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4:0-Erfolg im Saisonfinale

Starker Schlussakkord mit schönen Toren

Mit einer Galavorstellung hat der SC Freiburg am 34. Spieltag der Bundesligasaison 2019/20 ein Ausrufezeichen hinter eine starke Spielzeit gesetzt. Mit 4:0 (2:0) setzte sich die Mannschaft von Christian Streich und seinem Trainerteam gegen den FC Schalke 04 durch. Für den Sport-Club, der die Saison mit 48 Punkten auf Platz acht abschließt, trafen Luca Waldschmidt (20., 57.), Jonathan Schmid (38.) und Lucas Höler (46.).

 

„ZUSAMMEN GEMEISCHTERT" steht auf den T-Shirts, die sich die Spieler sowie das Trainer- und Funktionsteam des Sport-Club nach dem Schlusspfiff überstreiften. Gemeint war damit unter anderem die bislang längste Saison in der Geschichte der Fußball-Bundesliga, die an diesem Samstag auch im Schwarzwald-Stadion zu Ende ging. Beim Saisonfinale aufgrund der Corona-Pandemie im neunten Spiel nacheinander ohne Fans und Zuschauer auf den Rängen, und aus demselben Grund sechs Wochen später als ursprünglich geplant.

 

Besonders bemerkenswert: Kein einziges Mal stand der SC in dieser Spielzeit auf einem zweistelligen Tabellenrang. Gegen Schalke 04 wurde zudem mit dem 13. Saisonsieg der achte Platz gesichert.

 

Zum Abschluss mit Flekken zwischen den Pfosten

 

„Es war ein umkämpftes Spiel, Schalke war in der ersten Halbzeit zunächst mindestens auf Augenhöhe", sagte Christian Streich im Anschluss an die Partie. „Da mussten wir gut verteidigen, das haben wir gemacht und dann haben wir ein wunderbares Tor zum 1:0 erzielt. Das 2:0 hat uns danach richtig geholfen und wir hatten heute eine große Effizienz. Es war ein wunderbarer Abschluss", so der SC-Trainer. „Ich möchte mich ausdrücklich bei der DFL, bei Christian Seifert und seinem Team dafür bedanken, dass wir dank des dort entwickelten Konzeptes die Saison überhaupt zu Ende spielen konnten."

 

Gegen die Königsblauen kehrte Luca Waldschmidt in die Startformation zurück. Nils Petersen saß dafür zunächst ebenso auf der Bank wie Alexander Schwolow. Für den Stammkeeper des Sport-Club stand im letzten Saisonspiel Marc Flekken zwischen den Pfosten. Der Niederländer hatte in der Hinrunde für den verletzten Schwolow bereits neun Partien absolviert.

 

Schalke-Coach David Wagner veränderte seine Anfangself nach dem 1:4 gegen den VfL Wolfsburg auf drei Positionen: Außenverteidiger Timo Becker, Mittelfeldspieler Can Bozdogan und Angreifer Ahmed Kutucu begannen für den gesperrten Jonjoe Kenny, Levent Mercan und Michael Gregoritsch. „Wir haben mit unserer wieder sehr jungen Truppe gut ins Spiel reingefunden", so der S04-Trainer, „aber Freiburg war sehr effektiv und in der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr konkurrenzfähig und haben deshalb verdient verloren."

 

Pausenführung durch Waldschmidt und Schmid

 

Trotz Temperaturen um die 30 Grad entwickelte sich von Beginn an eine intensive, temporeiche Partie. Der Sport-Club startete spielfreudig und inspiriert, die ersten Möglichkeiten erspielten sich aber die in Auswärtsweiß aufgelaufenen und trotz ihrer vorangegangenen Serie von 15 sieglosen Spielen mutig auftretenden Königsblauen. Einen Distanzschuss von Bozdogan parierte Flekken mit einer Faustabwehr (12.). Unmittelbar darauf köpfte Weston McKennie knapp am langen Pfosten vorbei.

