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Heintz: "Wollen das Hinspiel ausgleichen"

 

Vor eineinhalb Jahren tauschte der Pfälzer Innenverteidiger Dominique Heintz das Rheinland gegen das Badener Land ein und spielte sich beim Sport-Club direkt ins feste Ensemble. Das Heimspiel gegen den SC Paderborn am vergangenen Samstag war bereits der 50. Bundesliga-Einsatz des 26-Jährigen im Freiburger Dress. Vor dem Duell bei seinem Ex-Verein 1. FC Köln an diesem Sonntag (15.30 Uhr, live bei Sky und im Ticker auf scfreiburg.com) spricht Heintzi im Interview der Woche.

 

scfreiburg.com: Es ist kein Geheimnis, dass Du immer noch einen guten Draht nach Köln hast. Wie groß ist der Heintzi-Fanblock am Sonntag?

 

Heintz (lacht): Der Fanclub ist bestimmt groß. Viele Freunde und natürlich meine Familie schauen vorbei und ich kenne auch noch eine ganze Reihe Mitarbeiter und FC-Fans. Die sind natürlich alle heiß auf das Spiel.

 

Du sicher auch.

 

Ja, natürlich freue ich mich darauf, in mein Ex-Wohnzimmer zurückzukommen. Ich werde deshalb aber nichts herschenken, ganz im Gegenteil. Es ist ein ganz normales Bundesliga-Spiel. Und das heißt: Wir möchten das, was wir in der letzten Woche nicht so toll gemacht haben, besser machen und die drei Punkte mit nach Freiburg nehmen.

 

Kölnern wird oft nachgesagt, dass sie ihr Herz auf der Zunge tragen und auch sehr direkt sein können. Nach Deinem Wechsel zum SC gab es trotzdem wenig negative Töne. Wie hast Du das in Erinnerung?

 

Das habe ich genau so auch in Erinnerung. Ein, zwei negative Sachen gibt es natürlich immer, die gab es auch da. Aber ich habe wirklich hauptsächlich positive Nachrichten und Kommentare von Kölnern bekommen. Das hat mich sehr gefreut und gleichzeitig nicht so richtig überrascht. Weil ich zu allen immer ein gutes Verhältnis hatte, zu den Kollegen im Verein und auch zu den Fans. Die haben den Wechsel einfach sehr gut einschätzen können. 

 

Ein paar Deiner ehemaligen Mitspieler sind vor eineinhalb Jahren mit Köln in die Zweite Liga gegangen und auch heute noch im Verein. Auf welche Wiedersehen freust Du Dich am meisten?

 

Jonas Hector, Timo Horn, Marco Höger, Anthony Modeste... (schmunzelt) Also ich könnte da schon noch ein paar aufzählen, auf die ich mich sehr freue. Ich habe mich tatsächlich mit allen im Team gut verstanden. Das war bisher in jedem meiner Vereine so. Ich versuche immer, nach vorne zu gehen und für gute Stimmung zu sorgen. 

 

Seit der Saison 2018/2019 machst Du das in Deiner Wahlheimat Freiburg. 

 

Ja, in Freiburg ist es genauso familiär wie in Köln. Die Leute hier sind nett, der Schwarzwald ist schön, mit meinem Hund kann ich in der Umgebung super Gassi gehen. Ich fühle mich total wohl und ich glaube, das sieht man und das brauche ich auch. Sonst könnte ich mich sportlich nicht so entfalten.  

 

Also ist bisher alles aufgegangen, was Du Dir im Frühsommer 2018 vorgenommen hast?

 

Das muss ich schon sagen, ja. Ich hatte natürlich auch Glück, dass mich keine Verletzungen zurückgeworfen haben. Ich bin froh, dass ich hierher gekommen bin, weil die Trainer mich und auch meine Teamkollegen weiterentwickelt und besser gemacht haben. Das sieht man auch diese Saison. Wir sind auf einem sehr guten Weg.

 

Das 1:2 im Hinspiel gegen Köln war in der Hinsicht ein kleiner Dämpfer. Du hast es damals von der Bank aus verfolgt. Wie hast Du das Spiel im Gedächtnis?

 

Das war ein bisschen ähnlich wie das 0:2 letzte Woche gegen Paderborn. Wir waren phasenweise nicht schlecht im Spiel, haben aber die Tore nicht gemacht. Gegen Köln haben wir dann ganz zum Schluss das zweite Gegentor bekommen. Das möchten wir jetzt besser machen. Wir wollen das Hinspiel ausgleichen und die Revanche mit aller Macht schaffen. 

 

Ähnlich wie wir peilen auch die Kölner nach dem 1:5 gegen Dortmund in der Vorwoche wieder einen Sieg an. Wie können wir diesmal die Glücklichen sein?

 

Wir lassen uns nicht verrückt machen. Wir könnten ja andersrum auch sagen: Hätten die Kölner gewonnen, wären sie jetzt extrem selbstbewusst. Ich gehe davon aus, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird, das zum Schluss Millimeter entscheiden. Diese Millimeter müssen wir auf unsere Seite ziehen. 

 

Interview: Marcel Burger, Sina Ojo