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"Das gibt den Jungs einen Schub"

 

U23-Trainer Christian Preußer im Interview

Mit dem Heimspiel gegen den FK Pirmasens (16.02., 14 Uhr) startet die Regionalliga-Mannschaft des SC Freiburg in eineinhalb Wochen ins Pflichtspieljahr 2019. Auf der Zielgeraden der Wintervorbereitung sprach scfreiburg.com mit Trainer Christian Preußer.

 

Christian, am Sonntag ging's aus dem warmen Estepona zurück ins kalte Freiburg. Wie fällt Dein Fazit des Trainingslagers aus?

 

Es war fast rundum gelungen. Wir hatten nicht besonders viel Sonne, aber immer um die 15, 16 Grad, das war absolut okay. Wir konnten viel trainieren und hatten auch neben dem Platz ein richtiges Highlight. Wir waren alle zusammen auf dem Affenfelsen von Gibraltar: Ein tolles historisches Ambiente und noch dazu die Affen, die auf den Jungs herumgeklettert sind. Das erleben die meisten von uns wahrscheinlich nur einmal überhaupt. Das war eine coole Abwechslung. 

 

Eine weitere Abwechslung waren die zwei Tests gegen VSG Altglienicke und Lynx Football Club Gibraltar, die der SC jeweils 2:0 gewonnen hat. Welche Erkenntnisse haben sich für Dich und Deine Kollegen Uwe Staib und Michael Müller daraus ergeben?

 

Altglienicke war ein richtig guter Gegner, der in der Regionalliga Nordost beheimatet ist. Mit unserer Leistung war ich sehr zufrieden. Wir sind gut aufgetreten, haben uns Chancen erspielt und zu Null gespielt. Gegen Gibraltar hätten wir es besser machen können. Wir hatten zwar viel Ballbesitz, haben es aber nicht geschafft, mehr Tore zu machen und die nötige Dominanz auszustrahlen. Es war eine sehr hektische Partie mit vielen Fouls und Unterbrechungen. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Ruhe gewünscht. 

 

Was hat sich personell getan?


Leider haben wir aus dem Trainingslager eine Hiobsbotschaft mitgebracht: Daniele Bruno hat sich das Außenband im Sprunggelenk gerissen und wird uns wieder einige Wochen fehlen. Das ist wirklich bitter. Außerdem hat uns Innenverteidiger Niklas Hoffmann verlassen, er ist zum FC St. Pauli II gewechselt. Weil wir eineinhalb Jahre lang eine super Zeit hatten, ist da natürlich schon auch Wehmut dabei. Ich wünsche Niklas persönlich alles Gute und hoffe, dass er bei St. Pauli seine persönlichen Ziele erreicht. 

 

Auf den Rest der Mannschaft wartet in Kürze die Regionalliga Südwest. Zeit, dass es wieder losgeht?

 

Definitiv. Wir haben an diesem Samstag nochmal ein super Testspiel gegen Ligakonkurrent Saarbrücken. Das wollen wir natürlich nutzen, um ein paar Sachen auszuprobieren, aber auch als Orientierung dafür, wie wir es vielleicht angehen könnten. Nächste Woche sind wir dann voll auf Pirmasens fokussiert. Es wird wichtig sein, gleich richtig gut reinzustarten. Weil es im ungünstigsten Fall in dieser Saison gleich fünf Absteiger aus der Regionalliga geben könnte, wollen wir so früh wie möglich den Klassenerhalt sicher haben. 

 

Wie lautet die Zielsetzung für die zweite Saisonhälfte?

 

Was die Tabellensituation angeht, ist unser Wunsch nach wie vor, am Ende der Runde auf einem einstelligen Platz zu stehen. Unser höchster Anspruch ist aber natürlich der, auch im nächsten Jahr wieder Spieler - durch eine gute Leistung bei uns - im Trainingskader der Profis zu etablieren. 

 

Oder Spieler, die plötzlich sogar am Spieltag ins Geschehen eingreifen - wie am Sonntag beim 2:2 in Stuttgart Keven Schlotterbeck. Wo hast Du das Spiel der Profis gesehen?

 

Zuhause auf der Couch. Und ich habe mich natürlich sehr gefreut: Zunächst einmal, dass Keven es in den Kader geschafft hat und dann, dass er eingewechselt wurde. Das war für uns alle schön. Weil wieder jemand aus der Fußballschule sein Profi-Debüt gegeben hat.

 

Ein gutes Signal.

 

Ja, auch für unsere Jungs. Es zeigt, dass es möglich ist, den Sprung von unserer Mannschaft zu den Profis zu schaffen, wenn man kontinuierlich arbeitet und Geduld hat. Neben Keven haben es auch Chima Okoroji und Constantin Frommann in dieser Saison schon zu Profispielern gebracht. Im letzten Jahr war es Mo Dräger, der jetzt eine super Saison in Paderborn spielt. Solche Beispiele geben unseren Jungs hoffentlich einen Schub.

 

Damit so etwas funktioniert, muss auch die Absprache zwischen Deinem und dem Trainerteam der Profis funktionieren. Seit dieser Saison fungiert da Julian Schuster als Bindeglied. Wie hat sich das bisher eingespielt? 

 

Julian ist mal bei unseren Trainingseinheiten, mal bei denen der Profis. Dadurch haben wir viel mehr Informationen, als das vorher der Fall war, ohne immer von der Fußballschule rüber ins Stadion fahren zu müssen. Christian Streich und ich sind natürlich nach wie vor im Austausch, aber Julian ist zusätzlich der Koordinator. Die Konstellation macht total Sinn und ist ein Mehrwert für alle. 

 

Interview: Sina Ojo