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SC gewinnt 5:1 gegen den 1. FC Nürnberg

Fußballfest zum Finale

Der SC Freiburg hat sich am letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2018/19 mit einem klaren 5:1 (2:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg von seinen Fans verabschiedet. Marco Terrazzino (7.), Luca Waldschmidt (34.), zweimal Nils Petersen (54./56.) und Vincenzo Grifo (61.) trafen im ausverkauften Schwarzwald-Stadion. Das Tor für die Gäste erzielte Eduard Löwen (69.). Der Sport-Club beendet die Spielzeit auf dem 13. Tabellenplatz.

 

Es war noch mal ein echter Fußballfeiertag im Schwarzwald-Stadion. Genauso hoch wie zuvor den FC Augsburg hatte der Sport-Club am Ende den 1. FC Nürnberg geschlagen - und endlich konnten sie übergestreift werden, die T-Shirts zum diesjährigen, schon seit zwei Wochen feststehenden Klassenerhalt.

 

„ErSChtklassig" steht auf den Shirts, und auf dem großen Banner, mit dem sich die Mannschaft im Anschluss an die Partie zu den Klängen von „You'll never walk alone" bei den Fans im Stadion bedankte, stand daran angelehnt: „Ihr seid erSChtklassig. Danke!" „Es gab ein paar Mannschaften, die in dieser Saison eine Durststrecke hatten. Wir hatten sie jetzt am Ende und waren sehr enttäuscht nach dem letzten Spiel in Hannover", sagte Christian Streich zur Partie. „Die Mannschaft hat heute eine sehr gute Reaktion gezeigt. Wir wollen, dass die Leute Freude haben, wenn sie ins Stadion kommen", so der SC-Trainer. „Das ist uns noch einmal gelungen und darüber sind wir froh."

 

Drei Veränderungen für den letzten Dreier

 

Beim Sport-Club gab es nach der 0:3-Niederlage in Hannover drei Änderungen in der Startformation. Der vor einer Woche gesperrte und aktuell angeschlagene Janik Haberer fehlte jedoch erneut. Ebenso wie nach einer Trainingsverletzung kurzfristig Verteidiger Keven Schlotterbeck. Im Tor stand erstmals in dieser Saison Mark Flekken, der damit zugleich sein Bundesligadebüt gab. Alexander Schwolow und Florian Niederlechner saßen auf der Bank. Neu in der Anfangself waren neben Flekken im Angriff Luca Waldschmidt sowie Marco Terrazzino auf der rechten Mittelfeldseite. Mike Frantz rückte von dort ins defensive Mittelfeld und Robin Koch spielte in der Innenverteidigung.

 

„Wir werden am Samstag besser spielen, davon bin ich überzeugt, und das haben sich die Fans auch verdient, die uns in jeder Phase der Saison unterstützt haben", hatte Mike Frantz vor der Partie mit Bezug auf die letzte Auswärtsbegegnung gesagt. Tatsächlich startete der Sport-Club mit Präsenz, Vorwärtsdrang und viel Schwung in die Partie. Nach drei Minuten verhinderte Club-Torwart Christian Mathenia noch einen Nürnberger Rückstand, als er einen Kopfball von Dominique Heinz um den Pfosten drehte. Aufgelegt hatte per Freistoß Vincenzo Grifo, der sein letztes Spiel für den Sport-Club bestritt und nach der Saison zur TSG Hoffenheim zurückkehrt.

 

Terrazzino trifft früh, Waldschmidt zum Pausenstand

 

Lange dauerte es bis zum Führungstor dennoch nicht. Nach einem Pass von Waldschmidt setzte sich Terrazzino vor der Strafraumgrenze gegen zwei Gegenspieler durch und erzielte mit einem Flachschuss in die linke Ecke sein erstes Saisontor. Zuletzt hatte der Offensivspieler am vorletzten Spieltag der Hinrunde in der Startelf gestanden. Die Gäste konzentrierten sich tief stehend vornehmlich auf die Defensivarbeit. Ein Kopfball von Patrick Erras (21.) nach einem Freistoß war die erste von wenigen Möglichkeiten der Franken. Kurz darauf rückte wieder Mathenia in den Fokus, der erst einen Linksschuss von Waldschmidt (24.) zur Ecke lenkte, und wenig später auch einen Schrägschuss von Terrazzino mit dem Fuß abwehrte.

