Jetzt den Newsletter abonnieren!

Bleiben Sie auf dem Laufenden:

Wir geben Ihre Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Abmelden jederzeit möglich.

  1. Newsletter
  2. Facebook
  3. Instagram
  4. Twitter

Punktgewinn bei der Fanrückkehr

Der SC Freiburg hat sich im ersten Heimspiel der Saison am Sonntag 1:1 (1:1) vom VfL Wolfsbug getrennt. Nils Petersen gelang in der 11. Minute mit einem Kopfball die Führung. Zum Ausgleich traf kurz vor der Pause Josip Brekalo (42.). Die Partie im Schwarzwald-Stadion fand erstmals wieder vor 3.200 Zuschauern statt.

 

"Ich bin absolut zufrieden - aber nicht mit dem Ergebnis“, fasste Christian Streich nach dem Spiel zusammen. „Wir müssen aufgrund der Möglichkeiten ein zweites Tor machen. Wir haben es gut ausgespielt, hatten aber auch Pech mit dem Abseitstor und dem Pfostenschuss."

 

Rückkehr zum 4-4-2

 

Der Franzose Baptiste Santamaria – in der Vorwoche aus Angers verpflichtet – feierte sein Debüt in der Freiburger Startelf. Für ihn blieb Wooyeong Jeong zunächst auf der Bank. Der einzige Wechsel im Vergleich zur Vorwoche hatte Konsequenzen für die taktische Ausrichtung der Breisgauer. Statt des 4-1-4-1 vom 3:2-Sieg gegen den VfB Stuttgart, agierte der SC wieder im 4-4-2 mit zwei Sechsern.

 

Christian Streichs Gegenüber Oliver Glasner beorderte im Vergleich zum Euro-League-Qualifikationsspiel gegen Tschernihiw gleich acht neue Spieler in die erste Elf. Für Steffen, Lacroix, Roussillon, Schlager, Marmoush, Mehmedi und Weghorst starteten Klaus, Brooks, Paulo Otavio, Gerhardt, Brekalo, Malli und Ginczek. Da sich zudem Torwart Koen Casteels kurz vor Spielbeginn verletzte, musste Ersatzkeeper Pavao Pervan zwischen die Pfosten.

 

Erstmals wieder Fangesänge im Schwarzwald-Stadion

 

Genau 205 Tage lang hatte der Sport-Club auf Zuschauerunterstützung im Schwarzwald-Stadion verzichten müssen. Beim 3:1-Erfolg gegen den FC Union Berlin am 07. März konnte der SC Freiburg zum letzten Mal vor dem corona-bedingten Ausschluss der Stadionbesucher, auf die Anfeuerung des zwölften Mannes zählen. Gegen den VfL Wolfsburg durften zumindest 3.200 Fans in die Freiburger Heimspielstätte zurückkehren und ihre Mannschaft nach Kräften nach vorne peitschen.

 

Und der erste kollektive Torjubel im Schwarzwald-Stadion sollte nicht lange auf sich warten lassen. Nach einem schönen Konter, konnte Brooks die Hereingabe von Sallai zwar noch zur Ecke klären, diese aber wusste der Sport-Club für sich zu nutzen: Nils Petersen verlängerte die Flanke von Vincenzo Grifo am kurzen Pfosten per Kopf zur Freiburger Führung (11.). Zwei Zeigerumdrehungen später hielt Florian Müller im Freiburger Tor das 1:0 mit einem starken Reflex gegen Joao Victor fest.

 

Die Gäste begegneten dem Freiburger Spielaufbau mit einer massierten Pressinglinie, die den Sport-Club zehn Meter vor der Mittellinie aufnahm. Die Antwort der Mannen von Christian Streich waren immer wieder schöne Diagonalbälle in die freien Räume um das kompakte Mittelfeld der Wölfe zu überwinden.

 

Eine Maßnahme, die fruchtete und zu guten Gelegenheiten für die Gastgeber führte: In der 26. Minute musste Pervan im Wolfsburger Tor einen Grifo-Freistoß aus 20 Metern Entfernung aus dem Eck fischen, zwei Minuten später war die gesamte Wolfsburger Abwehr damit beschäftigt Christian Günter und Vincenzo Grifo im Strafraum am Torschuss zu hindern.

 

Dass es dennoch mit 1:1 in die Pause ging, lag daran, dass die bis dahin blassen Gäste in der 42. Minute quasi aus dem Nichts trafen. Nach einem Foul an Maximilian Arnold donnerte Josip Brekalo den fälligen Freistoß von der Strafraumkante unter die Latte. Florian Müller im SC-Tor war chancenlos.

 

Abseitstor und Pfostentreffer

 

Beflügelt vom Ausgleichstreffer und mit deutlich aggressiverem Pressing kamen die Wölfe besser in die zweiten 45 Minuten. Kurz nach Wiederanpfiff musste Florian Müller sein ganzes Können aufbringen, um einen Fernschuss von Gerhardt aus dem Winkel zu kratzen (48.).

 

Trotz der kurzen Wolfsburger Drangphase jubelte in der 57. Minute wieder das Freiburger Publikum. Allein, die Freude währte nicht lange: Lucas Höler, der nach einem Abschluss von Roland Sallai den Abpraller verwertete, stand bei seinem Treffer im Abseits. Ähnlich knapp wurde es kurz darauf bei einem Fernschuss von Baptiste Santamaria nach einer geklärten Ecke. Doch der Strahl des Neuzugangs schlug lediglich mit einem satten Klatschen am Pfosten ein (64.).

 

Mit zunehmender Spieldauer erspielte sich die Mannschaft von Christian Streich und seinem Trainerteam wieder ein Übergewicht auf dem Feld. Insbesondere Roland Sallai und die zentrale Achse im Mittelfeld um Nicolas Höfler und Baptiste Santamaria diktierten den Freiburger Spielaufbau mit umsichtigen Aktionen. Ein ums andere Mal kombinierte sich der Sport-Club an den gegnerischen Strafraum, hatte dort aber Probleme an der aufmerksamen Abwehr der Gäste vorbeizukommen. Nach einer Freiburger Ecke hatte Santamaria die Gelegenheit einzunicken, schaffte es aber nicht den Kopfball zu platzieren (77.). Das nächste Aufraunen auf der Tribüne folgte, nachdem der inzwischen eingewechselte Kwon von Pervan aus nächster Distanz zum Tor angeschossen wurde – der Querschläger landete aber ebenfalls nicht im Netz (82.). 

 

Angefeuert vom unermüdlichen Anhang bestimmten die Breisgauer auch die Schlussphase – und hätten sich beinahe noch für eine starke Mannschaftsleistung belohnt: Lucas Höler erlief einen zu kurzen Rückpass von Weghorst, lief frei aufs Tor zu, zögerte dann im 1-gegen-1 aber deutlich zu lange und ließ sich den Ball vom Fuß spitzeln. So mussten sich die Freiburger Fans bei ihrer Rückkehr ins Schwarzwald-Stadion zwar mit einem Punkt begnügen, konnten ob der gezeigten Leistung aber dennoch zufrieden sein.

 

Am dritten Spieltag trifft der SC Freiburg am kommenden Samstag (15.30 Uhr, live auf Sky und im Ticker auf scfreiburg.com) auswärts auf Borussia Dortmund.

 

 

David Hildebrandt