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Versöhnlicher Punkt im Derby

SC spielt 2:2 beim VfB Stuttgart

Der SC Freiburg hat zum Abschluss des 20. Bundesliga-Spieltags nach einer turbulenten Partie beim VfB Stuttgart 2:2 (1:0) gespielt. Nach einer Führung durch Janik Haberer (4. Minute) drehten die Stuttgarter den Spielstand durch Emiliano Insúa (75.) und Daniel Didavi (83.) binnen acht Minuten zu ihren Gunsten. In der Nachspielzeit sicherte Florian Niederlechner dem SC zumindest noch einen Punkt (90.+3).  

 

"Wir waren auf dem Weg zum Sieg. Es wäre brutal gewesen, dieses Spiel zu verlieren", sagte Christian Streich im Anschluss. "Die Moral, die Einstellung und die Haltung unserer Spieler haben gestimmt. Am Ende ist der Punkt okay."

 

Sein Amtskollege Markus Weinzierl ergänzte: "Wir haben das Spiel gedreht, es aber nicht über die Zeit gebracht. Ich hätte mir für meine Jungs ein Erfolgserlebnis gewünscht."

 

Wer sich die Tabelle als Grundlage für Prognosen zum Ausgang des Baden-Württemberg-Derbys zurechtgelegt hatte, dürfte den SC Freiburg als Gewinner ausgemacht haben. Standen doch immerhin 21 Punkte, fünf Siege und sechs Unentschieden zu Buche, während der VfB Stuttgart bei vier Siegen und zwei Unentschieden bisher 14 Punkte einholte.

 

Wer sich allerdings die Bilanz der Freiburger in Stuttgart zu Gemüte führte, der nahm wohl einiges weniger an Optimismus mit ins Ländle. Schließlich war der bis dato letzte Sieg des Sport-Club beim VfB ziemlich genau acht Jahre her. Der Torschütze beim 1:0-Erfolg hieß damals Johannes Flum, manch einer mag sich erinnern.  

 

Drei Wechsel in der Anfangsformation

 

Die Mannschaft des SC ließ sich natürlich weder von der Tabelle noch von der Statistik blenden. Das Trainerteam um Christian Streich vertraute vielmehr auf den Kampfgeist und den Einsatzwillen seiner Schützlinge – und das bei einer veränderten Startelf.

 

Im Vergleich zum 2:4 gegen die TSG Hoffenheim wechselten die Freiburger personell dreifach und kehrten von einer Vierer- zur Dreierkette zurück. Auf der rechten Außenverteidigerposition erhielt Lukas Kübler den Vortritt vor Pascal Stenzel, Philipp Lienhart erweiterte das Innenverteidiger-Duo Dominique Heintz/Manuel Gulde aus der Vorwoche. Nach seiner vertragsbedingten Pause war außerdem Linksaußen Vincenzo Grifo wieder auf dem Platz.

 

Dafür nahm Jerôme Gondorf zunächst auf der Bank Platz, ebenso wie Keven Schlotterbeck, der erstmals überhaupt zum Profi-Kader zählte. Kapitän Mike Frantz, der unter der Woche angeschlagen nicht trainieren konnte, hatte die Reise nicht angetreten.

 

Bei den Stuttgartern ersetzte Benjamin Pavard hinten rechts Andreas Beck.

 

Auftakt nach Maß für Freiburg

 

Schon in der Anfangsphase hielt die Partie, was der Beiname Derby versprach: Einen großen Offensivdrang auf beiden Seiten. Abwartendes Abtasten? Fehlanzeige! Gerade eine Minute war gespielt, als die Hausherren die ersten beiden Torchancen verzeichneten. Dass diese nicht einen frühen SC-Rückstand bedeuteten, war insbesondere dem gedankenschnell reagierenden Gulde zu verdanken (2. Minute).

 

Er und seine Teamkollegen verstanden das ganz offensichtlich als Weckruf. Nur kurz darauf starteten sie ihrerseits einen Angriff – und das mit Erfolg. Lucas Höler bediente den stellvertretenden Kapitän Nils Petersen im Strafraum, der wiederum auf Janik Haberer zurücklegte. Der Mittelfeldmann fasste sich ein Herz, zog ab und setzte den Ball vorbei an Ron-Robert Zieler flach ins Netz (4.).

 

Besser hätte der Sonntagabend kaum beginnen können. In der Folge nahmen die Freiburger zwar zwischenzeitlich etwas Tempo raus, doch Petersen (12.), Höler, der knapp am rechten Pfosten vorbeizielte (21.), und auch Haberer, dessen Schuss von Pavard geblockt wurde (32.), hätten die Führung noch ausbauen können. So aber blieb es beim knappen 1:0 – und noch etwas Bangen bis zur Pause.

 

Profi-Debüt für Keven Schlotterbeck

 

Denn auch die Stuttgarter suchten den Weg Richtung Tor. Dass deren Annäherungsversuche allesamt nicht belohnt wurden, lag mal an der kompakten SC-Mauer (15.), mal erneut an Gulde (30.), mal an den Fingerspitzen von Schlussmann Alexander Schwolow (32.) und mal auch an einer kleinen Portion Glück (36.).

 

Richtig viel Pech hatte dagegen Gulde. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verletzte sich der bis dahin auffällige Verteidiger bei einem Klärungsversuch am linken Knie und musste den Arbeitstag vorzeitig beenden (38.). Für ihn rückte der 21-jährige Bad Cannstatter Schlotterbeck in die Innenverteidigung und kam so zu seinem Profi-Debüt in der Bundesliga.

