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A-Junioren stehen im Halbfinale des DFB-Pokals

 

Sport-Club schlägt Wolfsburg mit 3:1

 

Die U19 des Sport-Club hat das Halbfinale des DFB-Vereinspokals der A-Junioren erreicht. Am Samstagmittag gewann die Mannschaft von Thomas Stamm gegen den VfL Wolfsburg mit 3:1 (1:1). Enzo Leopold (20.), Sascha Risch (50.) und Lucas Hermes (90.+1) trafen gegen den Tabellenzweiten der Bundesligastaffel Nord/Nordost. Auf wenn der Sport-Club im Halbfinale treffen, und wo die Partie stattfinden wird, steht noch nicht fest.

 

Die Freude war groß, dass dem Sport-Club im Viertelfinale ein Heimspiel zugelost wurde, vor allem nachdem die beiden ersten Runden in der Fremde gespielt wurden (2:1 gegen den Hamburger SV, 3:1 gegen den SC Paderborn). Auch die Gäste aus Wolfsburg hatten die ersten beiden Pokalrunden nicht auf dem eigenen Platz spielen dürfen, sich aber jeweils ohnen Gegentreffer durchgesetzt (2:0 bei Dynamo Dresden, 1:0 beim VfL Bochum). Aber nicht die Defensive, sondern vielmehr die Offensive zeichnete den Gegner des Sport-Club in der bisherigen Spielzeit besonders aus. 50 Tore in 14 Bunesligaspielen, die Bestmarke aller drei Staffeln. Man wusste also, dass es "einen besonderen Tag" brauchen würde, wie Trainer Thomas Stamm vor der Partie sagte, damit der Titelverteidiger ins Halbfinale des Pokals einziehen könne.

 

Wie um zu unterstreichen, dass dies heute ein solcher Tag werden würde, lief der Sport-Club vor gut 400 Zuschauern, die trotz frostiger Temperaturen den Weg ins Möslestadion gefunden hatten, ganz in weiß auf. Und startete stark. Gegen hoch anlaufende Gäste kombinierten sich die Freiburger A-Junioren sicher hinten raus, und sorgten in der 7. Minute zum ersten Mal für Gefahr. Kevin Schade setzte sich auf links stark durch, seine scharfe Hereingabe verpasste Lucas Hermes im Zentrum jedoch knapp. Der SC-Stürmer wäre aber ohnehin im Abseits gestanden. Eine Minute später ging ein Raunen durch das Stadion. Nach Pass von Enzo Leopold, den Matteo di Giusto stark verarbeite und direkt mitnahm, hatte der Freiburger VfL-Keeper Lino Kasten umkurvt und den Ball unbedrängt vor dem leeren Tor stehend an den Pfosten gesetzt. Di Giusto erholte sich jedoch schnell von seinem Malheur, und trat den folgenden Eckball präzise auf das Haupt von Yannik Keitel, dessen Kopfball Kasten jedoch halten konnte.


Leopold mit der Führung, Hermann antwortet

 

Die Anfangsphase gehörte den Hausherren, aber auch die Gäste ließen durchblicken, warum sie so torgefährlich sind. Muhammed Saracevic steckte auf den pfeilschnellen Charles-Jesaja Hermann durch, der der SC-Abwehr entlaufen war, aber Keeper Noah Atubolu hatte aufgepasst und war schneller am Ball. In der 20. Minute fiel dann die verdiente Führung für den Sport-Club. Nach einem Angriff über die linke Seite, der einmal, zweimal abgewehrt wurde, zahlte sich das Freiburger Nachsetzten aus: Leopold kam aus 16 Metern zum Schuss, sein trockener Dropkick flog unhaltbar ins lange Eck. Nach der Führung folgte erstmals eine Phase, in der Wolfsburg mehr vom Spiel hatte, Tim Siebersleben per Kopf und John Yeboah von halblinks hatten die aussichtsreichsten Gelegenheiten. Der Ausgleich fiel jedoch nach einer Ecke. In der 29. Minute nickte Hermann den Ball in die Maschen. Nach dem Treffer schien es ein wenig so, als hätten beide Mannschaften ein wenig das Tempo rausgenommen, ohne große weitere Gelegenheiten ging es in die Pause.

