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"Es wird Zeit, dass wir dort drei Punkte holen"

 

Mit einem Derby beim VfB Stuttgart startet der SC Freiburg an diesem Samstag (15.30 Uhr, live auf Sky) in die Bundesliga-Saison 2020/21. Vorab haben wir Kapitän und Linksverteidiger Christian Günter zum Interview getroffen.

 

Günni, nach dem DFB-Pokal ist vor dem Bundesliga-Start. Wie steht es um die Vorfreude?

 

Christian Günter: Die ist sehr groß! Wir sind im Pokal gut ins Pflichtspieljahr gestartet und können mit einem gewissen Selbstvertrauen loslegen. 

 

Die Kurzfassung unseres DFB-Pokal-Spiels in Mannheim ist: 3x Aluminium, 2x Tor, 1x Einzug in die zweite Runde. Wie fällt Dein Fazit aus?

 

Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und ein Tor geschossen. Dann kam so ein bisschen der Klassiker: Wir machen unsere Chancen vorne nicht und fangen uns hinten ein Ei. Als Johnny (Schmid, d. Red.) in der Schlussphase getroffen hat, war es eine Erlösung, auch wenn es insgesamt ein verdienter Sieg für uns war. 

 

Getrübt wurde das 2:1 durch die Bänderverletzung von Keeper Mark Flekken, der noch vor seinem ersten Saison-Einsatz wieder runter vom Feld musste. Wie sehr fühlst Du im Moment mit ihm mit?

 

Das ist ganz bitter. Als wir rausgekommen sind, haben wir die Nachricht schon gehört und ihn auch gesehen. Mark hatte zwischendurch noch Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht so schlimm ist. Das hat sich leider nicht bewahrheitet. Es tut uns unglaublich leid für Mark. Jeder weiß, dass er ein sehr guter Torwart ist, der uns weitergeholfen hätte. Jetzt muss er seine ganze Energie auf die Genesung setzen. Wir hoffen, dass alles gut ausheilt. 

 

Du bist in Deiner bisherigen Karriere von Verletzungen meistens verschont geblieben. Bei unserem bisher letzten Auftritt in Stuttgart hat es Dich erwischt. Erinnerst Du Dich daran?

 

(überlegt) Ähm. Echt? In Stuttgart? Da habe ich mich verletzt? Vielleicht habe ich das verdrängt. 

 

Ja, im Februar 2019 hast Du Dir eine Fleischwunde zugezogen.

 

Ach so, das. Das wurde einmal kurz genäht und im nächsten Spiel war ich wieder dabei. So lange wir am Schluss gewinnen, ziehe ich mir auch gerne wieder eine Fleischwunde zu (grinst). Das ist aber nicht zu vergleichen mit der Verletzung von Flekki. 

 

Ausgegangen ist das Derby damals 2:2. Für gewöhnlich tun wir uns aber eher schwer gegen Stuttgart. Wie ist diesmal die Herangehensweise?

 

Das war der erste Punkt, den ich beim VfB geholt habe, glaube ich. Es wird Zeit, dass wir dort drei Punkte einfahren. Es wird ein schwieriges Spiel, die Stuttgarter sind Aufsteiger und hochmotiviert. Aber wir wissen auch, was wir können und was wir auf den Platz bringen müssen, damit sie es mit uns nicht einfach haben. Es wird ein Spiel auf Messers Schneide - und wir hoffen, dass wir am Ende als Sieger vom Platz gehen.

 

Du führst die Mannschaft erstmals als von den Teamkollegen gewählter Kapitän in eine Bundesliga-Saison. Was ändert sich für Dich durch das Amt?

 

Nicht viel, ehrlich gesagt. Bei uns ist es ja eh so, dass die Verantwortung auf viele Schultern verteilt ist. Im letzten Jahr, als Mike Frantz noch Kapitän war, habe ich auch immer versucht, einzuwirken. Aber es freut mich natürlich, dass die Mannschaft mir das Vertrauen schenkt und ich sie aufs Feld führen darf.

 

Mit Pascal Stenzel und Marc Oliver Kempf siehst Du am Samstag zwei altbekannte Abwehrkollegen wieder. Magst Du ihnen zum Abschluss noch ein, zwei Sätze sagen? 

 

(lacht) Die sollen sich warm anziehen. Auf Calli treffe ich ja wahrscheinlich sogar im direkten Duell. Wir haben uns auch schon ein bisschen was über WhatsApp geschrieben. Ich freue mich auf das Duell und darauf, dass wir sie hoffentlich besiegen. Für dieses Spiel wünsche ich ihnen nicht unbedingt "Alles Gute".

 

Interview: Marcel Burger, Sina Ojo