 

Das Führungstor für den ebenfalls vorwärts orientierten Sport-Club leitete dann Philipp Lienhart mit einem langen Diagonalball ein. Christian Günter verarbeitete die Vorlage im Zusammenspiel mit Vincenzo Grifo sehenswert, und Luca Waldschmidt (20.) nutzte Günters Hereingabe von der linken Seite ebenso sehenswert mit einem Direktschuss zur Führung. Mit dieser ging der SC Mitte des ersten Durchgangs auch in die erste Trinkpause der Begegnung.

 

Der Sport-Club stand danach zunächst etwas tiefer, verteidigte gegen die Gelsenkirchener aber weiterhin konsequent - ohne das Umschaltspiel nach vorne zu vernachlässigen. Nach einem Freistoß baute Jonathan Schmid die Führung vor der Halbzeitpause aus. Die Vorlage lieferte wieder Günter, mit einem überraschenden Querpass von der rechten Strafraumseite in den Rückraum, wo Schmid (38.) per Flachschuss durch die vor dem Tor versammelten Gegen- und Mitspieler hindurch in die linke Ecke traf.

 

Höler mit Blitztor, Waldschmidt zum Doppelpack

 

Noch nicht einmal eine Minute war nach dem Wiederanpfiff gespielt, da hatte der SC bereits zum dritten Mal getroffen. Nach einem feinen Pass von Grifo setzte sich Lucas Höler im Laufduell mit Bastian Oczipka durch und versetzte auch Torwart Nübel mit einem kunstvollen Chipball (46.). Es war Hölers achtes Saisontor, was die zweitbeste Ausbeute im Team hinter Nils Petersen (11) bedeutet.

 

Deutlich kürzer als vor der Pause fiel in der zweiten Halbzeit der Abstand zum zweiten SC-Treffer aus. Vielleicht auch, weil der dritte die Freiburger Spielfreude weiter befeuert hatte und den Elan der Gäste spürbar ausbremste. Dominique Heintz spielte einen langen Flugball in die Schalker Hälfte, der einem Gästespieler beim Abwehrversuch über den Scheitel rutschte. Wovon Waldschmidt profitierte, der davon zog und via Innenpfosten zum Doppelpack in die lange Ecke traf (57.).

 

„Mit diesem Abschluss fühlt es sich gut an", sagte der zwischenzeitlich länger verletzte Stürmer. „Wir haben eine sehr konstante Saison gespielt und immer unsere Punkte gesammelt." Insgesamt 48 Punkte sind es für den Sport-Club geworden, der genauso viele erfolgreiche Torabschlüsse verzeichnet, sieben davon durch Luca Waldschmidt.

 

Außergewöhnliche Saison als Achter abgeschlossen

 

Dass es gegen den FC Schalke 04 in der verbleibenden Spielzeit beim bereits deutlichen Ergebnis blieb, lag auch an dem zum FC Bayern München wechselnden Alexander Nübel. Während der SC nach wie vor mit viel Tempo im Passspiel nach vorne drängte, parierte der Keeper einen weiteren Schuss von Keitel (62.), war kurz darauf gegen Höler zur Stelle und wehrte kurz vor Schluss mit einem erneut starken Reflex auch gegen Grifo (87.) ab.

 

Darüber hinaus zielte der für Waldschmidt eingewechselte Petersen (70.) beim Abschluss ebenso wie zuvor Sallai knapp über die Querlatte. „Wir wollten unbedingt den achten Platz verteidigen", erklärte Lucas Höler nach dem letzten Schlusspfiff 2019/20. „Dass wir es dann so umsetzen, ist überragend. Ich bin froh, dass wir so eine gute Saison gespielt haben."

 

Wann genau die neue Bundesliga-Spielzeit 2020/21 beginnt, steht aktuell noch nicht fest. Ins Auge gefasst ist aber ein Starttermin im September, hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am vergangenen Montag mitgeteilt.

 

Eine weitere endgültige Entscheidung fiel an diesem Samstag am Tabellenende: Fortuna Düsseldorf wird den SC Paderborn 07 als direkter Absteiger in die Zweite Bundesliga begleiten. Der SV Werder Bremen sicherte sich dagegen noch den Platz in der Relegation.

 

Dirk Rohde