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Erste Niederlage gegen TSG Balingen

Der SC Freiburg II musste am neunten Spieltag der Regionalliga Südwest die erste Saisonniederlage hinnehmen. Das Team von Christian Preußer und Uwe Staib unterlag der TSG Balingen mit 1:2 (0:0). Marvin Pieringer (47.) erzielte kurz nach der Pause die SC-Führung, doch Simon Klostermann (63.) und Marc Pettenkofer (68.) drehten die Partie nach zwei Kontern noch, wobei dem zweiten Balinger Treffer ein Handspiel vorausging.

 

„Das nervt richtig", sagte Christian Preußer unmittelbar nach der Begegnung und der ersten Niederlage im achten Punktspiel dieser Saison. Noch ärgerlicher wurde der Nachmittag allerdings wenig später, als in der Kabine der Video-Durchlauf der Schlüsselszenen ergab, dass der Siegtreffer von Marc Pettenkofer (68.), der den Ball nach einer Flanke von der linken Seite und einem abgeblockten Schuss in die lange Ecke beförderte, mit der Hand erzielt worden war.

 

„Der Schiedsrichter konnte das aus seiner Perspektive wohl nicht sehen", so der SC-Trainer. Nicht zufrieden war der Coach aber auch mit dem Abwehrverhalten der Mannschaft vor den beiden Gegentoren. „Da haben wir zweimal nicht gut verteidigt und waren nicht kompakt genug, weshalb wir die Führung dann unnötig aus der Hand geben."

 

In der Startelf gab es gegenüber dem 1:0-Sieg in Hoffenheim vor einer Woche sieben Veränderungen. Was auch damit zu tun hatte, dass einige Spieler aus dem Profikader Wettkampfpraxis sammelten. Neben Yannik Keitel, Keven Schlotterbeck und Luca Itter kam Guus Til zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz. Der zuletzt von einer Bänderverletzung genesene Niederländer absolvierte gegen die Schwaben knappe 70 Minuten.

 

Die vom früheren SC-Profi Martin Braun trainierten Gäste konzentrierten sich zunächst auf die Defensivarbeit und setzten dies gut organisiert und wirkungsvoll um. Zwar arbeitete der zuvor noch ungeschlagene Sport-Club deutlich mehr Ballbesitz und spielerische Dominanz heraus. Die klareren Chancen im ersten Durchgang boten sich dennoch den Balingern. So wehrte SC-Keeper Noah Atubolu bei einem Konter gegen Cedric Guarino noch zur Ecke ab (25.). Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff und einem weiteren Gegenzug blockte Verteidiger Kiliann Sildillia einen Schuss von Pettenkofer artistisch vor der Torlinie ab.

 

Auch der SC II erspielte sich bereits Gelegenheiten zur Führung, trat insgesamt aber noch nicht druckvoll genug auf. Pieringer und Til verzogen in der Anfangsphase knapp. Nach einem Freistoß von Itter klärte Julian Hauser gerade noch vor Schlotterbeck (22.). Der TSG-Schlussmann parierte auch einen wuchtigen Schuss des dynamischen Konrad Faber, während Kevin Schade nach einer Hereingabe von Keitel seinen Kopfball über die Querlatte setzte (30.).

 

In der zweiten Halbzeit nutzte der Sport-Club dafür gleich die erste Möglichkeit zur Führung. Nach einer Balleroberung stand Pieringer frei vor Hauser und erzielte mit einem platzierten Flachschuss sein achtes Saisontor (47.). Die Gastgeber erhöhten nun das Tempo und kontrollierten das Spiel noch deutlicher. Schade mit einem Schuss aus der Drehung, und wieder Pieringer nach einer Balleroberung gegen Sascha Eisele, verpassten aber den zweiten Treffer.

 

Stattdessen verwerteten sowohl Simon Klostermann (63.), der nach einem Flankenball freistehend abschloss, als auch Pettenkofer (68.), wenn auch nicht regelkonform, die nächsten beiden Balinger Chancen zur Gästeführung.

 

Diese hätte die U23, bei der mit Guillaume Furrer und Nishan Burkart noch einmal zwei Angreifer ins Spiel kamen, bis zum Schlusspfiff durchaus noch egalisieren können. Faber (71.), der mit einem Schrägschuss an Hauser scheiterte, Boukhalfa bei zwei guten Kopfballgelegenheiten, und kurz vor Schluss noch einmal Pieringer (88.), desssen Direktschuss knapp am Tor vorbei strich, gelang der Ausgleich aber nicht mehr.

 

„Wir wussten, dass Balingen gut steht, haben dann aber unsere Möglichkeiten nicht genutzt", erklärte Christian Preußer, nachdem die Mannschaft erstmals seit dem Saisonstart ohne etwas Zählbares vom Platz ging. „Wir wussten, welche Qualität die Freiburger haben", sagte TSG-Coach Martin Braun. „Ich finde, wir haben es hier taktisch gut gemacht und wir waren effizient."

 

Zum nächsten Auswärtsspiel reist der SC Freiburg II, der Tabellenweiter blieb, in der englischen Woche jetzt zum Spitzenreiter. Am kommenden Mittwoch, 21. Oktober, wartet um 19 Uhr die Partie beim TSV Steinbach Haiger.

 

Dirk Rohde