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Punktgewinn bei Borussia Mönchengladbach

Im Kollektiv zum wertvollen Remis

Der SC Freiburg hat den 26. Bundesliga-Spieltag mit einem 1:1 (1:1) bei Borussia Mönchengladbach eingeleitet. Eine Führung durch den Ex-Gladbacher Vincenzo Grifo (10. Minute) egalisierte Alassane Plea (16.) am Freitagabend fast postwendend. Mit nun 31 Punkten verabschiedet sich der SC in die Länderspielpause.

 

"Es war ein absolut verdienter Punkt und es freut mich, dass die Jungs das wieder so hingekriegt haben", lobte SC-Trainer Christian Streich im Anschluss. Sein Amtskollege Dieter Hecking ergänzte: "Wir wussten, dass mit Freiburg eine Mannschaft kommt, die leidenschaftlich das Tor verteidigt. Wir waren heute zu passiv. Das müssen wir uns ankreiden."

 

Zwei Wechsel in der Abwehr

 

Die Frauen des Sport-Club hatten es am Mittwoch vorgemacht und in Mönchengladbach gewonnen. Ihr Lohn: der Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. Nur 4,68 Kilometer Luftlinie entfernt, im Borussia-Park, wollten es ihnen die SC-Männer am Freitagabend in der Bundesliga am liebsten gleichtun – und Zählbares mit in die Heimat nehmen.

 

Zumindest die äußeren Umstände ähnelten denen der Frauen anfänglich schon mal sehr: Heftige Sturmböen und anhaltender Starkregen sorgten noch bei der Platzbegehung für einen unangenehmen Empfang. Doch anders als bei den Frauen ließen Wind und Regen rechtzeitig zum Anpfiff nach. Also hieß es pünktlich ab 20.30 Uhr: Kämpfen und siegen.

 

Dabei entschied sich das Trainerteam des SC für eine im Vergleich zum 3:1 gegen die Hertha vor knapp einer Woche leicht veränderte Anfangself.

 

Pascal Stenzel ersetzte auf der Rechtsverteidigerposition Lukas Kübler, der mit seinem im Berlin-Spiel erlittenen Sprunggelenksbruch lange ausfällt. Neben ihm rückte Keven Schlotterbeck für den wegen einer Gehirnerschütterung ebenfalls pausierenden Philipp Lienhart in die Innenverteidigung. Sein jüngerer Bruder Nico, der vorige Woche sein Bundesliga-Debüt gab, nahm diesmal zunächst auf der Bank Platz – und durfte schon bald gemeinsam mit den Kollegen jubeln.

 

Schnelle SC-Führung, schneller Ausgleich

 

Nach schönem Zuspiel von Luca Waldschmidt legte Stenzel zurück auf den ehemaligen Gladbacher Vincenzo Grifo, der den Ball auf Höhe der Strafraumgrenze kurzerhand an den Innenpfosten setzte – und für Fohlen-Torwart Yann Sommer unhaltbar ins Tor lenkte (10. Minute).

 

Gepaart mit einer stabilen Defensive, in der Kapitän Mike Frantz bei Bedarf von der Doppelsechs in die zentrale Rolle in der Dreier-/Fünferabwehrreihe wechselte, erlebten die Gäste einen Start nach Maß.

 

Lange sollte die Führung allerdings nicht währen. Genau genommen sechs Minuten. Dann nämlich bediente Gladbachs Thorgan Hazard über rechts den mittig mitgeeilten Alassane Plea, der aus kürzester Distanz zum schnellen Ausgleich vollendete (16.). Ein Treffer, der auch der folgenden Abseits-Prüfung durch Videoschiedsrichter Robert Hartmann standhielt.

 

Starke Defensivleistung in Hälfte zwei

 

Schade für den Sport-Club, der sich auch danach über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Spitzenklub vom Niederrhein, der exakt das gleiche Personal wie zuletzt beim 1:0 in Mainz aufbot, präsentierte.

 

Weitere gefährliche Angriffe sahen die 46.832 Zuschauer im Borussia-Park in dieser ersten Hälfte kaum. Eine Doppelchance von Grifo (36.) hätte die Gäste aber gut und gerne erneut in Front bringen können. Doch erst Nico Elvedi und danach Sommer machten die Freiburger Bemühungen zunichte. So verabschiedeten sich die Teams mit einem insgesamt leistungsgerechten Remis in die Pause.

 

Ohne Wechsel ging’s in Durchgang zwei, in dem die Hausherren nun zunehmend mehr Dominanz ausstrahlten. Mal der Fuß von Christian Günter (59.), mal das Bein von Dominique Heintz (62.) und Amir Abrashi (62.), mal der Greifreflex von Alexander Schwolow (64.) und mal auch die Brust von Schlotterbeck (80.): Im Kollektiv retteten die Freiburger das Unentschieden über die Zeit.

 

Als nächstes gegen den FC Bayern

 

"Wir haben viele Spieler, die kein hierarchisches Denken haben, sondern ein integratives", sagte Christian Streich. "Das ist in einer Mannschaftssportart unerlässlich."

 

Mit dem Punktgewinn verabschiedet sich der Sport-Club nun in eine einwöchige Länderspielpause. Am Samstag, den 30. März um 15.30 Uhr, ist dann der FC Bayern im Schwarzwald-Stadion zu Gast.

 

Bis dahin müssen die Fans auf Freiburger Spitzenfußball aber nicht verzichten: Die SC-Frauen empfangen an diesem Sonntag den amtierenden Meister und Pokalsieger im Möslestadion, bereits am Samstag geht’s für die U19 im Halbfinale des DFB-Pokals der Junioren zum VfB Stuttgart. Unterstützung vor Ort ist jeweils ausdrücklich erwünscht.

 

Sina Ojo