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Saisonfinale gegen den 1. FC Nürnberg

 

Entschlossen zu einem Erfolgserlebnis

Mit einem Heimspiel beendet der SC Freiburg seine insgesamt 19. Bundesligasaison. Zu Gast im Schwarzwald-Stadion ist am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) der bereits als Absteiger feststehende 1. FC Nürnberg.

 

Dass auch der 1. FC Nürnberg über eine treue wie leidensfähige Fanbasis verfügt, zeigt die Tatsache, dass für das letzte Heimspiel des Sport-Club in dieser Saison im ausverkauften Schwarzwald-Stadion noch einmal das komplette Kontingent für den Gästebereich abgerufen wurde. Rund 2400 Anhänger der Franken, die seit dem vergangenen Spieltag und dem 0:4 gegen Borussia Mönchengladbach als Absteiger feststehen, wollen in Südbaden beim vorerst letzten Erstligaauftritt des früheren Rekordmeisters dabei sein.

 

Noch mal alles für einen guten Auftritt geben

 

Für Christian Streich ist auch deshalb klar, dass die Mannschaft von Übergangscoach Boris Schommers, der in Freiburg zum letzten Mal auf der Nürnberger Bank sitzen wird, „hier unbedingt Vollgas geben, noch einmal etwas zeigen und das letzte Spiel der Saison gewinnen will." Mit demselben Ziel geht auch der Sport-Club in die Partie. „Wir möchten zeigen, dass das Spiel in Hannover eine Ausnahmesituation war", betont der SC-Trainer. „Auch wir wollen uns wieder ein Erfolgserlebnis holen und zusammen mit den Fans gut rausgehen aus der Saison."

 

Trotzdem werde es ein schwieriges Spiel, da sich die Gäste, die im vergangenen Jahr gemeinsam mit Fortuna Düsseldorf aufgestiegen waren, nach ihrem insgesamt neunten Abstieg nicht mit einer Niederlage aus der Bundesliga verabschieden wollten und bis zur entscheidenden Partie gegen Mönchengladbach „in keinster Weise aufgegeben" gehabt hätten. „Wir wollen den Fans und uns einen Sieg schenken", sagt auch Nils Petersen. Zumal der SC nach dem enttäuschenden 0:3 bei Hannover 96 nun seit acht Spielen sieglos ist. In Niedersachsen stand der Stürmer nach sechswöchiger Verletzungspause wieder in der Startelf und absolvierte sein 100. Bundesligaspiel für den SC Freiburg.

 

Mit frischem Schwung und gebündelten Kräften

 

„Es gab viel zu besprechen nach dem letzten Samstag", berichtete Christian Streich auf der Pressekonferenz zum finalen Saisonspiel. „Wir waren sehr enttäuscht über uns selber und offensichtlich habe auch ich in der Vorbereitung zu viele Fehler gemacht", so der Coach, der mit seinem Trainerteam in der vergangenen Woche und nach dem vorzeitig gesicherten Klassenerhalt zum Beispiel die turnusmäßige Videovorbereitung auf den Gegner weggelassen hatte. „Wir haben einfach mal probiert, den Jungs gewisse Freiheiten zu geben, um mit einer gewissen Leichtigkeit nach Hannover zu gehen. Das hat nicht funktioniert."

 

In dieser Woche sei man deshalb wieder zu den gewohnten Abläufen zurückgekehrt. In einer „nicht zu knappen Vidoanalyse", so Torwart Alexander Schwolow, habe man die letzte Niederlage analysiert. Bei Hannover 96, das trotz des Sieges gegen den SC ebenfalls nach dem Spiel als Absteiger feststand, habe „einfach von vorne bis hinten nicht so viel gepasst". Umso mehr, erklärte der Schlussmann, der wie Verteidiger Dominique Heintz bisher auf 33 Saisoneinsätze kommt, „wollen wir jetzt gegen Nürnberg drei Punkte holen und einen guten Abschluss hinbekommen." Dafür gelte es, die Köpfe frei zu bekommen, sich mit frischem Schwung vorzubereiten und wieder alle Kräfte zu bündeln.

 

Rückkehr von Haberer wegen Blessur noch fraglich

 

Christian Streich hat die bisherige Trainingswoche ein gutes Gefühl vermittelt: „Die Mannschaft hat gut trainiert, die Jungs sind sehr konzentriert gewesen und wollen sich zerreißen, egal wer auf dem Platz steht." Jetzt gelte es, die bestmögliche Aufstellung zu finden, „auch gegen die Körperlichkeit der Nürnberger."

 

Für diese Aufgabe steht nach seiner Gelb-Rot-Sperre in Hannover eigentlich auch Janik Haberer wieder zur Verfügung. Allerdings sei der Rückkehrer, so Streich, derzeit angeschlagen und es könne sein, dass Haberer erneut ausfalle. Bereits gegen Fortuna Düsseldorf war Roland Sallai nach monatelanger Verletzungspause als Einwechselspieler erstmals wieder im Einsatz. In Hannover stand der ungarische Nationalspieler nach der Pause nun eine komplette Halbzeit auf dem Feld, diesmal auf der rechten Außenbahn.

 

Ein Fragezeichen steht auch noch hinter dem ebenfalls angeschlagenen Marco Terrazzino. Keine Optionen sind gegen Nürnberg weiterhin Manuel Gulde (Reha nach Muskelfaserriss), Tim Kleindienst (Reha nach Meniskusoperation), Lukas Kübler (Bruch des Sprunggelenks) und Chima Okoroji (Muskelfaserriss).

 

Abschlussfeier mit den Fans nach dem Zieleinlauf

 

„Wir wollen am Samstag unbedingt ein positives Erlebnis, auch für die Fans", erklärt Christian Streich. „Sie müssen uns, wenn möglich, noch einmal unterstützen, denn es wird nicht einfach." Deshalb dürfe die Mannschaft auch nicht verkrampfen und müsse die richtige Balance finden. „Wir gehen mit totaler Energie und Entschlossenheit auf den Platz, das kann ich garantieren. Ob es dann ein gutes Spiel wird, werden wir sehen."

 

Auf jeden Fall gibt es einige Zeit nach dem Abpfiff der Begegnung noch einmal ein Wiedersehen mit den Anhängern. Hinter der Nordtribüne beginnt gegen 18 Uhr die Saisonabschlussfeier mit der Freiburger Band FATCAT.

 

Etwas später werden auch die Mannschaft sowie das Trainer- und Funktionsteam des SC auf die Bühne kommen, um gemeinsam mit den Fans zu feiern - den erneuten Klassenerhalt und am liebsten natürlich auch noch letzte Punkte nach dem Zieleinlauf.

 

Dirk Rohde