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Remis gegen Frankfurt zum Auftakt

Gute und weniger gute Phasen

Die U19 des SC Freiburg hat sich zum Saisonauftakt der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest 2:2 (2:1) von Eintracht Frankfurt getrennt. Lars Kehl (10.) und Dominique Domröse (20.) brachten die Gastgeber in der Freiburger Fußballschule in Führung. Für die Hessen gelang Abdulkerim Cakar (45.+2) kurz dem Pausenpfiff der Anschlusstreffer, den Ausgleich erzielte in der zweiten Hälfte Jabez Makanda Maleko (52.).

 

Es sah gut aus, was die neuformierten A-Junioren des Sport-Club zum Bundesligastart gegen Eintracht Frankfurt über weite Strecken der ersten Halbzeit zeigten. Schon nach 20 Sekunden kam Neuzugang Guillaume Furrer aus spitzem Winkel zum ersten, aber noch erfolglosen Abschluss. Effektiv nutzte das Team von Thomas Stamm und Ewald Beskid dafür die nächste Chance. Nach einem langen Ball von Nicolas Keckeisen aus dem eigenen Strafraum über die aufgerückten Frankfurter hinweg, hatte Lars Kehl freie Bahn und überwand Eintracht-Torwart Max Hinke in der 10. Spielminute mit einem Lupfer zur Führung.

 

Die SC-Junioren kontrollierten die Partie zunächst, präsentierten sich handlungsschneller, zielstrebiger und mit dem flüssigeren Kombinationsspiel, obwohl die Gäste, die seit diesem Sommer vom ehemaligen SC-Profi Andreas Ibertsberger betreut werden, keineswegs tief standen, aber vor allem auf Balleroberungen und Kontermöglichkeiten lauerten. Auch die nächsten Gelegenheiten erarbeiteten sich die Gastgeber. Nach einem Antritt von Furrer verpasste Noah Weißhaupt die Hereingabe des Schweizers, der zuletzt für den FC Zürich spielte, nur knapp.

 

Für die Gäste prüfte Jip Molenaar mit einem Flachschuss erstmals SC-Torwart Noah Atubolu - und setzte kurz darauf nach einem weiteren Frankfurter Konter schon zum Torjubel an. Der Niederländer hatte den Ball aus spitzem Winkel bereits an Atubolu Richtung langes Eck vorbeigeschoben, doch im letzten Moment war Keckeisen zur Stelle, rettete auf der Torlinie und verhinderte den Ausgleich.

 

Stattdessen präsentierte der SC einige Minuten später einen weiteren feinen Spielzug - und baute die Führung aus. Lars Gindorf, von der SV Elversberg zum SC gekommen, flankte von der linken Seite ins Zentrum, wo Außenverteidiger Dominique Domröse (27.) mit einer noch abgefälschten Direktabnahme traf. Zwar blieb es bis zur Pause bei der optischen Überlegenheit der Freiburger U19, aber auch die Frankfurter wurden nach dem zweiten Gegentreffer aktiver, offensiver und vor allem bei Standardsituationen gefährlich. Abdulkerim Cakar (38.) traf mit einem Freistoß aus 18 Metern zunächst aber nur den linken Außenpfosten. Doch in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs verwertete der Stürmer dann einen Eckball zum Anschlusstreffer unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff (45.+2).

 

„Wir haben die erste halbe Stunde kontrolliert, waren aber danach nicht mehr so zielstrebig mit dem Ball und haben nicht mehr konsequent genug verteidigt", sagte Trainer Thomas Stamm. „Dadurch haben wir den Gegner auch dazu eingeladen, ein Tor zu schießen. Nach der Pause war das Spiel dann sehr offen und ausgeglichen, obwohl Frankfurt nach dem Ausgleich zunächst besser war. In dieser Phase haben wir keine Kontrolle mit dem Ball hinbekommen und zu früh die Tiefe gesucht."

 

Ärgerlich aus Freiburger Sicht war, dass dem Anschlusstor nur wenige Minuten nach dem Wiederbeginn der Ausgleich folgte. Nach einem Pass von Cakar setzte sich Jabez Makanda Maleko (52.) im Strafraum durch und traf erneut für die Eintracht. Die Gäste traten nun druckvoll auf und kamen zu weiteren Möglichkeiten. Fynn Otto (65.) verfehlte das Tor mit einem Schrägschuss. Wenig später köpfte Molenaar freistehend aus wenigen Metern vorbei, und einen Distanzschuss von Jacob Engel lenkte Atubolu mit der Faust noch über die Latte.

 

Doch der SC, bei dem nach einer knappen Stunde Maximilian Dietz und Emilio Kehrer ins Spiel gekommen waren, arbeitete sich in der Schlussphase ebenfalls noch einmal zurück in die Partie. Kehrer (81.) hätte die Begegnung wieder zugunsten des Sport-Club wenden können, doch sein Direktschuss aus kurzer Distanz auf Zuspiel von Weißhaupt ging über das Tor. Und in der Nachspielzeit verpasste er eine hohe Flanke von Weißhaupt mit dem Kopf nur knapp.

 

„Am Schluss haben wir das Spiel wieder kontrolliert und hatten weitere Chancen, aber es hätte nach der Pause in jeder Phase noch mal kippen können. Von daher sind das Unentschieden und der Punkt okay", bilanzierte Thomas Stamm den ersten Pflichtspielauftritt der Mannschaft in dieser Saison. „An unserer Chancenverwertung und Zielstrebigkeit können wir sicher noch arbeiten und das tun wir auch." Grundsätzlich habe die Auftaktbegegnung wieder bestätigt, wie eng es in der Liga von der Leistungsdichte her zugehe: „Es war ein Spiel auf Messers Schneide - und das war in den letzten Jahren häufig so."

 

Eng könnte es auch beim ersten Auswärtsspiel zugehen. Am kommenden Samstag (17. August, 13 Uhr) ist die U19 des Sport-Club zum badischen Derby beim Karlsruher SC zu Gast.

 

Dirk Rohde