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Eine Legende am Mikrofon

 

Ob zuhause oder auswärts - seit 25 Jahren berichtet Frank Rischmüller als Radioreporter für baden.fm live von jedem SC-Spiel. Zu seinem Jubiläum ist er dem Förderverein Freiburger Fußballschule beigetreten - weil der für das steht, was den Club ausmacht.

 

 

Herr Rischmüller, vor 25 Jahren haben Sie Ihr erstes SC-Spiel für das Radio kommentiert. Wissen Sie noch, wann das genau war?

 

Rischmüller: Das war das erste Spiel des Jahres 1994, Anfang Februar. Ich bin zur Rückrunde der ersten Saison des Sport-Club in der Bundesliga eingestiegen.

 


Sie selbst kamen Anfang 1994 von Bielefeld nach Freiburg, um Sportchef von Radio Freiburg FR 1 zu werden.

 

Ja, das passte auch im Privaten ideal. Meine damalige Ehefrau kam aus Südfrankreich und in Südbaden zu leben verkürzte die Strecke für unsere häufigen Reisen in ihre Heimat. Sportlich hatte ich die Entwicklung des Sport-Club schon länger verfolgt, und als ich bei den Gesprächen wegen des Jobs mein erstes Heimspiel im Dreisamstadion sah, war ich restlos überzeugt.

 


Das erste Spiel, das Sie kommentierten war dann ein Auswärtsspiel in Hamburg...

 

Ja, ich erinnere mich auch noch an eine Randgeschichte. Die Spieler hatten nach dem Abpfiff Freizeit bis zur Abfahrt des Nachtzuges. Ich bot Ralf Kohl und Oliver Freund an, mit mir in meinem Dienstwagen in die Hamburger City zu fahren. Sie stimmten erfreut zu. Ich hatte bei meinem Angebot allerdings nicht bedacht, mit was für einer kleinen und alten Klitsche ich nach Hamburg gekommen war. Die Blicke der Jungs auf dem Parkplatz sprachen Bände. Besonders der lange Oliver Freund musste sich ziemlich zusammenfalten, um in den winzigen kleinen Lancia zu passen. Es war mir fast ein bisschen peinlich ... Zum Glück ging es nur vom Volksparkstadion bis in die Innenstadt und nicht bis nach Freiburg. Diesen fragwürdigen Spaß hatte ich dann alleine.

 

 

Wie waren damals die Arbeitsbedingungen beim Bundesliganeuling SC Freiburg?

 

Man muss schon sagen, dass damals kaum regionalligareife Bedingungen geherrscht haben, da wurde viel improvisiert. Aber das hatte seinen Charme und Reiz. Heute ist alles deutlich professioneller und geschäftsmäßiger. Ganz ohne Wertung: Es ist eine andere Welt geworden.

 

 

Hat sich auch das Radiomachen verändert? In Ihrer Anfangszeit gab es ja noch keine Liveübertragungen im Fernsehen.

 

Ja. Als ich anfing, stand vor manchen Kneipen eine Tafel, auf der geschrieben war, dass drinnen meine Radioübertragung zu hören ist. Heute läuft Sky. Dadurch haben sich auch die Zuhörer verändert, es hören mir heute andere Leute zu als früher, das Publikum ist durchmischter geworden.

 


Bedeutet das auch, das Sie heute anders sprechen?

 

Nein, ich rede noch immer, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ich versuche in der Sache neutral zu sein, in der Emotion aber absolut parteiisch. Ich erinnere mich an ein Spiel in Zwickau, wo der SC mies kickte, und ich das den Hörern auch so erzählt habe. Und dann schießt Torben Hoffmann in der Nachspielzeit das 1:0 für den SC und ich flippe aus und freue mich. Ich möchte, dass man an meiner Stimme immer erkennt, wie der SC gerade spielt.

 

 

Haben Sie je ein Spiel verpasst?

 

Vor ein paar Jahren lag ich beim Spiel gegen Hoffenheim im Krankenhaus. Das hat meine Serie durchbrochen. Dennoch war das aktuelle Spiel gegen Hoffenheim
das 929. SC-Pflichtspiel, das ich live kommentiere.

 

 

25 Jahre, 929 Spiele und nur vier Trainer. Das können wenige von sich behaupten...

 

... und das macht den SC aus. Da entstehen Beziehungen, die bleiben. Das möchte ich stärken. Auch deshalb bin ich jetzt in den Förderverein Freiburger Fußballschule eingetreten. Der steht für mich im Kern für alles, was den SC ausmacht. Zumal ich bei meinem eigenen Sohn sehe, wie sehr die Aktionen der Fußballschule die Jugendlichen der Regio unterstützen. Breite stärken. Spitze fördern. Verantwortlich handeln - hinter dieser Idee stehe ich voll und ganz. 

 


Interview: Jonas Wegerer

 

 

Unter dem Motto „Breite stärker. Spitze fördern. Verantwortlich handeln." sucht der Förderverein Freiburger Fußballschule neue Mitglieder. Wer es Frank Rischmüller gleichtun will, findet alle Informationen hier.