Jetzt den Newsletter abonnieren!

Bleiben Sie auf dem Laufenden:

Wir geben Ihre Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Abmelden jederzeit möglich.

  1. Newsletter
  2. Facebook
  3. Instagram
  4. Twitter

Zeit für FrauengeSChichte

 

 

Frauen, Fußball und Freiburg: Der Einzug ins DFB-Pokalfinale war kürzlich der bisherige sportliche Höhepunkt der Frauenfußball-Historie beim Sport-Club. Wie Frauen beim SC auch abseits des Platzes seit jeher aktiv sind,  war Thema bei der ersten Veranstaltung der Reihe "1904 - Zeit für GeSChichte" im Jahr 2019.

 

"Wir wollen heute die Impulse der Ausstellung fan.tastic females aufgreifen und daran anschließen", sagte SC-Archivar Uwe Schellinger zur Begrüßung, "dabei soll es nicht primär um den Frauenfußball gehen, sondern um Frauen als Mitarbeiterinnen und Funktionsträgerinnen beim Sport-Club."

 

Das Podium illustrierte die Vielseitigkeit der Funktionen, in denen Frauen im und um den Verein wirken. So gewährte Stefanie Nerling, seit 2001 pädagogische Leiterin der Freiburger Fußballschule, Einblicke in das Innere des Vereins, während Journalistin Daniela Frahm vor allem den öffentlichen Blick von außen beschrieb. Wie Frauen die Fanszene gestalten, erläuterte Anna-Christin Ludwig, die 1994 den rein weiblichen Fanclub "SC-Hexen" gegründet hatte. Der Name, so betonte sie bei der Gesprächsrunde nachdrücklich, sei keine Faschingsreferenz, sondern stehe für weibliches Selbstbewusstsein.

 

Als Gesicht und Herz des SC-Frauenfußballs könnte man Abteilungsleiterin Birgit Bauer betiteln. Ute Willaredt, ehemalige Torhüterin und bis heute in verschiedenen Funktionen aktiv und Uwe Schellinger zeichneten zusammen mit Bauer die Geschichte der Frauenabteilung von den Anfängen Mitte der 1970er-Jahre bis zum vorläufigen Höhepunkt 2019 nach: demErreichen des DFB-Pokalfinales.

 

Die Verortung der Thematik in die regionale Frauengeschichte übernahm Birgit Heidtke. Die Historikerin wies darauf hin, dass „es unglaublich viel Recherche braucht, um die Bedeutung von Frauen in der Vereins- und Stadtgeschichte zu erforschen. Oft stehen in der Geschichtsschreibung Männer im Vordergrund und Frauen tauchen selten und oftmals ohne Namen auf.“ Den Abend schloss Moderator André Wunder mit der Frage: "Was denkt ihr? Herrscht beim SC ein weibliches Prinzip?" Die Frage blieb offen – und soll auch nach dem Abend zum Nachdenken anregen.   

 

Tobias Gayer