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Die Nachwuchsarbeit als Grundlage

 

Laura Benkarth wurde in Freiburg geboren und ist beim SC zur Bundesliga- und Nationaltorhüterin geworden - sie unterstützt deshalb gerne den Förderverein Freiburger Fußballschule. 

 

Laura Benkarth, es ist jetzt rund ein Jahr her, dass Sie sich das Kreuzband geris­sen haben. Wie geht es Ihnen? 

 

Gut, danke der Nachfrage. Ich habe schon wieder ein paar Spiele in der Zweiten Mannschaft bei Bayern München ge­macht. Die Verletzung war bitter, weil mir nach langen Jahren beim SC Freiburg der Abschied auf dem Platz verwehrt geblie­ben ist, und den Start in München hat es auch nicht leichter gemacht, obwohl mich das Team gut aufgefangen hat. Im vergan­genen Jahr durfte ich auf jeden Fall lernen, geduldig zu sein.

 

Was sind Ihre nächsten Ziele? 

 

Natürlich würde ich gerne bei der WM im Sommer dabei sein. Der Zug ist noch nicht ganz abgefahren. Es wäre super, wenn es noch klappt, ansonsten greife ich danach wieder an. 

 

Sie waren kürzlich auch schon für ein paar Tage bei Nationalmannschaft. Haben Sie da auch die neue Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zum ersten Mal getroffen? 

 

Wir haben uns schon mal in München kurz gesehen und gesprochen, aber etwas besser habe ich sie jetzt in den drei Tagen beim Lehr­gang kennengelernt. Der erste Eindruck ist sehr positiv, auf alles weitere bin ich gespannt, wenn ich wieder dabei sein darf. 

 

Wie sehen Sie die deutschen Chancen bei der WM in Frankreich? 

 

Es gab einen Umbruch in der Mannschaft, auch mit der neuen Trainerin, aber wir haben sehr gute junge Spielerinnen. Deutschland kann im­mer vorne mitspielen, und ich bin optimistisch, dass es gut laufen wird. 

 

Hat sich der Stellenwert des Frauenfußballs verändert? 

 

In den vergangenen Jahren hat sich vieles entwickelt. Auch wenn man das nicht mit den Männern vergleichen kann, sind die Zuschauerzahlen gestiegen. Es freut uns natürlich, wenn wir mehr Aufmerksam­keit bekommen. Es wollen auch immer mehr Mädchen Fußball spielen, und die Nachwuchsarbeit wird auch professio­neller. Videoanalysen gab es bei mir in der Jugend noch nicht, da geht es voran und das muss es auch. 

 

Ist das auch ein Grund, warum Sie sich für die Mitgliederkampagne des Förder­vereins engagieren? 

 

Ich wurde gefragt und habe mich sehr darüber gefreut. Ich unterstütze das ger­ne, weil ich dem Verein viel zu verdanken habe, der mein Heimatverein ist, bei dem ich zur Bundesliga- und Nationalspielerin geworden bin. Die Nachwuchsarbeit war dafür die Grundlage. 

 

Was verbinden Sie mit der Fußball­schule? 


Aus meiner Zeit im Internat habe ich viele tolle Erlebnisse in Erinnerung. Es war schön, mit Mitspielerinnen zusammen zu wohnen und viel Zeit miteinander zu verbringen. Vor allem aber wurde mir er­möglicht, auf hohem Niveau zu trainieren. Teilweise war ich morgens mit im Techniktraining der Jungs, das hatte mir der DFB empfohlen, und es hat mich weiter gebracht.

 

Laura Benkarth (26 Jahre) wurde in Freiburg geboren und hat am An­fang beim SV Biengen noch bei den Jungs gespielt. Über den FC Wolfen­weiler-Schallstadt ist sie 2008 beim SC Freiburg gelandet, wo sie zur Bundesliga- und Nationaltorhüterin wurde. 2018 wechselte sie zum FC Bayern München. 

 

lnterview: Daniela Frahm