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5:0 gegen Jena - Frauen 1 feiern deutlichen Heimsieg

Am 10. Spieltag der Allianz-Frauen-Bundesliga gewinnt der SC Freiburg sein Heimspiel gegen FF USV Jena mit 5:0 (2:0). Nach einem Doppelpack von Carolin Schiewe vor der Halbzeit (38., Foulelfmeter, 45.) trafen nach der Pause Lena Petermann (56.), Hasret Kayikci (66.) und Sandra Starke (86.) zum Endstand.


Der Sport-Club startete im Vergleich zum letzten Pflichtspiel gegen Frankfurt vor drei Wochen mit drei Änderungen in die Partie des zehnten Spieltags. Für Lina Magull (Schmabeinentzündung), Janina Minge und Sandra Starke (beide Bank) durften Carolin Schiewe und erstmals nach ihren Verletzungen auch wieder Hasret Kayikci und Carolin Simon von Beginn an ran.


Unbeeindruckt von den äußeren Umständen - starker Schneefall hatte den Platz in eine weiße Piste verwandelt - startete der Sport-Club schwungvoll in die Partie, hatte ein klares Plus an Ballbesitz und erspielte sich nach sechs Minuten eine erste Gelegenheit. Kim Fellhauer setzte das Leder zentral vor dem Strafraum aber über das Tor. Vier Minuten später spielten Hasret Kayikci und Klara Bühl einen Doppelpass, an dessen Ende U20-Nationalspielerin Bühl den Ball etwa einen Meter links am Tor vorbei schoss.


Schiewe per Elfmeter und mit dem Kopf zur Pausenführung

 

Nach etwa 20 Minuten ließ der Schneefall nach, am Geschehen auf dem Rasen änderte sich dadurch aber nichts. Der Sport-Club war klar spielbestimmend, die Gäste kamen kaum einmal aus der eigenen Hälfte heraus. Einziges Manko im Spiel des Sport-Clubs war das bis dahin fehlende Tor, das auch bei Giulia Gwinns Abschluss, der links am Tor vorbeiging, nicht fallen wollte (18.). Ebensowenig den Weg ins Tor fanden die Abschlüsse von Kim Fellhauer (32.) und Anja Maike Hegenauer (33.). Fünf Minuten später war es dann aber passiert. Nach einem langen Ball von Jobina Lahr auf Hasret Kayikci behauptete diese den Ball im Strafraum und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Carolin Schiewe unten rechts zur verdienten Führung für den Sport-Club (38.). Unmittelbar vor der Pause setzte die ehemalige Jenaerin sogar noch einen drauf. Nach einer präzisen Ecke von Sarah Puntigam stieg Schiewe in der Mitte am höchsten und köpfte das Leder zum 2:0 in die Maschen (45.+1). Der Treffer bedeutete gleichzeitig den Pausenstand.

 

Petermann und Kayikci erhöhen

 

Zur zweiten Halbzeit vollzog SC-Trainer Jens Scheuer einen Wechel und brachte Janina Minge für Jobina Lahr ins Spiel. Seine Mannschaft suchte direkt wieder den Weg nach vorne und kam durch Kayikci (47.) und Hegenauer (49.) zu guten Gelegenheiten. Nach 52 Minuten war es dann Lena Petermann, die einen Kopfball knapp rechts am Jenaer Gehäuse vorbeisetzte. Vier Minuten später machte es die Nationalspielerin besser und erhöhte mit einem perfekt platzierten Kopfball nach einer Gwinn-Flanke von der rechten Seite auf 3:0.

 

Von den Gästen war offensiv weiterhin nichts zu sehen, wenn das Team von Trainerin Katja Greulich doch einmal den Weg in die gegnerische Hälfte fand, fehlten die Ideen, um die stabile Freiburger Defensive vor Probleme zu stellen. Auf der Gegenseite war es jetzt vorallem die rechte Seite des Sport-Clubs mit Giulia Gwinn, die die Gäste-Abwehr vor große Probleme stellte. Immer wieder brach die 18-jährige auf der Seite durch und brachte die Bälle präzise nach innen. Nach 66 Minuten fand sie im Strafraum Hasret Kayikci, die mit einem Linksschuss aus der Drehung auf 4:0 erhöhte (66.).

 

Starke setzt den Schlusspunkt

 

In den letzten 20 Minuten schaltete der Sport-Club dann nach einer bis dahin starken Vorstellung auf schwerem Geläuf einen Gang zurück, ohne dabei in Gefahr zu geraten, ein Gegentor zu fangen. Kurz vor dem Ende zeigte die Scheuer-Elf aber noch einmal, wie stark sie Fußball spielen kann. Einmal mehr gelang es, Giulia Gwinn auf der rechten Seite freizuspielen. Die Nationalspielerin überlief ihre Gegenspielerin und bediente die in der Mitte eingelaufene Sandra Starke. Die 24-jährige ließ Justin Odeurs keine Chance und sorgte mit ihrem ersten Saisontreffer für das 5:0 (86.). Kurz darauf pfiff Schiedsrichterin Hanna Schlemmer pünktlich ab.

 

Nach 90 äußerst einseitigen Minuten und einem auch in der Höhe verdienten 5:0 springt der Sport-Club zumindest bis Montagabend wieder an die Tabellenspitze der Allianz-Frauen-Bundesliga. Bevor am kommenden Sonntag, 17. Dezember (14 Uhr) das letzte Hinrundenspiel bei der SGS Essen ansteht, absolviert der SCF am Mittwoch, 13. Dezember (14 Uhr) das Nachholspiel im DFB-Pokal-Achtelfinale bei der TSG Hoffenheim.

 

Stimmen:

Jens Scheuer (Trainer SC Freiburg): „Ich bin heute sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Nachdem wir den Abwehrriegel geknackt hatten, haben wir wirklich guten Fußball gzeigt. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir die Tore schön herausgespielt und einen guten Abschluss der Heimserie geschafft. Wir haben einmal mehr bewiesen, wozu wir auch bei schwierigen Bedingungen gegen einen disziplinierten Gegner in der Lage sind. Der Sieg gibt uns für die beiden noch anstehenden Aufgaben im Pokal am Mittwoch in Hoffenheim und in Essen am Sonntag viel Selbstvertrauen. Wenn wir dort so auftreten wie heute bin ich überzeugt, dass wir beide Spiele gewinnen werden."


Katja Greulich (Trainerin FF USV Jena): „Gegen Freiburg zu verlieren kann passieren. In unserer momentanen Situation tut es aber sehr weh, sich hier fünf Gegentore zu fangen und mehr oder weniger abschlachten zu lassen. Wir müssen das verkraften und uns am Mittwoch im Pokal endlich ein Erfolgserlebnis holen, um dann am Sonntag das wichtigste Spiel der Saison gegen Duisburg erfolgreich bestreiten zu können."

 

Carolin Schiewe: „Anfangs war es bei den Wetterverhältnissen etwas schwierig, wir haben es aber gut gemacht und auch in der Höhe verdient gewonnen. Ich hoffe natürlich, dass Jena noch unten rauskommt, Geschenke gibt es aber nicht. Mit dem bisherigen Saisonverlauf bin ich sehr zufrieden. Ich hoffe wir können es in der Rückrunde bestätigen. Wann ich das letzte Mal zwei Tore in einem Spiel geschossen habe weiß ich nicht, da müsste ich mal im Archiv kramen."

 

Felix Scharte