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Sport-Club und Schalke teilen sich die Punkte

Teuer bezahlter Punktgewinn

Der SC Freiburg hat am 22. Bundesliga-Spieltag einen Punkt auf Schalke gewonnen, aber zwei Spieler verloren. Kapitän Mike Frantz musste nach einem groben Foul bereits zur Halbzeit verletzungsbedingt raus, Abwehrmann Christian Günter sah kurz vor Schluss die Gelb-Rote Karte. Eine fast 50-minütige Überzahlsituation konnte der SC nicht nutzen, zudem wurde ein Strafstoß nach Heranziehen des Videobeweises aberkannt.

 

"Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben es im letzten Drittel der ersten Halbzeit aber nicht fortgesetzt", sagte Christian Streich im Anschluss. "Insgesamt haben wir es ordentlich gemacht. Wir nehmen den Punkt mit. Wir gewinnen gerade nicht, haben immerhin die letzten Spiele aber auch nicht verloren."

 

Sein Schalker Amtskollege Domenico Tedesco fügte an: "Wir waren in den ersten 40 Minuten sehr ängstlich. Wir sind erst zu zehnt wirklich aufgewacht, aber auch da noch nicht richtig torgefährlich geworden. Deshalb ist das 0:0 leider okay."

 

Comeback für Abrashi nach 337 Tagen

 

Ein bisschen wird es noch dauern, bis der Frühling den Winter komplett ablöst. Die ersten zaghaften Sonnenstrahlen, die sich am Samstag nicht nur in Freiburg, sondern auch in Gelsenkirchen ihren Weg bahnten, waren allerdings angenehme Vorboten.

 

Weit mehr als nur einen Winter hatte sich Amir Abrashi gedulden müssen. Ein Kreuzbandriss hatte den Defensivmann fast ein Jahr lang zum Pausieren gezwungen. Nach 337 Tagen Abstinenz feierte der 28-Jährige gegen den FC Schalke 04 seine ersehnte Rückkehr auf den Bundesliga-Rasen. An der Seite von Kapitän Mike Frantz ersetzte Abrashi in der Startelf den verletzten Robin Koch (Innenbandriss). Das Sturmduo in der erneuten 4-4-2-Formation bildeten Nils Petersen und Lucas Höler. Florian Niederlechner, der beim spektakulären 3:3 gegen den VfL Wolfsburg von Beginn an aufgelaufen war, nahm diesmal zunächst auf der Bank Platz.

 

Die Mannschaft von Domenico Tedesco bot eine Woche nach dem 1:3 gegen den FC Bayern eine auf fünf Positionen veränderte Anfangself auf. Den gelbgesperrten Ex-Freiburger Daniel Caligiuri sowie Jeffrey Bruma, Sebastian Rudy, Nabil Bentaleb und Yevhen Konoplyanka, die im erweiterten Kader waren, ersetzten Matija Nastasic, Omar Mascarell, Rabbi Matondo, Amine Harit und Mark Uth.

 

Viele Ballbesitz-, wenige Drangphasen

 

Uth war es auch, der die erste gute Möglichkeit für die Schalker in der Anfangsphase verbuchte. Doch die Faust von SC-Keeper Alexander Schwolow verhinderte einen frühen Rückstand der Gäste (2.). Alle weiteren Offensivbemühungen vereitelten die Freiburger, die aus einer hartnäckigen und über große Strecken zuverlässigen Defensive heraus agierten (8., 28., 29.). Reichlich Mittelfeldszenen und wenige Sturm- und Drangphasen in den Gefahrenzonen waren die Folge. Die einzige nennenswerte Torchance der Freiburger blieb vorerst ein Distanzschuss von Janik Haberer (5.).  

 

Vor der Pause hieß es allerdings für den Sport-Club gleich zweimal: Hoffen und Bangen. Als ein Schalker Ball im Sechzehner den Arm von SC-Abwehrmann Lukas Kübler touchierte, forderten Heimelf und -fans Strafstoß. Doch Schiedsrichter Frank Willenborg plädierte nach Heranziehen des Videobeweises auf nicht schuldig und ließ weiterspielen (34.). Keine zehn Minuten später dann traf Suat Serdar bei einem Klärungsversuch nicht den Ball, dafür aber mit offener Sohle das Knie von SC-Kapitän Mike Frantz. Der Unparteiische ahndete das grobe Foulspiel mit Rot (42.). Bitter: Auch für Frantz, der nach kurzer Behandlungspause zunächst wieder zurück aufs Feld kam, war die Partie mit dem Halbzeitpfiff beendet.

 

Mit einem Mann mehr in Hälfte zwei

 

Mit Jerôme Gondorf für Frantz, Luca Waldschmidt für Höler und einem Fernschuss von Lukas Kübler läutete der Sport-Club den zweiten Durchgang ein (46.). Die Freiburger wollten ihre zahlenmäßige Überlegenheit nun auch in Tore ummünzen. Doch das gelang nicht – trotz hochkarätiger Chancen. Waldschmidt aus ganz spitzem Winkel (61.), Waldschmidt zentral (62.), Vincenzo Grifo im Nachschuss (62.), Philipp Lienhart aus kürzester Distanz über den Querbalken (71.), nichts war von Glück gekrönt.

 

Stattdessen kam auch noch Pech hinzu. Denn bei einem Handspiel vom Schalker Mascarell zeigte Willenborg erst auf den Punkt, revidierte seine Entscheidung aber nach Rücksprache mit den Videokollegen in Köln wenig später (83.). Damit nicht genug: Weil Christian Günter binnen kürzester Zeit zwei Gelbe Karten sah (87., 90.+2), beendete auch Freiburg seine Partie zu zehnt. Alles in allem ein teuer bezahlter Punkt. Streich: "Bei unserer personellen Lage tun die Gelb-Rote Karte und der Ausfall von Mike Frantz richtig weh."

 

Das dritte Remis in Serie beschert dem Sport-Club immerhin aber 24 Punkte und den zwischenzeitlichen 13. Platz in der Tabelle. Nächsten Samstagnachmittag geht es im heimischen Schwarzwald-Stadion gegen den FC Augsburg.

 

Sina Ojo