Die Bühne gehört nicht nur den Bayern

Freude auf Wiedersehen mit Jupp Heynckes

Nach der Länderspielpause geht es wieder um Bundesligapunkte. Am Samstag gastiert der SC Freiburg beim FC Bayern München (15:30 Uhr, live bei Sky und im SC-Live-Ticker auf www.scfreiburg.com).

 

Die schillernden Themen setzen mal wieder die Bayern. Beim vergangenen Auftritt in München gab es viel Rummel um die Meisterschale, Philipp Lahm, Xabi Alonso und Anastacia - diesen Samstag sind alle Augen auf Jupp Heynckes gerichtet. Klar, dass auch im proppenvollen Presseraum im Schwarzwald-Stadion sich die ersten Fragen um die Gastgeber und ihren Rückkehrer auf die Trainerbank drehten. Christian Streich, übrigens der einzige Bundesligatrainer, der mit seinem aktuellen Verein bereits gegen die Bayern unter Jupp Heynckes gespielt hat, erinnert sich gerne an das bisher letzte Aufeinandertreffen. Damals, im Februar 2012, trotzte der Sport-Club als Tabellenletzter den Bayern ein torloses Unentschieden ab. Die Reaktion von Jupp Heynckes, der Streich nach dem Spiel im persönlichen Gespräch viel Mut im Abstiegskampf machte, nötigt dem SC-Trainer noch heute Respekt ab.

 

Die Ausgangsvoraussetzungen beim Wiedersehen sind natürlich besonders. „Dass die Spieler von Bayern München am Samstag brennen und absolut motiviert sind ist klar", sagte Christian Streich auf die Einstiegsfrage, ob es ein günstiger Zeitpunkt sei, auf den Deutschen Meister zu treffen. Allerdings: „Auch wir stellen uns diesem Duell gerne und müssen Bayern München bekämpfen und bespielen, mit allem was wir haben - das erwartet Jupp Heynckes von uns und wir natürlich auch."

 

Die Vorstellungen der vergangenen Wochen stimmen zuversichtlich. Die Länderspielpause wurde genutzt für Einzelvideos und konzentriertes Arbeiten auf dem Trainingsgelände. „Wir haben gemerkt, dass nach dem Sieg gegen Hoffenheim alle einmal durchatmen konnten und sich auch eine gewisse Lockerheit eingestellt hat", blickte Streich auf die Trainingstage zurück. Spätestens seit Dienstag kribbelt es aber wieder bei Spielern und Trainern, die die neu erarbeitete Lockerheit gerne auch in der Allianz Arena auf den Platz bringen wollen. Dafür sei aber wieder die Bereitschaft notwendig, alle Wege zu gehen und auch nachzusetzen, wenn der Ball mal außer Reichweite erscheine.

 

Personell ist die Mannschaft gut aus der Länderspielpause gekommen. Die Nationalspieler Pascal Stenzel, Caglar Söyüncü, Philipp Lienhart und Bartosz Kapustka sind gesund zurück in Freiburg. Auch die zuletzt angeschlagenen Amir Abrashi und Tim Kleindienst trainieren wieder voll mit. Was das für Auswirkungen auf die Startformation haben könnte, ließ Christian Streich wie gewohnt offen. Allzu viel Änderungsbedarf bestehe nach dem Heimsieg gegen die TSG nicht. Allerdings haben die Trainer auch von den Spielern, die zuletzt weniger Einsatzzeiten hatten, im Test gegen Racing Straßburg neben Ansatzpunkten zur Verbesserung auch einige gute Dinge gesehen. Wechsel in der Startelf auf ein oder zwei Positionen seien demnach nicht ausgeschlossen.

 

Es gibt also auch aus Freiburger Sicht einige Punkte, die vor dem Duell in der Allianz Arena Spannung versprechen, auch wenn die ganz große Aufmerksamkeit - zumindest vor dem Spiel - die Gastgeber auf sich ziehen.

 

 

Sascha Glunk