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Torloses Derby - Frauen des Sport-Club verpassen Heimsieg gegen den SC Sand

 

 

Am 3. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga haben sich der SC Freiburg und der SC Sand 0:0 getrennt. Im badischen Derby schaffte es keines der Teams, sich eine klare Überlegenheit zu erspielen und beide Offensivabteilungen vermochten es nicht, den erlösenden „Lucky Punch" zu setzen.

 

Die Gäste wirkten zu Beginn der Begegnung wacher und agierten, wie von vielen der Beteiligten erwartet, aus einer gut sortierten Defensive heraus. Sand störte den Aufbau der Freiburgerinnen früh und kam nach Stellungsfehler der Defensivabteilung (9.) zur ersten Großchance der Gäste. Der Abschluss durch Ricarda Schaber verfehlte jedoch knapp das Ziel. Erst in der 20. Minute gelang es den Gastgeberinnen ein erstes Zeichen in der Offensive zu setzen, jedoch fand die gute Hereingabe von Anja Maike Hegenauer keinen Abnehmer. Es folgte nun eine der stärksten Phasen des SC, in der man dem Führungstreffer sehr nahe war. Ein Kopfball von Kim Fellhauer landete an der Querlatte und den Nachschuss von Rebecca Knaak entschärfte die Sander Torfrau Manon Klett durch eine gute Parade. Diese guten Torchancen waren wie ein Weckruf und die Gastgeberinnen setzten die bis dahin souverän spielende Defensivabteilung aus Sand gehörig unter Druck.

 

Chancen auf beiden Seiten kurz vor der Halbzeit

 

Kurz nach der Trinkpause (26.), die den hohen Temperaturen im Möslestadion geschuldet war, konnte ein vielversprechender Angriff durch Sandra Starke nur durch ein Foul gestoppt werden. Myrthe Moorrees holte die Freiburgerin von den Beinen und erhielt zu Recht die Gelbe Karte in einer sonst fairen Partie. Freiburg war jetzt endgültig im Spiel angekommen und mit ein wenig Glück wäre zu diesem Zeitpunkt auch eine Führung möglich gewesen. In der 31. Minute jagte Jana Vojtekova einen Freistoß aus 20 Meter nur knapp über das Gästegehäuse. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kamen beide Teams noch zu guten Chancen. Der SC Sand scheiterte nach guter Kombination erst an der gut aufgelegten Merle Frohms und fast im direkten Gegenzug verzog Kim Fellhauer nur knapp.

 

Freiburger Torhüterin entschärft zwei Großchancen der Gäste

 

In der Pause wechselte der Freiburger Coach Daniel Kraus. Für Anja Maike Hegenauer stand nun Lena Lotzen auf dem Feld. Nach nur wenigen Minuten in der zweiten Hälfte musste das Heimteam jedoch einen bitteren Schlag wegstecken. Ohne gegnerische Einwirkung verletzte sich Kim Fellhauer so schwer, dass für sie die Begegnung zu Ende war. Für die Verletzte kam nun Sharon Beck (58.). Das nächste Ausrufezeichen setzte in der 64. Spielminute dann wieder das Team von Gästetrainer Glass. Den brandgefährlichen Abschluss aus der Distanz entschärfte Merle Frohms, indem sie das Leder gerade noch mit den Fingerspitzen über das Gehäuse lenkte. Nur kurz darauf stand dann nach einer Flanke völlig ungedeckt Patrycja Balcerzak wenige Meter vom dem Freiburger Tor, jedoch auch diese Chance zur Führung vereitelte Frohms durch sehr gutes Stellungsspiel.

 

Frauen des Sport-Club versuchten es bis zum Schluss

 

Die Freiburger Fans mussten bis zur 75. Minute auf die nächste gute Gelegenheit des Sport-Club warten. Hasret Kayikci setzte sich auf der linken Seite durch und legte auf Klara Bühl ab. Diese zog sofort ab, verpasste das Ziel und die ersehnte Führung jedoch knapp. In der teilweise nun hektischen und emotionalen Schlussphase ließen die Spielerinnen von Cheftrainer Kraus klar erkennen, dass sie nicht gewillt sind, sich mit einer Punkteteilung zufrieden zu geben. Der SC Freiburg mobilisierte nochmals die letzten Kräfte und versuchte wirklich alles, um noch den ersten Heimsieg einfahren zu können. So kam Lena Lotzen noch zu einer großen Chance per Kopf (86.), die aber leider nicht zum Erfolg führte. Große Aufregung dann noch einmal in der 90. Spielminute. Eine Flanke vom rechten Strafraumeck traf den Arm einer Sander Abwehrspielerin. Der Freiburger Anhang und auch Trainer Kraus forderten Strafstoß. Dieser wurde ihnen jedoch von der Schiedsrichterin Karoline Wacker verwehrt. So blieb es letztendlich bei einer unter dem Strich gerechten Punkteteilung, über die sich die Gäste aus Sand am Ende des Nachmittags mehr freuten.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Birgit Bauer (Abteilungsleiterin Frauen- und Mädchenfußball SC Freiburg): „Wenn man kein Tor erzielt, dann kann man eine Begegnung auch nicht gewinnen. Beide Teams hatten einige Chancen, die nicht genutzt wurden. Somit geht das heutige Unentschieden dann auch in Ordnung. Wir müssen mit der Punkteteilung leben und uns jetzt voll auf das nächste Spiel beim MSV Duisburg konzentrieren", so Bauer.

 

Stenogramm:


SC Freiburg: Frohms, Fellhauer (Beck 57.), Mégroz, Knaak, Minge, Kayikci, Starke, Bühl, Hegenauer (Lotzen 46.), Kirchberger, Vorjtekova

Ersatzbank: Borggräfe (ETW), Karl, Beck, Sanders, Lotzen, Müller

Trainer: Daniel Kraus 

SC Sand: Klett, Moorrees, Caldwell, van Bonn, Prohaska, Blagojevic (Pinther 83.), Winczo, Fiebig, Rijsdijk (Hoppius 80.), Balcerzak, Schaber (Brandenburg 90+1)

Ersatzbank: Voll (ETW), Schöppl, Hoppius, Satchell, Georgieva, Pinther, Brandenburg

Trainer: Sascha Glass

Gelbe Karten: Beck, Moorrees, Prohaska

Zuschauer: 1.483