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Philipp Lienhart im Interview der Woche

 

"Müssen weiter punkten"

Etwas unfreiwillig ist Philipp Lienhart in den beiden letzten Spielen in den Fokus geraten: Beim 3:3 gegen den VfL Wolfsburg schoss der Innenverteidiger das unmittelbar danach aberkannte 4:3, beim 0:0 auf Schalke hatte er aus kurzer Distanz die beste Chance der Partie. Vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen den FC Augsburg (ab 15.30 Uhr, live auf Sky und im Ticker auf scfreiburg.com) steht der 22-jährige Österreicher im Interview der Woche Rede und Antwort.

 

scfreiburg.com: Philipp, in der Regel spricht ein Innenverteidiger hauptsächlich über das Verteidigen, bei Dir müssen wir aus aktuellem Anlass eine Ausnahme machen. Arbeitest Du an einem zweiten Standbein als Stürmer?

 

Philipp Lienhart: (lacht) Gute Frage. Ich würde eher sagen: Die Bälle kommen im Moment einfach gut, wir haben schöne Laufwege und gehen relativ entschlossen in die Spiele. Torjäger-Qualitäten habe ich aber leider nicht so wirklich, wie man auf Schalke gesehen hat. Da hätte ich noch konsequenter den Abschluss suchen müssen.

 

Wie groß ist die Enttäuschung?

 

Es tut mir vor allem leid für die Mannschaft, weil es nicht schwierig gewesen wäre, den Ball reinzuköpfen und weil es wichtige Punkte für uns gewesen wären. Das muss ich beim nächsten Mal besser machen.

 

Besser lief es da bei Deinem eigentlichen Jobprofil, dem Verteidigen. Erstmals in diesem Kalenderjahr hat der Sport-Club wieder zu Null gespielt. Ein Weg in die richtige Richtung?

 

Ja, das war es auf jeden Fall. Wir haben in den vorherigen Spielen zu viele Gegentore bekommen und im Training immer weiter an der defensiven Stabilität gearbeitet. Dass wir in der Hinsicht endlich wieder ein Erfolgserlebnis hatten, war sehr wichtig, nicht nur für die Verteidiger und den Torwart, sondern für die komplette Mannschaft. Bei uns beginnt ja die Defensive vorne bei den Stürmern.

 

Auf den ersten Sieg 2019 wartet der SC noch. Wie kann der eingefahren werden?

 

Gegen Schalke haben wir schon viel richtig gemacht. Wenn wir gegen Augsburg Torchancen bekommen, müssen wir die nutzen. Hinten müssen wir eben konsequent in den Zweikämpfen sein und sinnvolle Entscheidungen treffen.

 

Hinten wird die Personaldecke allerdings immer dünner. Nach den Defensivspielern Manuel Gulde (Muskelfaserriss), Robin Koch (Innenbandriss) und Chicco Höfler (Innenbandriss) fehlt gegen Augsburg auch Linksverteidiger Christian Günter (Gelb-Rot-Sperre). Für Dich dagegen ist es auch nach verletzungsbedingten Rückschlägen jetzt die Chance, Dich weiter zu zeigen. 

 

Das stimmt natürlich. Ich fühle mich körperlich fit und spielerisch sicher auf dem Platz. Mich freut es, dass die Trainer mir das Vertrauen gegeben haben und ich hoffe, dass ich noch mehr Spiele machen darf.

 

Auch im Hinspiel in Augsburg warst Du Teil der Startelf. Wie hast Du das 1:4 noch im Hinterkopf?

 

Die erste Hälfte haben wir damals völlig verschlafen. Ich persönlich habe auf der für mich ungewohnten rechten Verteidigerposition gespielt und leider auch keinen guten Tag gehabt. Ich weiß noch, dass ich zur Halbzeit ausgewechselt worden bin. Danach haben wir die Augsburger vor Probleme gestellt, den 1:2-Anschlusstreffer gemacht, waren nah dran am 2:2, haben dann aber das dritte Tor bekommen. Ein bitteres Spiel.

 

Trotzdem hat Freiburg sechs Punkte mehr auf dem Konto als die Augsburger. Was erwartest Du gegen die bayerischen Schwaben?

 

Wie wir im Hinspiel zu spüren bekommen haben, haben die Augsburger eine unangehme Mannschaft, die auch in der Offensive viel Qualität hat. Wir müssen körperlich voll in die Duelle gehen, die gewinnen und hier zu Hause und vor unseren eigenen Fans unser Spiel durchbringen.

 

Der Sport-Club ernährt sich punktemäßig mühsam, hat aus fünf Spielen drei Zähler im Jahr 2019 mitgenommen, ist gleichzeitig neun Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Eine trügerische Momentaufnahme?

 

Wir schauen schon auch auf die Tabelle. Aber neun Punkte klingen mehr, als es sind. Mit den 24 Punkten, die wir bisher geholt haben, werden wir nicht in der Bundesliga bleiben. Wir müssen also weiter punkten. 

 

Interview: Sina Ojo