 

Viel Dynamik nach Wiederanpfiff

 

Nach dem Seitenwechsel – und mit Angreifer Mario Gomez für Anastasios Donis (46.) – bewegte sich der Unterhaltungswert der Partie weiter auf hohem Niveau.

 

So verpasste etwa Höler mit seinem Schuss den rechten Torbalken nur knapp (46.), Grifo scheiterte wenig später erst mit seinem Schuss aus kurzer Distanz an Zieler (52.) und dann mit einem Freistoß an der VfB-Mauer (62.). "Wir hatten Torchancen und gute Aktionen, da müssen wir das zweite Tor machen", sagte Christian Streich. "Läuferisch und teilweise spielerisch war es gut, uns hat aber wieder die Ruhe gefehlt."

 

Eine großzügige Chancenverwertung, die sich spürbar rächen sollte: Zwar vereitelte Schwolow (55.) einen Schuss von Nicolas Gonzalez noch sehenswert. Beim Abschluss des ziemlich freistehenden Emiliano Insúa war die Freiburger Hintermannschaft allerdings ebenso wenig zur Stelle (75.) wie bei Daniel Didavis Flachschuss ins linke Eck (83.). Sollte der SC sich etwa wieder um den Lohn bringen?

 

Später Jubel beim SC

 

Nein! Nachdem der eingewechselte Mario Gomez mit Gelb-Rot vom Platz hatte gehen müssen (89.) und die fünf Minuten Nachspielzeit bereits angebrochen waren, warfen die Freiburger nochmal alles nach vorne. Eine Koproduktion der eingewechselten Jerôme Gondorf und Florian Niederlechner (90.+3) ließ die mitgereisten SC-Fans im mit 51.089 Zuschauern gefüllten Stuttgarter Stadion schließlich jubeln – und die Begegnung ein zumindest versöhnliches Ende finden. Auch wenn der nächste Auswärtssieg beim VfB weiter auf sich warten lässt.

 

Durch den Punktgewinn belegt der SC den 13. Tabellenplatz, die Stuttgarter bleiben auf dem Relegationsrang. Am kommenden Samstag ab 15.30 Uhr empfängt der SC den VfL Wolfsburg im heimischen Schwarzwald-Stadion.

 

Sina Ojo

 

Interviews nach dem 20. Spieltag 2018/19

Christian Streich

SC Freiburg

"Heute war mehr möglich. Wir hatten die Torchancen zum 2:0 und haben sie nicht genutzt. Am Ende muss man dann zufrieden sein mit dem Punktgewinn – und das bin ich auch", sagte Christian Streich nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm

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Florian Niederlechner

SC Freiburg

"Eine Niederlage wäre heute unverdient gewesen. Das wir dann das Spiel aus der Hand geben, darf uns nicht passieren. Hochverdient war dann der Ausgleich", sagte Florian Niederlechner, der in Nachspielzeit zum 2:2 gegen den VfB Stuttgart traf, im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm

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Robin Koch

SC Freiburg

"Wir sind gut in die Partie gekommen, haben es dann versäumt das zweite, dritte Tor zu schießen. Dass wir nach den beiden Gegentoren zurückkommen, zeigt unsere tolle Moral", sagte Robin Koch im Interview nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm

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01.02.-04.02.2019

20. Spieltag

alle Spieltage anzeigen
BegegnungTagUhrzeitErgebnis
Hannover 96 – RB LeipzigFr, 01.02.201920:3020:300:3 (0:1)
TSG Hoffenheim – Fortuna DüsseldorfSa, 02.02.201915:3015:301:1 (1:0)
Bayer Leverkusen – FC BayernSa, 02.02.201915:3015:303:1 (0:1)
Eintracht Frankfurt – Borussia DortmundSa, 02.02.201915:3015:301:1 (1:1)
Hertha BSC – VfL WolfsburgSa, 02.02.201915:3015:300:1 (0:0)
1. FC Nürnberg – SV WerderSa, 02.02.201915:3015:301:1 (0:0)
FC Schalke 04 – Borussia MönchengladbachSa, 02.02.201918:3018:300:2 (0:0)
FC Augsburg – Mainz 05So, 03.02.201915:3015:303:0 (2:0)
VfB Stuttgart – SC FreiburgSo, 03.02.201918:0018:002:2 (0:1)
Platz Pl. Mannschaft Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. Borussia Dortmund 20 31 15 4 1 51:20 49
2. Borussia Mönchengladbach 20 23 13 3 4 41:18 42
3. FC Bayern 20 21 13 3 4 44:23 42
4. RB Leipzig 20 20 11 4 5 38:18 37
5. Eintracht Frankfurt 20 13 9 5 6 40:27 32
6. VfL Wolfsburg 20 2 9 4 7 29:27 31
7. Bayer Leverkusen 20 1 9 3 8 32:31 30
8. TSG Hoffenheim 20 9 7 8 5 38:29 29
9. Hertha BSC 20 0 7 7 6 31:31 28
10. SV Werder 20 0 7 6 7 32:32 27
11. Mainz 05 20 -6 7 6 7 22:28 27
12. FC Schalke 04 20 -5 6 4 10 24:29 22
13. SC Freiburg 20 -8 5 7 8 26:34 22
14. Fortuna Düsseldorf 20 -17 6 4 10 22:39 22
15. FC Augsburg 20 -4 4 6 10 29:33 18
16. VfB Stuttgart 20 -27 4 3 13 17:44 15
17. 1. FC Nürnberg 20 -27 2 6 12 17:44 12
18. Hannover 96 20 -26 2 5 13 18:44 11