitaufsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf mit 0:2 (0:1).

 

„Jetzt ist sie da, die erste Niederlage", sagte Christian Preußer nach der Heimpartie gegen den TSV Eintracht Stadtallendorf. Allerdings bezog der SC-Trainer dies nicht nur auf die vor drei Wochen gestartete Saison in der Regionalliga Südwest, sondern, was Punktspiele betrifft, auf das gesamte bisherige Jahr. Ungeschlagen hatte sich die U23 nach der Winterpause in der Oberliga dem Aufstieg entgegengespielt. In die neue Liga war man mit einem Remis und einem Auswärtssieg gestartet.

 

Mehr wäre für das Team von Christian Preußer und Uwe Staib auch gegen den Mitaufsteiger aus Mittelhessen möglich gewesen. „Aber wir haben unsere vielen klaren Torchancen nicht nutzen können, weshalb es am Ende eine umso ärgerlichere, aber auch verdiente Niederlage war", so der Coach. Etwas Pech kam bei insgesamt drei Freiburger Aluminiumtreffern ebenfalls dazu, und beim 0:1 durch Ceyhun Dinler (28.) hätte der Unparteiische zuvor wohl auch auf ein Foulspiel gegen SC-Torwart Constantin Frommann entscheiden können. Nach einer Ecke war der Keeper hochgestiegen und hatte den Ball bereits in den Händen, als dieser nach einem Rempler gegen Frommann wieder frei wurde, was Dinler anschließend zu einem Kopfballtor nutzte.

 

Die Stadtallendorfer störten das Freiburger Spiel in der Anfangsphase zwar konsequent und besaßen zunächst etwas mehr Spielanteile. Die Gastgeber kamen dafür nach Standardsituationen zu den ersten guten Möglichkeiten. Nach einem Eckball und einer Kopfballverlängerung von Kapitän Ivica Banovic, der wieder in der Innenverteidigung spielte, traf sein Verteidigerkollege Keven Schlotterbeck (15.) per Kopf die Latte. Kai Brünker scheiterte beim Nachschuss ebenfalls knapp. Nach einer erneuten Ecke verfehlte Felix Roth (19.) mit einem Direktschuss das Tor. Für die Gäste traf Suerro Fernandez nach einem Konter kurz darauf das Außennetz.

 

Auch den Rückstand hätte der SC II noch vor der Pause ausgleichen können. Im unmittelbaren Gegenzug zielte Manolo Rodas nach einem Steilpass in den Strafraum knapp am rechten Pfosten vorbei. Bei einem Freistoß von Rodas und dem anschließenden Kopfball von Roth (34.) rettete TSV-Torwart Hrvoje Vincek noch zur Ecke. Nach dieser war es Fabian Rüdlin, der aus kurzer Distanz mit einem Kopfball am Pfosten scheiterte. Im zweiten Durchgang dominierten die Gastgeber auch spielerisch deutlicher. Weitere hochkarätige Ausgleichsmöglichkeiten waren die Folge.

 

Nach einem Pass von Rüdlin auf Christoph Daferner (50.) traf der frei gespielte SC-Angreifer nur das Außennetz. Auch der zur Pause eingewechselte Luca Herrmann (70.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Seinen Schuss klärte ein Verteidiger aber noch auf der Torlinie. Danach kam erneut Schlotterbeck aus kurzer Distanz zum Kopfball, sein Aufsetzer ging über den Querbalken. Die Gäste aus Stadtallendorf konzentrierten sich nach der Pause vor allem auf die Verteidigung ihres Vorsprungs und vereinzelte Konter. Einen solchen schloss Laurin Vogt (87.) drei Minuten vor dem Ende schließlich mit dem zweiten Tor für die Hessen ab.

 

„Obwohl der Gegner sehr effektiv war, ist das Ergebnis am Ende angesichts unserer Spielkontrolle nach der Pause und der vielen Großchancen auch etwas bizarr", sagte Christian Preußer. Zumal in den letzten Minuten Christoph Daferner erneut mit einem Kopfball die Latte traf. „Trotzdem müssen wir die Fehler bei uns suchen. Es war gut, dass wir uns so viele Chancen erspielt haben, aber künftig müssen wir diese wieder besser nutzen."

 

Gelegenheiten dazu bieten sich nach der folgenden Trainingswoche in verkürztem Rhythmus. Mit der kommenden Auswärtsbegegnung beim SV Waldhof Mannheim (Sonntag, 20. August, 14 Uhr) beginnt für den SC Freiburg II auch eine englische Woche in der Regionalliga Südwest.

 

Dirk Rohde