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"Die Gesichter sind noch gleich..."

 

SC-Rückkehrer Jonathan Schmid im Interview der Woche

Die Länderspielpause neigt sich dem Ende zu, die Nationalspieler trudeln sukzessive wieder am Schwarzwald-Stadion ein, der Blick geht in Richtung Hoffenheim. Vor dem Gastspiel an diesem Sonntag (15.30 Uhr, live auf Sky und im Ticker auf scfreiburg.com) bei der TSG steht der französische Rückkehrer Jonathan Schmid (29) auf Deutsch Rede und Antwort.

 

Johnny, wir wissen, dass Du eigentlich nicht der ganz große Redner bist. Deshalb vielen Dank schon vorab für Deine Zeit.

 

Ja, bitte (schmunzelt). Es ist einfach meine Art. Das war schon immer so, auch als Kind habe ich nicht viel gesprochen. 

 

Sportlich hattest Du dagegen nie Probleme, Dich zu verständigen. Täuscht der Eindruck?

 

Nein, das stimmt. Auf dem Platz muss ich viel reden, das mache ich dann eben auch. Außerhalb rede ich aber hauptsächlich mit meiner Frau und mit meinen beiden Kindern. Ich bin ein ruhiger Typ.

 

Groß vorstellen musstest Du Dich bei Deiner Rückkehr ohnehin nicht. Zwischen 2008 und 2015 warst Du bereits beim Sport-Club. Das Trainerteam des SC kennst Du schon viele Jahre lang, auch das Umfeld und die Räumlichkeiten am Schwarzwald-Stadion sind unverändert. Inwiefern hat Dir das den Wiedereinstieg erleichtert?

 

Klar sind ein paar neue Gesichter dabei, aber die meisten sind noch die gleichen. Für mich war das ein Pluspunkt, zum Sport-Club zurückzukommen. Die Kollegen in der Kabine sind überragend, wir treffen uns oft noch nach dem Training und auch unsere Zuschauer sind toll. Sie stehen immer hinter uns - egal, ob wir gewinnen oder verlieren. Insgesamt ist meiner Frau und mir die Entscheidung deshalb sehr leicht gefallen.

 

Welche Dinge haben sich in der Zwischenzeit trotzdem ein klein wenig verändert?

 

Es gibt jetzt ein Handyverbot in der Kabine (lacht)... 

 

...und sportlich eine neue Position für Dich. Als Du den SC verlassen hast, warst Du im Mittelfeld angesiedelt, jetzt bist Du Rechtsverteidiger. Wo findest Du Dich besser zurecht?

 

Es ist kein Geheimnis, dass meine Lieblingsposition das rechte Mittelfeld ist. Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich aber auf jeder Position alles. Schon in meiner Jugend habe ich auf vielen verschiedenen Positionen gespielt, in Augsburg war ich drei Jahre lang Rechtsverteidiger. Gut fühle ich mich auch weiter hinten. In der Defensive habe ich zum Beispiel das ganze Spiel vor mir und kann frei wählen, wie ich einen Spielzug eröffne. 

 

In den nächsten beiden Wochen geht es für Dich in die Vergangenheit. Am Sonntag wartet auswärts die TSG Hoffenheim, am Samstag danach ist der FC Augsburg bei uns zu Gast. Sind solche Spiele gegen ehemalige Vereine für Dich noch immer besonders?

 

Auf jeden Fall. Ich freue mich sehr.  

 

Zu welchen ehemaligen Kollegen aus Hoffenheim hast Du noch einen engen Draht?

 

Mit Konstantinos Stafylidis, Ermin Bičakčić und Oliver Baumann (Ex-Freiburger, d. Red.) habe ich Kontakt. Mit Stafylidis telefoniere ich oft über Facetime. Wir unterhalten uns dann nicht nur über Fußball, sondern über alles Mögliche. Es würde mich freuen, wenn ich ihn am Sonntagabend mit einem Sieg von uns ein bisschen aufziehen könnte. 


Der neue Hoffenheimer Cheftrainer Alfred Schreuder ist für viele Außenstehende noch eine kleine Unbekannte. Für Dich nicht, Du hast in Deiner Hoffenheim-Zeit unter ihm als Co-Trainer gespielt. Was ist er für ein Typ?

 

Er hat viel Ahnung und er lässt gerne Fußball spielen, die Spieler offensiv anlaufen und Tore schießen. Das zeichnet ihn aus. Im Vorjahr war er mit Ajax in der Champions League gut unterwegs (erst im Halbfinale schied Ajax gegen Tottenham aus, d. Red.). 

 

Hoffenheim hat aktuell vier Punkte geholt. Nach einer Niederlage gegen Frankfurt zum Start folgten ein Sieg gegen Bremen und ein Remis in Leverkusen. Wie erwartest Du den Gegner?

 

Die sind sehr spielstark. Ich gehe davon aus, dass sie sehr viel pressen und uns in Zweikämpfe zwingen werden. 

 

Wir selbst hatten vor der Länderspielpause eine ärgerliche Last-Minute-Niederlage gegen Köln, davor aber einen guten Auftakt in die Saison mit Siegen gegen Mainz und Paderborn. Wie können wir an die Spiele eins und zwei anknüpfen? 

 

Wir müssen präsent sein und auch als Auswärtsmannschaft dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Die Freiburger Fans werden ebenfalls wieder eine wichtige Rolle spielen und uns hoffentlich auch dieses Mal bis zum Abpfiff unterstützen. Ich bin sicher, dass wir dann etwas mit nach Hause nehmen können - für die Fans und für uns.

 

Interview: Marcel Burger, Sina Ojo