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Tolle Arbeit in der Fußballschule

 

Jürgen Schieck war früher Moderator bei "Sport im Dritten" und ARD-Fußballreporter. Jetzt ist er Stammgast im Schwarzwald-Stadion - und engagiert sich im Förderverein Freiburger Fußballschule.

 


Jürgen Schieck, Sie gehörten zu den Gründungsmitgliedern der Bürgerinitia­tive für das neue SC-Stadion und sind Mitglied im Förderverein der Freiburger Fußballschule. Wie kam es dazu?

 

1987 bin ich als Fernsehjournalist zum SDR (heute SWR; d. Red.) nach Stuttgart gegangen. Nach dem SC-Aufstieg 1993 war ich oft als Reporter in Freiburg, auch für die ARD-Sportschau, und als Mo­derator von "Sport im Dritten" hatte ich oft SC-Studiogäste. Inzwischen wohne ich in Freiburg und bin fast bei allen Heimspie­len. Triebfeder für mein Engagement in der Stadion-Initiative und für den Förder­verein ist aber Eberhard Fugmann, der frühere Rektor des Rotteck-Gymnasiums, der mich sozusagen angeworben hat.

 


Warum hat es Ihnen der SC schon zu Ihrer Zeit als Reporter so angetan?

 

Die Redaktion in Stuttgart war klar auf den VfB ausgerichtet, der Deutscher Meister war und international spielte. Mir blieb mir als Badener gar nichts anderes übrig, als mich um die - in Anführungszeichen - kleineren Vereine in Baden zu kümmern, was mir zunehmend großen Spaß mach­te, und die richtige Entscheidung war. Als es beim VfB mal nicht mehr so gut lief, der Karlsruher SC im Uefa-Cup war, und es beim SC aufwärts ging, wollten die Stuttgarter plötzlich zugreifen. Aber das habe ich dann nicht mehr zugelassen.

 


Was macht für Sie den SC und seine Fußballschule so besonders?

 

Wie im Nachwuchsleistungszentrum gearbeitet wird, so unaufgeregt, finde ich toll. Es ist beeindruckend, wie die Scouting-Abteilung und Klemens Hart­enbach immer wieder Spieler finden, die andere nicht auf dem Schirm haben, wie die Schlotterbeck-Brüder, die plötzlich in der Bundesliga spielen. Oder dass Julian Schuster als Ex-Profi und Kapitän jetzt Verbindungstrainer ist: Das finde ich sinn­voll und kenne Vergleichbares bei keinem anderen Profiverein. Als ich selber aktiv war, gab es noch nicht mal Nachwuchsleistungszentren, die wurden ja erst nach dem Debakel bei der EM 2000 eingeführt.

 

 

Sie spielten beim SV Alsenborn und den Stuttgarter Kickers Regionalliga, damals die zweithöchste Spielklasse - aber in einer ganz anderen Fußballwelt?

 

Natürlich, das kann man überhaupt nicht vergleichen. Wir konnten abends auch nochmal weggehen, ohne dass wir befürchten mussten, dass am nächsten Tag davon Fotos auftauchen. Auch die Belastung war eine ganz andere. Erst bei den Stuttgarter Kickers, als unser Gegner übrigens noch der Freiburger FC war, haben wir vor- und nachmittags trainiert.

 


Jetzt gehen Sie am liebsten ins Schwarzwald-Stadion zum Fußball?

 

Ja, und ich freue mich auf das neue Stadion, selbst wenn mein Weg dahin wesentlich weiter ist. Als Journalist habe ich viele Stadien gesehen, auch bei Welt- ­und Europameisterschaften. So schön und heimelig es beim SC ist, ob Sicher­heit oder Platzlänge: Der Verein braucht das neue Stadion. Geld spielt nicht nur im Fußball eine immer größere Rolle, das ist eine gesellschaftliche Her­ausforderung, der sich auch der Förder­verein stellen muss.



Interview: Daniela Frahm