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Letztes Auswärtsspiel in Mönchengladbach

Wieder mit der gleichen Fokussierung

Am 33. Bundesliga-Spieltag reist der Sport-Club am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) zur letzten Auswärtspartie der Saison bei Borussia Mönchengladbach.

 

Der Sport-Club kann sich auf seine Fans verlassen. Gut 3200 Anhänger haben bereits im Vorverkauf Karten für das letzte Auswärtsspiel dieser Saison erworben. Rund 600 von ihnen werden in einem von der Fangemeinschaft organisierten Sonderzug an den Niederrhein reisen, um ihr Team in Mönchengladbach zu unterstützen. Und wer sich bislang noch nicht für einen Spielbesuch entscheiden konnte, dem bleibt weiterhin Bedenkzeit: Zwei Stunden vor dem Anpfiff öffnet die Gästekasse im Borussia-Park, an der die restlichen Tickets auch vor Ort erworben werden können.

 

Eigene Fans als wichtiger Rückhalt

 

Dass die Zuschauer beim zurückliegenden 3:2-Sieg gegen den 1. FC Köln im heimischen Schwarzwald-Stadion bis zum Schluss ein riesiger Rückhalt für die Mannschaft waren, betonte Christian Streich noch einmal auf der Pressekonferenz zur kommenden Begegnung. „Es war eine extreme Unterstützung, das ganze Spiel über", so der SC-Trainer. „Und die war auch nach dem 2:2 weiter da, was uns in diesen Minuten brutal geholfen hat. Am Ende wurde es dadurch ein kollektives Aufbäumen bei dem Versuch, das Spiel noch zu gewinnen. All das hat man dann auch beim Torjubel gemerkt."

 

Obwohl „noch nichts gewonnen" ist, sei der erste Dreier nach zuvor acht sieglosen Partien und zuletzt fünf Niederlagen in Folge „verdient und enorm wichtig " gewesen. Auch im Hinblick auf die letzten beiden Saisonspiele bei Borussia Mönchengladbach und eine Woche später gegen den FC Augsburg. Vor der Partie in Mönchengladbach verbesserte sich der Sport-Club wieder auf den 15. Tabellenplatz und hat mit 33 Zählern jetzt drei Punkte mehr auf dem Konto als der VfL Wolfsburg, der auf dem Relegationsplatz steht. Die Niedersachsen treten am Samstag bei RB Leipzig an, der am vergangenen Sonntag gegen die Sachsen ebenfalls siegreiche Vierzehnte 1. FSV Mainz (33 Punkte) spielt bei Borussia Dortmund.

 

Auch im Borussia-Park Präsenz zeigen

 

Rechenspiele in Bezug auf den bevorstehenden Spieltag stellte Christian Streich freilich keine an. „Wir haben unsere Situation verbessert, aber es wird bis zur letzten Sekunde gegen Augsburg gehen", hatte der Coach nach dem Spiel gegen Köln prognostiziert. Dieses Erfolgserlebnis, erklärte er, habe jedoch noch einmal für neue Energie gesorgt: „Und jetzt wollen wir unser großes Ziel erreichen." Beigetragen zum Erfolg gegen die Rheinländer habe auch eine spielerisch wieder verbesserte Leistung der Mannschaft.

 

„Wir werden auch in Gladbach nicht verhalten auftreten, sondern wir wollen agieren und wieder gut Fußball spielen", formulierte Christian Streich die Zielvorgabe. „Wir fahren nach Mönchengladbach mit dem Wissen, dass wir nur eine Chance haben, wenn wir uns zeigen und auf dem Platz präsent sind." Ein wichtiger Mosaikstein dafür, dass dies am vergangenen Samstag überwiegend gelang, war Mike Frantz, der nach seiner fünfmonatigen Verletzungspause und der Einwechslung beim Spiel in Hamburg erstmals wieder zur Startelf zählte, das Führungstor von Nils Petersen vorbereitete und bis zur 54. Minute weitere wichtige Impulse gab.

