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Kochs Kopfball sichert Punkt

Tordebüt für Koch, Erstligadebüt für Höler und Dräger

 

Zum Start in die Rückrunde hat der Sport-Club beim 1:1 (0:1) in Frankfurt einen Punkt geholt. Nach einem schwachen Beginn und einem Gegentor durch Sébastian Haller (28. Minute) entschied der SC die zweite Hälfte der Samstagspartie mit einem Kopfballtreffer von Robin Koch (51.) für sich.


„Natürlich ist der Punkt glücklich", sagte Christian Streich auf der anschließenden Pressekonferenz. Aufgrund von anhaltenden Verletzungssorgen zeigte sich der Trainer jedoch „froh, dass wir für die bessere zweite Halbzeit belohnt wurden." Sein Amtskollege Niko Kovac resümierte: „Wir haben dem Gegner sehr viele Probleme bereitet und einfach zu wenige Tore gemacht. Dass wir das Spiel heute nicht gewonnen haben, ärgert mich immens. Da war mehr drin."   

 

Höler mit seinem Debüt

 

Wie schon im DFB-Pokal-Achtelfinale in Bremen entschied sich das SC-Trainerteam auch in Hessen für eine 4-4-2-Formation. Personell gab es dabei vier Veränderungen: In der Abwehrkette rückte  Innenverteidiger Manuel Gulde nach überstandener Verletzung erstmals diese Saison ins Aufgebot.

 

Ebenfalls sein Comeback gab der wiedergenesene Mittelfeldmann Amir Abrashi an der Seite des etatmäßigen Verteidigers Robin Koch, der bereits beim Testspiel gegen den Hamburger SV auf der Sechs beheimatet war, und der hinten wiederum von Caglar Söyüncü vertreten wurde. Im Sturm lief Neuzugang Lucas Höler neben Nils Petersen auf und gab sein Pflichtspieldebüt im SC-Dress.

 

Pascal Stenzel nahm wie Caleb Stanko zunächst auf der Bank Platz. Nicolas Höfler (Rückenprobleme), Yoric Ravet (Achillessehnenprobleme), Tim Kleindienst (Sehnenprobleme im Mittelfuß) und Florian Kath (grippaler Infekt) standen neben den Langzeitverletzten Florian Niederlechner und Mike Frantz angeschlagen nicht zur Verfügung.

 

Die Eintracht bot zwei Wechsel im Vergleich zur Pokal-Partie vor Weihnachten beim 1. FC Heidenheim auf. Anstelle von Jetro Willems und Ante Rebic spielten Timothy Chandler und Omar Mascarell von Beginn an.

 

Rückstand nach zaghaftem Start

 

Die Anfangsphase in der Frankfurter Arena gehörte den Hausherren. Während ein Schuss von Petersen in die Arme des Frankfurter Schlussmanns Lukas Hradecky (4. Minute) kurzfristig die einzige größere SC-Möglichkeit blieb, näherte sich das Team von Trainer Kovac dem Freiburger Strafraum mehrfach gefährlich. Die beste Chance vereitelte SC-Keeper Alexander Schwolow, als er den Ball des alleine heraneilenden Sébastian Haller parierte und auch den folgenden Nachschuss von Branimir Hrgota zur Ecke abwehrte (10.).

 

Wenig später hatten die knapp 2000 mitgereisten Anhänger den Torjubel wohl schon auf den Lippen. Der Protagonist: Bartosz Kapustka. Nach einem Zuspiel von Höler zog der polnische SC-Offensivmann aus etwa zehn Metern sehenswert in Richtung Tor ab, doch Marius Wolf klärte den Ball noch auf der Linie (13.). Bei dem Versuch von Petersen, seinen Kollegen Höler kurz darauf im Strafraum zu bedienen, bekam Makoto Hasebe seinen Fuß dazwischen und machte eine weitere SC-Chance zunichte (19.). Insgesamt hatten die Badener weiter Schwierigkeiten, dem Spiel eine eigene Note zu geben.

 

Was sich bald rächen sollte. Nach einer Frankfurter Ecke bediente Timothy Chandler Haller, der an Schwolow vorbei mit rechts einschob (28.) und den SC in Rückstand geraten ließ. Weil bis zum Halbzeitpfiff die im roten Heimtrikot spielenden Freiburger nicht mehr entscheidend gegenlenken konnten, verabschiedeten sie sich mit dem 0:1 in die Katakomben.

 

Koch per Kopf nach einem Standard

 

Mit einem Wechsel - der aus der U23 kürzlich zu den Profis beförderte Offensivmann Mohamed Dräger kam für Kapustka sowie zu seiner Premiere in der Fußball-Bundesliga - und deutlich druckvoller als zuvor startete der Sport-Club in den zweiten Durchgang. Die Belohnung folgte prompt: Nach einer Ecke von Christian Günter stieg Koch im Sechzehner am höchsten und versenkte den Ball wuchtig per Kopf im Netz (51.) zum wichtigen Ausgleich. Und auch in der Folge suchte der SC mutig den Weg nach vorne und mittlerweile auch mutiger als der Gegner. Höler (54.), Dräger (59.) und Koch (67.) hatten die Führung allesamt vor Augen, wurden von der Eintracht-Abwehr jedoch jeweils gestoppt.   

 

In einer ereignisreichen Schlussviertelstunde waren es dann nochmal die Freiburger Zuschauer, die einige bange Momente zu überstehen hatten. So landeten sowohl ein Kopfball von Haller (79.) wie auch ein einschussbereiter Kevin-Prince Boateng (89.) nur Zentimeter neben dem SC-Pfosten. Dank großem Einsatz und ein wenig Glück blieb es letztlich beim 1:1. Für den Sport-Club hieß das: Die Serie hält. Seit nun schon fünf Spielen sind die Freiburger gegen die Hessen ungeschlagen.

 

Darauf werden sich die Badener aber keinesfalls ausruhen. Im Gegenteil. Christian Streich richtete den Blick gleich nach vorne und sagte: „Wir müssen in den nächsten Wochen besser Fußball spielen." Am kommenden Samstag (15:30 Uhr, live auf Sky und im Liveticker auf scfreiburg.com) empfängt der Sport-Club zum ersten Heimspiel im Jahr 2018 RB Leipzig im Schwarzwald-Stadion.

 

Sina Ojo