 

Nach dem Wechsel ging die Partie munter weiter, zunächst war es der VfL Wolfsburg, der nach einer Ecke gefährlich wurde. Der Schuss von Amir Abdijanovic verfehlte jedoch das Tor. Auf der Gegenseite bediente Keitel den schnellen Schade, der seinen Gegenspieler abschütteln und alleine auf VfL-Keeper Kasten zugehen konnte. Als dieser den Freiburger zu Fall brachte, zeigte Schiedsrichter Stefan Fimpel auf den Punkt. Sascha Risch übernahm Verantwortung und packte sich das Spielgerät. Kasten ahnte die Ecke und parierte den Ball, der jedoch erneut vor die Füße von Risch hüpfte - diesmal schob der Außenverteidiger ohne Probleme ein (50.). Kurz darauf hätte der Sport-Club fast erhöht, Schade nahm einen Bogenlampenpass von Hermes stark an und lupfte den Ball über Wölfe-Keeper Kasten. Das Spielgerät senkte sich jedoch gegen den Pfosten und prallte zurück ins Spiel.


Wolfsburg drängt auf den Ausgleich, Hermes macht den Sack zu

 

In der Folge kehrte, zumindest was klare Torgelegenheiten angeht, wieder eine gewisse Ruhe ein. Der Sport-Club verteidigte konsequent, außer bei Ecken konnten die Gäste keine Gefahr erzeugen. Als das Spiel auf die Schlussgerade einbog, warf Wolfsburg naturgemäß alles in die Waagschale und stellte die Maschinen nochmals auf Druck. Ein Kopfball von Yeboah und ein Schuss von der Strafraumgrenze von Saracevic waren die besten Gelegenheiten, die SC-Keeper Atubolu aber entschärfen konnte. Naturgemäß hatte der SC nun aber auch auch vermehrt Platz zum Kontern, und in einer solchen Situation wurde Hermes kurz nach Ende der regulären Spielzeit auf die Reise geschickt. Der Stürmer umkurvte den herauseilenden Kasten und schob ins leere Tor zur Entscheidung. Kurz darauf war Schluss.

 

"Wr haben heute in den entscheidenden Phasen mehr für das Spiel gemacht und daher auch verdient gewonnen", sagte SC-Coach Stamm nach der Partie. "Die Jungs haben wenig zugelassen, was gegen einen so offensiv- und standardstarken Gegner keine leichte Aufgabe ist." Einfach wird auch die nächste Aufgabe im Pokal nicht werden. Das Halbfinale findet am 16. März des kommenden Jahres statt. Neben dem Sport-Club konnte sich heute auch RB Leipzig mit einem Sieg gegen St. Pauli für die Runde der letzten Vier qualifizieren. Die Partien Wuppertaler SV - VfB Stuttgart und 1. FC Magdeburg - Borussia Dortmund finden morgen statt. Jetzt freut sich die U19 erstmal auf die wohlverdiente Winterpause, bevor es im Februar mit der A-Junioren Bundesliga weitergeht. Und mit dem Halbfinale des DFB-Pokals gibt es jetzt schon einen "einen besonderen Tag", auf den man sich im kommenden Fußballjahr freuen darf.

 

 

 

Stenogramm


Sport-Club Freiburg: Atubolu - Treu, Fritschi, Barbosa, Risch - Leopold, Keitel (84. Michel), di Giusto, Weißhaupt (78. Tost) - Schade (87. Bauer), Hermes (90.+2 Bruchmann)
Trainer: Thomas Stamm

 

VfL Wolfsburg: Kasten - Sommer, Lang, Siersleben, Kinitz - Pohlmann (46. König), Saracevic, Messeguem, Yeboah - Abdijanovic (67. Jastremski), Hermann
Trainer: Thomas Reis

 

Tore: 1:0 Leopold (20.), 1:1 Hermann (29.), 2:1 Risch (50.), 3:1 Hermes (90.+1)

Schiedsrichter: Stefan Fimpel

Zuschauer: 400