Knappe Niederlage gegen Leverkusen

Die Frauen II des SC Freiburg verlieren am 9. Spieltag ihr Heimspiel gegen Bundesligaabsteiger Bayer 04 Leverkusen mit 1:2. Der Freiburger Anschlusstreffer durch Sofia Borges nach 64 Minuten war am Ende zu wenig, um zumindest einen Punkt in Freiburg zu behalten.


Fußballer kennen solche Situationen ja. Da ist man spielbestimmend und erarbeitet sich immer wieder Chancen, kann diese aber nicht nutzen. Dafür macht auf der anderen Seite dann der Gegner bei seiner ersten klaren Gelegenhet alles richtig, geht in Führung und lässt das Spiel kippen. So oder so ähnlich hätte es laufen können am vergangenen Sonntag, als der Sport-Club auf dem Bugginger Kunstrasen Bundesliga-Absteiger Bayer 04 Leverkusen empfing.

 

Die Gäste waren zu Beginn spielbestimmend und erarbeiteten sich immer wieder gute Chancen. Die beste vergab die Mannschaft von Trainerin Verena Hagedorn nach einer halben Stunde, als SC-Torfhüterin Teresa Straub bei einem Freistoß ihr ganzes Können zeigte und den Gegentreffer verhinderte. "Bis zu diesem Zeitpunkt war Bayer besser im Spiel, das muss man so anerkennen. Wir haben aber von Anfang an gut dagegengehalten", meinte SC-Spielertrainerin Myriam Krüger nach dem Spiel. Nur kurz nach der Leverkusener Chance kam dann der Moment, der das Spiel hätte kippen lassen können. Larissa Hummel und Vanessa Ziegler setzten die Gäste-Abwehr erfolgreich unter Druck, Ziegler sah, dass Anna Klink im Bayer-Tor zu weit vor dem Gehäuse stand und setzte den Ball aus großer Entfernung sehenswert an die Latte. "Es ist extrem schade, dass wir in dieser Situation nicht in Führung gehen. Larissa und Vanessa haben das richtig gut gemacht. Leider geht der Ball dann an die Latte statt ins Tor." 

 

Statt einer durchaus möglichen Führung sahen sich die Freiburgerinnen zur Halbzeit einem Zwei-Tore-Rückstand gegenüber. Sehr zum Ärger von Krüger. "Die Gegentore waren beide absolut vermeidbar." Was Krüger meinte waren die beiden Standardsituationen, die Leverkusen innerhalb von fünf Minuten nutzte, um durch einen Doppelschlag von Matea Bosnjak für eine Vorentscheidung zu sorgen. "Beim 0:1 (34.) schalten wir ab, weil wir denken, es ist Abseits. Vier Minuten später rücken wir nicht richtig raus und lassen Bosnjak viel zu viel Platz und Zeit."

 

Trotz des doppelten Rückschlags glaubten die Gastgeberinnen auch in der zweiten Halbzeit noch an einen Punktgewinn. Insbesondere als die eingewechselte Sofia Borges nach gut einer Stunde hellwach war und einen Leverkusener Fehler zum Anschlusstreffer nutzte, war der Glaube zurück im Freiburger Spiel. "Wir haben in den zweiten 45 Minuten wirklich gut Fußball gespielt und Druck gemacht. Ein Unentschieden wäre sicherlich nicht unverdient gewesen." Da dem Treffer von Borges aber kein weitere folgte, stand am Ende eine knappe 1:2-Niederlage. "Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen. Sie haben voll dagegengehalten und bis zum Schluss gekämpft", zeigte sich Krüger im Anschluss an das Spiel zufrieden mit der Leistung ihres Teams.

 

Bereits am kommenden Wochenende wartet der nächste schwere Gegner auf die Krüger-Elf.  Am Sonntag, 10. Dezember (14 Uhr) ist man beim Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken zu Gast.

 

 

Felix Scharte