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Wieder unter Flutlicht beim FSV Mainz

 

Volle Auswärtsenergie bereitstellen

Am 28. Bundesliga-Spieltag wartet auf den SC Freiburg auswärts erneut ein Abendspiel und zugleich die letzte Flutlichtpartie dieser Saison. In der Opel-Arena ist der Sport-Club am Freitag (20.30 Uhr, live im Eurosport Player und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) beim 1. FSV Mainz 05 zu Gast.

 

Dicke Schneeflocken schwebten draußen zu Boden, als Christian Streich im Medienraum des Schwarzwald-Stadions am Donnerstag zur bevorstehenden Partie Stellung nahm. Nach dem sonnigen und für den Sport-Club mit dem 1:1 gegen Bayern München auch sportlich erwärmenden letzten März-Wochenende sorgte der launische April in Freiburg zunächst noch einmal für ein winterliches Intermezzo.

 

Stattliche Unterstützung in Rheinhessen

 

Ein kühler Abend ist auch für den Freitag in Mainz prognostiziert, wo in der Opel-Arena rund 2700 SC-Fans ihr Team unterstützen werden. Einen Sieg bei den Nullfünfern gab es in der Bundesliga bislang noch nicht zu feiern. Von den bisherigen neun Erstligavergleichen entschieden die Gastgeber sechs für sich, dreimal teilten sich der FSV und der Sport-Club die Punkte. „Wir müssen schauen, dass sich das Gefühl in Mainz verändert und wir hinterher ein freudiges Gefühl haben", sagte Christian Streich in Bezug auf diese Bilanz.

 

Den letzten Punkt bei den Rheinhessen holte der SC mit einem 2:2 in der Saison 2014/2015; der letzte Sieg in Mainz gelang im Februar 2013 im DFB-Pokal-Viertelfinale: Mit dem 3:2 nach Verlängerung gelang damals der erstmalige Einzug ins Halbfinale. Was die aktuellen Bilanzen angeht, schneidet der vor dem kommenden Spieltag einen Tabellenrang und zwei Punkte vor den Mainzern platzierte Sport-Club deutlich besser ab. Von den letzten acht Bundesliga-Begegnungen verlor der SC nur die Partie bei Bayer Leverkusen und holte elf Punkte. Der FSV Mainz 05, der am vergangenen Wochenende mit dem 1:3 bei Werder Bremen die vierte Niederlage in Folge hinnehmen musste, verlor sieben der letzten acht Spiele.

 

Gleich Präsenz und Leidenschaft aufbieten

 

Angeschlagene Gastgeber erwartet Christian Streich deshalb am Freitagabend trotzdem nicht. Ganz im Gegenteil. „Wer Mainz kennt, auch von ihrer Art und Weise, kann sich vorstellen, was sie sich für dieses Spiel vorgenommen haben", warnt der SC-Trainer und ergänzte: „Wenn wir nicht von der ersten Minute an mit Hunger und Präsenz da sind, werden sie uns überrennen." Selbst wieder gut und intelligent zu verteidigen nennt er deshalb als erste Voraussetzung, um die Auswärtsstatistik bei den Rheinhessen, gegen die der Sport-Club im Wintertrainingslager in Spanien auch zwei Testspiele bestritten hatte, in eine neue Richtung zu lenken.

 

„Rennen und kämpfen" sei außerdem die Basis dafür, um auch in Mainz gut Fußball zu spielen. „Wir müssen gut genug gegen den Ball arbeiten, aber auch aktiv sein, um in Ballbesitz zu kommen", erklärte Christian Streich. „Dann haben wir eine richtige Chance, erfolgreich zu sein. Und das würde ich mir sehr wünschen nach den letzten Jahren in Mainz." Eine von beiden Seiten intensiv geführte Partie, wie es in der Vergangenheit häufig war, erwartet der Coach auch diesmal: „Wenn wir auf den Platz gehen, sollten wir wissen, was auf uns zukommt und trotzdem selbstbewusst sein. Denn das können wir nach den letzten Wochen und der bisherigen Saison."

 

Lienhart fehlt weiterhin, Gulde erneut

 

Verzichten muss das Trainerteam dabei weiterhin auf Nils Petersen (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Lukas Kübler (Sprunggelenksbruch), Roland Sallai, Florian Kath (beide Reha nach Leistenoperation) und Tim Kleindienst (Reha nach Meniskusoperation), dessen Vertrag der SC Freiburg am Mittwoch vorzeitig verlängert hat.

 

Auch die Innenverteidiger Philipp Lienhart und Manuel Gulde fallen für das kommende Spiel aus. Lienhart befindet sich nach seiner Gehirnerschütterung aus der Partie gegen Hertha BSC zumindest wieder im Lauftraining. „Es geht langsam bergauf bei ihm", berichtete Christian Streich. Auf der anderen Seite musste Manuel Gulde, der gegen Bayern München in der Schlussphase eingewechselt worden war, anschließend wegen Rückenbeschwerden wieder mit dem Training aussetzen.

 

Zu den Optionen für den Kader in Mainz zählen dafür wieder Robin Koch und Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger, der gegen Hertha BSC nach dem Ausscheiden von Philipp Lienhart zu seinem Bundesligadebüt gekommen war, kehrte Anfang dieser Woche nach einer Schulterverletzung ins Mannschaftstraining zurück. Dort war nach seinem Innenbandriss im Knie auch Robin Koch erstmals wieder zusammen mit den Teamkollegen am Ball.

 

Mit guter Mentalität für bessere Bilanz

 

Noch viel länger hatte dem SC Nicolas Höfler gefehlt, der sich im Hinspiel gegen Mainz 05 am Knie verletzte, gegen den FC Bayern in die Startelf zurückkehrte und auf Anhieb wieder eine überzeugende Leistung zeigte. „Die Spieler, die letzte Woche auf dem Platz standen, haben es gut gemacht", erklärte Christian Streich. Ob es in Mainz Veränderungen gebe, hänge auch davon ab, für welche taktische Ausrichtung man sich entscheide: „Es gibt mehrere Optionen und wir haben auch personell verschiedene Möglichkeiten, obwohl wir doch einige Verletzte haben."

 

Im Rahmen des Trainingslagers im Januar, so der SC-Coach, habe er auch seinen Kollegen Sandro Schwarz näher kennengelernt. Deshalb hat er auch keinen Zweifel daran, mit welcher Mentalität der FSV Mainz trotz der jüngsten Niederlagenserie den SC empfangen wird. „Sandro ist ein sehr guter Trainer, er hat Power und antwortet mit Energie, wenn er ein paar Mal nicht gewonnen hat", ist Streich überzeugt. „Deshalb müssen wir alles dafür tun, dass wir die gleiche Energie bereitstellen."

 

Schließlich, bekräftigt auch Dominique Heintz, gilt es den aktuellen zwölften Tabellenplatz und den Abstand nach unten weiter mit Leidenschaft zu verteidigen. „Ich bin froh, dass wir im gesunden Mittelfeld sind und Punkt für Punkt sammeln", sagt der Innenverteidiger, der noch keine Minute dieser Saison verpasst hat. „Am Freitag einen Dreier nachlegen, das wäre Gold wert." Und ein ganz besonderes Souvenir für alle SC-Fans im Mainzer Stadion.

 

Dirk Rohde