 

Als nach gut 35 Minuten im Schwarzwald-Stadion erstmals „Steht auf für den SCF" angestimmt wurde, hatte der SC zuvor zum zweiten Mal getroffen und der Nürnberger Torwart das 2:0 mit einer Unsicherheit begünstigt. Nach einer Flanke von Nils Petersen und schöner Ballannahme traf Luca Waldschmidt (34.) mit einem Rechtsschuss, den Mathenia mit einer Hand abzuwehren versuchte, anstatt mit beiden Fäusten zu klären. Mark Flekken hatte vier Minuten später das erste Mal die Gelegenheit sich auszuzeichnen, als er einen Kopfball von Tim Leibold parierte.

 

Petersen im Doppelpack, Abschiedstor von Grifo

 

Der SC hatte die erste Hälfte deutlich bestimmt, sich spielfreudig präsentiert und etliche Chancen erarbeitet. Mit einem noch spektakuläreren zweiten Durchgang sorgte das Team endgültig für Partystimmung zum Saisonabschluss. Zunächst versuchten zwar die Gäste, nun auch ein paar Offensivakzente zu setzen, doch dies beantwortete Nils Petersen schließlich mit einem Doppelpack innerhalb von zwei Minuten. Zunächst erhöhte der Stürmer nach einer abgewehrten Flanke von Günter mit einem noch abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze aus (54.).

 

Zwei Zeigerumdrehungen nach seinem neunten Saisontor ließ Petersen das zehnte folgen und sicherte sich damit auch den ersten Platz in der internen Torschützenwertung. Diesmal kam die vorbereitende Flanke von der rechten Seite und von Pascal Stenzel, diesmal ließ Nils Petersen Mathenia mit einem artistischen Seitfallzieher aus zehn Metern keine Abwehrchance. Einen krönenden Schlusspunkt auf sein halbes Jahr als Ausleihspieler und Rückkehrer setzte wiederum nur fünf Minuten später Vincenzo Grifo. Günter hatte eine weitere Flanke von der linken Seite auf den langen Pfosten gezogen, wo Grifo aus spitzem Winkel per Direktschuss ins lange Eck traf (61.).

 

Löwen verkürzt, Stenzel scheitert an der Latte

 

Zum bisher höchsten Freiburger Bundesligasieg hätte nun noch ein Treffer gefehlt. Doch nachdem Kapitän Frantz als erster Auswechselspieler unter Standing Ovations der Zuschauer vom Feld gegangen und durch Amir Abrahsi ersetzt worden war, konnten auch die Gäste, die als bereits feststehender Absteiger nach Freiburg gekommen waren, einen erfolgreichen Torabschluss verzeichnen. Eduard Löwen (69.) ließ Flekken mit einem Distanzschuss in die lange Ecke keine Abwehrchance.

 

Gleich nach seinem ersten Erstliga-Gegentor musste der Niederländer mit ansehen, wie sein Gegenüber Christian Mathenia erst gegen Terrazzino und dann auch gegen Stenzel (70.) zweimal glänzend abwehrte und das sechste SC-Tor verhinderte. Dieses lag auch in der Schlussphase noch mehrfach in der Luft. Der für den verletzt ausgeschiedenen Terrazzino eingewechselte Roland Sallai verfehlte allerdings zweimal knapp. Kurz vor Schluss scheiterte schließlich Stenzel (88.) an der Querlatte.

 

„Mille gracie" vor der Saisonabschlussfeier

 

„Wir haben in dieser Saison tolle Spiele gemacht und nicht so viele schlechte", bilanzierte Christian Streich nach dem letzten Abpfiff dieser Spielzeit. „Wir haben trotz der Ergebnisse zuletzt die Klasse gehalten und wir müssen immer wissen, wo wir herkommen", sagte der Coach. „Wir spielen jetzt neun von zehn Jahren in der Ersten Bundesliga zuletzt. Das ist nicht so schlecht für den SC Freiburg."

 

Auf dem Rasen war Vincenzo Grifo nach der Stadionrunde der Mannschaft noch offiziell durch die SC-Vorstände Oliver Leki und Jochen Saier sowie SC-Präsident Fritz Keller verabschiedet worden. Was Stadionsprecher Claus Köhn über die Lautsprecher ergänzte: „Mille gracie, mille Grifo".

 

Dann begann auf der Bühne hinter Nord die Saisonabschlussfeier. Mit der Band FATCAT, mit den Fans, mit der Mannschaft sowie dem Trainer- und Funktionsteam. Und so, wie Kapitän Mike Frantz ebenfalls vorher angekündigt hatte: „Es ist für uns jedes Mal wieder eine Riesensache, wenn wir über dem Strich stehen". Deswegen werde am Samstag auch gefeiert, „ohne Wenn und Aber".

 

Dirk Rohde