 

Söyüncü nach Gelbsperre wieder zurück

 

„Ich freue mich, dass wir dem Druck standgehalten haben", sagte der erfahrene Mittelfeldspieler nach seinem Heim-Comeback. „Gegen Mönchengladbach brauchen wir mindestens noch mal so eine ähnliche Leistung wie gegen Köln, wenn nicht sogar noch einen Tick drauf." Für Mike Frantz und auch für den Doppeltorschützen Nils Petersen, der nach gut 70 Minuten mit Krämpfen vom Feld gegangen war, hieß es nach dem Spiel zunächst intensiv zu regenerieren. Beide stiegen Anfang der Woche wieder ins Training ein und stehen für die kommende Partie zur Verfügung. „Mike hat es gut gemacht, auch vom Kopf her", so Christian Streich. Im Borussia-Park dürfte Frantz somit wieder von Beginn an auflaufen.

 

Auch in der Begegnung beim aktuellen Tabellenneunten fehlen dem SC weiterhin Amir Abrashi (Kreuzbandriss), Florian Niederlechner (Aufbautraining), Caleb Stanko (Meniskusoperation) und Yoric Ravet (Trainingsrückstand). Dafür steht der gegen den 1. FC Köln gelbgesperrte Çağlar Söyüncü wieder zur Verfügung. Für den türkischen Innenverteidiger war Marc Oliver Kempf in die Viererabwehrkette gerückt. „Çağlar hat bis jetzt eine gute Saison gespielt und sich sehr stabilisiert", sagte Christian Streich auf die Frage nach möglichen Veränderungen in der Anfangsformation am Samstag. „Aber wir haben noch nichts abschließend entschieden, deshalb gilt es da abzuwarten."

 

Gastgeber müssen mehrfach umbauen

 

Bei den Gastgebern, die zuletzt 1:1 beim FC Schalke 04 spielten und die von den letzten sechs Begegnungen nur die beim FC Bayern München (1:5) vor drei Wochen verloren, muss Trainer Dieter Hecking sein Personal in jedem Fall auf vier Positionen verändern. Kapitän Lars Stindl schied in Gelsenkirchen mit einer schweren Sprunggelenkverletzung aus, Innenverteidiger Jannik Vestergaard sowie die Mittelfeldspieler Christoph Kramer und Denis Zakaria fehlen gelbgesperrt. Die Fohlenelf, zu deren Aufgebot mit Matthias Ginter und Vincenzo Grifo auch zwei ehemalige Freiburger zählen, kämpft an den letzten beiden Spieltagen noch um das Erreichen eines Europa-League-Platzes.

 

Für Christian Streich ist es keine Frage, dass der Gegner trotz der Ausfälle genügend Alternativen in seinem breit besetzten und qualitativ hochwertigen Kader besitzt. „Mit Raffael, Thorgan Hazard oder auch Vince haben sie gerade in der Offensive etliche Topspieler, und das gilt für die anderen Mannschaftsteile auch", sagt der Freiburger Trainer. „Was Mönchengladbach für Möglichkeiten hat, ist schon enorm."

 

Etwas mitnehmen für das große Ziel

 

Deshalb gelte es, sich mit der gleichen Fokussierung wie vor der vergangenen Partie auf das Duell im Borussia-Park vorzubereiten und mutig ins Spiel zu gehen. „Es darf kein bisschen weniger sein", sagt auch Julian Schuster, der gegen Köln erneut neben Nicolas Höfler im defensiven Mittelfeld auflief. Der jüngste Heimsieg, so der SC-Kapitän, „gibt noch mal Mut und Selbstvertrauen für die letzten zwei Spiele."

 

Eine zusätzliche Portion von beidem dürfte die Begegnung auch Lucas Höler, dem Siegtorschützen in letzter Sekunde verschafft haben. „Es war ein sensationelles Spiel und es hat mich sehr gefreut, dass ich meinen Beitrag dazu leisten konnte", sagte der Stürmer nach seinem ersten Bundesligatreffer. „Jetzt liegt wieder alles in unserer Hand und deshalb wollen wir auch in Gladbach etwas mitnehmen."

 

Dirk Rohde