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Enge Niederlagen im Doppel-Test

 

Der Sport-Club hat im Rahmen des Trainingslagers seine zwei Testspiele gegen den Bundesliga-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach jeweils mit 1:2 (0:0) verloren. Nils Petersen in Spiel A und Florian Kath in Spiel B schossen am Freitagnachmittag die Freiburger Tore.

 

Allzu oft dienen Testspiele ja neben dem Ziel, den eigenen Leistungsstand zu messen, auch dazu, Rekonvaleszenten wieder an die Echtbedingungen heranzuführen. So auch bei den Testspielen gegen Borussia Mönchengladbach, bei denen das Trainerteam des Sport-Club zwei komplett unterschiedliche Mannschaften auf den Platz schickte.

 

Schwolow, Waldschmidt und Kath kehren zurück

 

In Team eins stand Alexander Schwolow erstmals nach überstandenem Muskelfaserriss zwischen den Pfosten. In Team zwei freute sich erst Luca Waldschmidt knapp zwei Monate nach dem folgenschweren Zusammenprall bei der deutschen Nationalmannschaft über seine Rückkehr. Später gab auch sein häufig vom Verletzungspech verfolgter Offensivkollege Florian Kath sein Comeback auf dem grünen Rasen im rund eine Autostunde von Sotogrande entfernten Montecastillo.

 

Dieser lag übrigens ziemlich genau neben der Formel-1-Rennstrecke Circuito de Jerez. Sicher ein Sehnsuchtsort für Benzinliebhaber, aber irgendwie auch eine ungewohnte akustische Kulisse für all jene, die an diesem Freitag statt Motorradtrainings einfach nur Fußball sehen wollten.

 

Warmfahren bzw. -laufen hieß es aber schon auch für die Ballsportler. In weiten Teilen der ersten Hälfte beackerten beide Mannschaften das Feld großflächig, doch Abschlüsse waren eher die Ausnahme. Die beste Freiburger Chance in Hälfte eins hatte Innenverteidiger Manuel Gulde, der im Strafraumgetümmel einen Ball touchierte, diesen aber am Pfosten vorbeilenkte (17.).

 

Petersen mit dem ersten Freiburger Treffer 2020

 

Mit zunehmender Spieldauer zeigten die Gladbacher dann, wieso sie sich auf Tabellenplatz zwei in die Winterpause verabschiedet hatten: Zweimal nahm sich Alassane Plea aus halbrechter Position den Ball, zweimal brachte er ihn flach an Freiburgs Defensive vorbei und den Sport-Club in Rückstand (50., 65.).

 

Doch ähnlich wie schon beim 2:4 vor sechs Wochen in der Bundesliga erinnerten sich die Badener prompt an ihre Qualitäten bei ruhenden Bällen. Rechtsaußen Vincenzo Grifo trat zur Ecke an und setzte sie passgenau auf den ersten Pfosten. Hier wartete Stürmer Nils Petersen, schob ein (71.) und verkürzte. Weil ein weiterer Ball wenig später nur ans Außennetz ging (88.), musste sich der SC mit 1:2 geschlagen geben.

 

"Gladbach ist eine absolute Topmannschaft der Bundesliga. Das haben wir auch heute in verschiedenen Aktionen immer wieder gesehen", sagte Co-Trainer Lars Voßler im Anschluss an Spiel A. "Wir haben gut verteidigt und uns insgesamt gut verkauft. Letzten Endes geht das Ergebnis aber so in Ordnung."

 

Regeneration am Samstag, Heimreise am Sonntag 

 

Keine 20 Minuten nach Abpfiff bat der Unparteiische bereits zu Runde zwei, die ganz ähnliche Kräfteverhältnisse wie zuvor offenbarte. Die Gladbacher wieder den Tick überlegener, die Freiburger stabil in der Verteidigung. Die Folge: Ein 0:0 zur Halbzeitpause und diesmal eine – zumindest kurzzeitige – Führung in Hälfte zwei.

 

Der für Jerôme Gondorf eingewechselte Florian Kath war keine zwei Minuten auf dem Platz, als er aus halblinker Position eine Lücke vor sich ausmachte und den Ball ins lange Eck manövrierte (59.). Allerdings drehten Breel Embolo (69.) und Keanan Bennetts (88.) die Partie noch zugunsten der Borussia. "Die Gladbacher waren in beiden Spielen extrem ballsicher und individuell sehr stark. Aber es waren zwei sinnvolle und gute Spiele", resümierte SC-Trainer Christian Streich nach insgesamt 180 Minuten. 

 

Am Samstag heißt es: Regenerieren und direkt danach: Koffer packen. Nach nur sieben Tagen unter spanischem Himmel bricht der SC-Tross am Sonntag in die Heimat auf. Schließlich wartet schon am nächsten Wochenende der Rückrundenstart. Für den SC geht es am Samstag, den 18.01., zum FSV Mainz 05. Anpfiff der Partie ist um 15.30 Uhr.

 

Sina Ojo 

 

 

Spiel A: 

 

SC Freiburg: Schwolow – Schmid, Gulde, Heintz, Itter – Sallai (46. Kwon), Haberer, Koch, Grifo – Höler, Petersen

Trainer: Christian Streich

 

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer (87. Kurt), Ginter, Elvedi, Wendt – Zakaria, Kramer, Herrmann, Stindl (63. Bénes) – Plea, Thuram

Trainer: Marco Rose

  

Tore: 0:1 Plea (50.), 0:2 Plea (65.), 1:2 Petersen (71.)

 

 

Spiel B: 

 

SC Freiburg: Flekken – Tempelmann, Lienhart, Keitel (78. Rüdlin), N. Schlotterbeck – Frantz (78. Boukhalfa), Höfler, Abrashi, Gondorf (58. Kath) – Waldschmidt, Borrello (78. Pieringer)

Trainer: Christian Streich

 

Borussia Mönchengladbach: Sippl – Johnson, Beyer, Jantschke, Bensebaini – Strobl, Bénes (35. Raffael), Neuhaus – Traoré (68. Bennetts), Hofmann, Embolo

Trainer: Marco Rose

 

Tore: 1:0 Kath (59.), 1:1 Embolo (69.), 2:1 Bennetts (88.)