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SC erwartet Vizemeister RB Leipzig

Mutig in stürmischen Zeiten

Zum ersten Heimspiel im neuen Jahr empfängt der SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) den Tabellenzweiten RB Leipzig.

 

Stürmische Tage gehen in Freiburg der ersten Rückrundenbegegnung des Sport-Club in der Bundesliga voraus. Was auch die Vorbereitung auf die Begegnung gegen RB Leipzig beigleitete. „Wind nervt", erklärte Christian Streich auf der Pressekonferenz vor der Partie in Bezug auf die Trainingsarbeit in dieser Woche. „Aber es ging, wir haben intensiv und viel im taktischen Bereich gearbeitet."

 

Frische Energie nach Auswärtspunkt

 

Überhaupt nicht genervt ist der SC-Trainer davon, dass zum Heimauftakt im neuen Jahr gleich ein Topteam der Liga im Schwarzwald-Stadion zu Gast ist. Ganz im Gegenteil: „Wir freuen uns auf das Spiel zweier so unterschiedlicher Vereine mit ganz unterschiedlichen Geschichten, gerade nach dem positiven Erlebnis in Frankfurt." Zumal der SC mit dem 1:1 am vergangenen Samstag bei der Eintracht zum Rückrundenstart auch seine Ende des letzten Jahres gestartete Serie ausbaute und im sechsten Punktspiel in Folge ungeschlagen blieb.

 

„Wir mussten viel umstellen, in der ersten Hälfte lief einiges nicht so gut und wir sind verdientermaßen in Rückstand geraten", blickte der Coach zurück. Aber die Mannschaft habe sich nicht demoralisieren lassen und stattdessen erneut einen Rückstand aufgeholt. Dass sie angesichts der vielen personellen Probleme in der Commerzbank-Arena bestanden habe, davor müsse man den Hut ziehen. „Von der Mentalität war es sehr gut, das gibt uns Energie", betonte Streich. Denn das erste Punktspiel nach der Winterpause war zunächst von verletzungsbedingten Ausfällen und Umstellungen geprägt.

 

Höfler und Ravet fehlen auch am Samstag

 

So rückte der SC-Torschütze in Frankfurt, Robin Koch, der zugleich seinen ersten Bundesligatreffer erzielte, aus der Innenverteidigung ins defensive Mittelfeld vor, weil Nicolas Höfler wegen Rückenproblemen fehlte. Auch Yoric Ravet (Achillessehnenreizung) und Tim Kleindienst (Fußverletzung) standen nicht zur Verfügung. Außerdem waren Mittelfeldspieler Amir Abrashi und Innenverteidiger Manuel Gulde, der sein erstes Saisonspiel überhaupt bestritt, nach langen Verletzungspausen ins Team zurückgekehrt. Im Angriff ersetzte Neuzugang Lucas Höler Tim Kleindienst und gab sein Erstligadebüt. Das gleiche galt mit Beginn der zweiten Hälfte für den aus der U23 in den Profikader beförderten Mohamed Dräger.

 

Viel entspannter als vor einer Woche stellt sich die Personalsituation beim Sport-Club allerdings auch vor der Partie gegen RB Leipzig noch nicht dar. Der letztjährige Vizemeister gewann zum Rückrundenauftakt mit 3:1 gegen den FC Schalke 04, zog in der Tabelle an den Königsblauen vorbei und verbesserte sich auf den zweiten Platz. Neben den noch länger fehlenden Florian Niederlechner (Reha nach Kniescheibenbruch) und Mike Frantz (Reha nach Innenbandabriss) kommen auch Nicolas Höfler und Yoric Ravet gegen die Sachsen noch nicht wieder für einen Einsatz in Frage.

 

Startformation noch mit Fragezeichen

 

Angreifer Tim Kleindienst konnte am Mittwoch erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren. Ebenso Florian Kath, der in Frankfurt wegen eines Infektes gefehlt hatte, und Innenverteidiger Philipp Lienhart, der nach seiner Muskelverletzung zuletzt individuell trainierte. Zu Beginn der Woche fehlte dafür auf dem Trainingsplatz wegen eines Infektes außerdem Bartosz Kapustka, der in Frankfurt ebenfalls in der Startelf stand. Auch der Einsatz des polnischen Offensivspielers am Samstag scheint unwahrscheinlich. Verteidiger Marc Oliver Kempf, so Christian Streich, sei nach seiner langen Verletzungspause vorige Woche noch nicht ganz fit gewesen: „Jetzt ist es besser und wir müssen entscheiden, ob es am Samstag für den Kader reicht."

 

Auch sonst habe es im Trainerteam wieder einen sehr intensiven Austausch darüber gegeben, mit welcher Formation man den Leipzigern am besten begegne. Die Voraussetzungen seien ähnlich wie letzte Woche und es gelte für den Samstag wieder „die bestmögliche Aufstellung zu finden, auch taktisch", sagte der SC-Trainer. In Frankfurt hatte der Sport-Club wie am Ende der Hinrunde mit einer Viererkette gespielt.

 

Leipzig die eigenen Qualitäten entgegensetzen

 

Jeder wisse um die „herausragende individuelle Qualität" der Leipziger Mannschaft und ihres Tempofußballs. „Sie haben fußballerisch alle Möglichkeiten", so Christian Streich. „Aber wir sind an einem guten Tag trotzdem in der Lage, ihnen Paroli zu bieten." Vor allem zuhause im Schwarzwald-Stadion. „Auch die Zuschauer freuen sich auf dieses erste Heimspiel nach der längeren Pause und wir haben daheim bisher überwiegend gute Spiele gezeigt. Das gibt uns Vertrauen, trotz der Probleme, die wir derzeit haben."

 

Deshalb gelte es am Samstag „mutig zu sein, selber so gut wie möglich zu spielen und gut gegen den Ball zu arbeiten". Wahrscheinlich gegen stürmische Sachsen und vielleicht auch gegen böige Winde. „Wir glauben an uns und haben auf jeden Fall eine Chance, drei Punkte hierzubehalten", sagte Manuel Gulde, der erneut zur Startelf zählen dürfte. Gelänge dies und die Verteidigung der SC-Serie, wird am restlichen Wochenende sicher so schnell nichts mehr nerven.

 

Dirk Rohde