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SC zum Flutlichtspiel im Borussia-Park

 

Mit Aufwind und Überzeugung

Zur Auswärtsbegegnung vor der anschließenden Länderspielpause reist der SC Freiburg an den Niederrhein. Dort ist der Sport-Club zum Auftakt des 26. Bundesliga-Spieltags am Freitagabend (20.30 Uhr, live im Eurosport Player und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) bei Borussia Mönchengladbach zu Gast.

 

Wie schon im Hinspiel am neunten Spieltag treffen der SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach beim zweiten Saisonvergleich unter Flutlicht aufeinander. Und wie schon die erste Begegnung wird auch die kommende am Niederrhein am Freitagabend angepfiffen.

 

Gute Erinnerungen an Mönchengladbach

 

Bestünde am Ende auch Deckungsgleichheit, was das Ergebnis betrifft - im vergangenen Oktober hatte sich der SC nach Toren von Nils Petersen, Luca Waldschmidt und Lucas Höler mit 3:1 durchgesetzt - gäbe es sogar Historisches zu feiern: Noch nie ist es dem Sport-Club in der Ersten Bundesliga bisher gelungen, alle drei Zähler aus dem im Jahr 2004 eröffneten Borussia-Park mitzunehmen. Dort siegte der SC nur am vorletzten Spieltag der Zweitligasaison 2007/2008, damals mit 3:2.

 

Ungeachtet dieser Statistik verband Christian Streich auf der Pressekonferenz zum Spiel, zu dem den SC rund tausend Fans begleiten, zunächst uneingeschränkt positive Erinnerungen mit dem Gegner. Der Grund war der Heimsieg im Schwarzwald-Stadion im letzten Jahr, „für mich unser bestes Spiel in dieser Saison", sagte der SC-Trainer. „Es war im Rahmen unserer Möglichkeiten ein großartiges Fußballspiel gegen keinesfalls schlechte Mönchengladbacher. Aber das ist Vergangenheit, morgen wird es wieder ein anderes Spiel."

 

Zufrieden mit der aktuellen Zwischenbilanz

 

Dennoch dürfte die Mannschaft in dieser Partie auch von der positiven Energie aus der allerjüngsten Vergangenheit zehren. Mit dem 2:1-Sieg gegen Hertha BSC rückte der Sport-Club in der Tabelle wieder auf den zwölften Platz vor, knackte mit dem zweiten Rückrundensieg die Dreißig-Punkte-Marke, vergrößerte vor den letzten neun Spielen den Abstand zum Relegationsplatz auf elf Zähler und den Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang auf 16 Punkte.

 

„Wir hatten gehofft, dass es so kommt, und obwohl im letzten Spiel mit den Verletzungen von Lukas Kübler und Philipp Lienhart nicht alles rund gelaufen ist", betonte Christian Streich, „haben es die Jungs gegen alle Widerstände geschafft zu gewinnen. Wir können uns aufeinander verlassen, wenn einer ausfällt, kommen andere. Deshalb bin ich momentan sehr zufrieden." Was sich freilich allein auf den aktuellen Zwischenstand beziehe: „Wir sind nicht satt und fahren auch nicht nach Gladbach, um nett zu sein. Wir werden am Freitag wieder fighten und malochen."

 

Lienhart fehlt, Schlotterbeck-Brüder dabei

 

Personell wird es im Borussia-Park nach dem Spiel gegen Berlin mindestens zwei Veränderungen in der Startelf geben. Für Lukas Kübler, der nach einem Bruch des Sprunggelenks noch am Samstagabend operiert wurde, dürfte wie nach seinem Ausscheiden gegen Hertha diesmal von Beginn an Pascal Stenzel auflaufen. Auch Innenverteidiger Philipp Lienhart, der im letzten Spiel nach einem Zusammenprall mit Salomon Kalou zur Halbzeit mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste, kann die Reise an den Niederrhein nicht mit antreten.

 

Bei dem Österreicher traten am Mittwoch noch einmal Schwindelgefühle auf. „Ansonsten war alles in Ordnung, aber momentan lässt sich noch nicht sagen, wann er wieder trainieren kann", erklärte Streich. Dafür legte er sich bereits darauf fest, dass in Mönchengladbach sowohl der gegen Berlin für Lienhart ins Spiel und gleichzeitig zu seinem Bundesligadebüt gekommene Nico Schlotterbeck, als auch sein älterer Bruder Keven Schlotterbeck zum Kader - und mindestens einer von ihnen auch erstmals zur Anfangsformation zählen wird. „Einer oder beide", so der Coach. „Das hängt davon ab, ob wir mit einer Dreier- oder Viererkette spielen."

 

Auch Gulde steht noch nicht zur Verfügung

 

Denn neben Lienhart steht auch Manuel Gulde noch nicht wieder zur Verfügung. Bei dem Innenverteidiger, der nach einem Muskelfaserriss in der letzten Woche zunächst ins Training zurückgekehrt war, musste anschließend der Muskel im Oberschenkel punktiert werden. Seit bald zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining dabei ist inzwischen Nicolas Höfler. Der Mittelfeldspieler kündigte Christian Streich an, wird wohl am Sonntag im Regionalligaspiel der U23 in Offenbach erstmals nach seinem Innenbandriss im November wieder Wettkampfpraxis sammeln.

 

Noch keine Rolle spielen können weiterhin Robin Koch (Aufbau nach Innenbandriss), Roland Sallai (Leistenoperation), Florian Kath (Reha nach Leistenoperation) und Tim Kleindienst (Reha nach Meniskusoperation).

 

Gegner Borussia Mönchengladbach konnte nach zuvor vier sieglosen Spielen am vergangenen Samstag mit einem 1:0 beim FSV Mainz 05 wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Zuhause musste die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking bei den Niederlagen gegen Bayern München (1:5), den VfL Wolfsburg (0:3) und Hertha BSC (0:3) die Punkte zuletzt dreimal in Folge dem Gegner überlassen.

 

Kämpferisch gegen variable Gastgeber

 

„Da haben sie teilweise ihre eigenen Chancen nicht genutzt und dann Gegentore bekommen", so Christian Streich. „Klar ist, dass sie spielerisch und individuell eine brutale Qualität haben." Deshalb gelte es selber wieder mit der richtigen Balance aufzutreten, zumal Mönchengladbach auch taktisch sehr flexibel und variantenreich spiele. „Trotzdem werden wir auch in Gladbach versuchen, Tore zu erzielen und etwas mitzunehmen. Wir haben gepunktet, stehen gut da und fahren mit voller Überzeugung dorthin."

 

Auch Außenverteidiger Christian Günter hofft nach dem Heimsieg gegen Hertha auf einen weiteren erfolgreichen Flutlichtabend gegen die Borussia: „Wir fahren mit Aufwind nach Gladbach. Vielleicht entführen wir dort noch einen Dreier."

 

Zum letzten steuerte Vincenzo Grifo beide Torvorbereitungen bei. Für den Mittelfeldspieler, der nach seiner ersten Zeit beim Sport-Club in der Saison 2017/2018 für Borussia Mönchengladbach spielte, ist die nächste Partie auch eine weitere Rückkehr. „Ich weiß deshalb gut, was sie für Qualitäten haben", sagt er. „Aber wir wollen mutig auftreten und uns voll reinhauen. Dann schauen wir, was am Ende dabei rauskommt."

 

Dirk Rohde