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Nächste anspruchsvolle Aufgabe gegen RB Leipzig

 

Zusammen Energie entwickeln

Nach der Partie beim Spitzenreiter Borussia Dortmund erwartet den SC Freiburg am 14. Bundesliga-Spieltag zuhause die nächste Begegnung gegen ein Spitzenteam. Zu Gast im Schwarzwald-Stadion ist am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) der Tabellendritte RB Leipzig.

 

Den Matchplan für das kommende Spiel fanden die SC-Profis am Donnerstagmorgen nicht in ihren Nikolausstiefeln, sofern sie welche vor die Tür gestellt hatten. Stattdessen durften sie später bei der nächsten Vorbereitungseinheit auf dem Trainingsplatz selbst ein weiteres Stück daran mitarbeiten.

 

Klar ist dabei, dass die Aufgabe gegen den Tabellendritten RB Leipzig am Samstag ähnlich schwer wird, wie am vergangenen Wochenende die beim Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund. Die Mannschaft von Ralf Rangnick, der in dieser Saison zum zweiten Mal zugleich als Sportdirektor und Chefcoach fungiert, gewann am letzten Spieltag gegen den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach mit 2:0. Bisher mussten sich die Sachsen in dieser Saison erst zweimal geschlagen geben und der Europa-League-Teilnehmer konnte sich in dieser Woche ohne internationalen Einsatz auf die Begegnung vorbereiten.

 

Gäste schöpfen personell aus dem Vollen

 

Dazu, sagte Christian Streich auf der Pressekonferenz zum Spiel, seien bei den Gästen außer Emil Forsberg inzwischen alle zuvor verletzten Spieler wie Marcel Sabitzer, Kevin Kampl oder Diego Demme wieder zurückgekehrt. Deshalb könne man RB Leipzig in Topbesetzung erwarten und außerdem, dass die Gäste „eine hohe Intensität gehen." Auch im letzten Spiel, so der SC-Trainer, hätten die Leipziger mit ihrer „herausragenden Qualität im Kader" ihr Potenzial nachdrücklich unter Beweis gestellt. „Da war extrem viel Tempo drin, sie pressen, sie laufen, sie sind im Umschaltspiel enorm schnell und dazu stark im Gegenpressing."

 

Darüber hinaus stellt RasenBallsport mit bislang zehn Gegentoren in 13 Spielen die beste Defensive der Bundesliga. Qualitäten, sagte Christian Streich, denen man die eigenen Stärken entgegensetzen wolle. Die Mannschaft müsse es „taktisch gut machen und bestimmte Tempi brechen", das Umschaltspiel des Gegners möglichst unterbinden und in gewissen Phasen das Tempo mitgehen. „Das wird die Aufgabe sein. Wir wissen, was auf uns zukommt. Aber wir haben ein Heimspiel und wollen alles dafür tun, um Leipzig einen leidenschaftlichen Kampf zu bieten."

 

Sallai fehlt erneut und vielleicht länger

 

Notwendig sei dafür auch noch einmal eine Steigerung gegenüber dem 0:2 in Dortmund. Die Arbeit gegen den Ball sei beim Tabellenführer sehr gut gewesen. Mit dem Ball, so Streich, „war es aber nicht gut genug, um ein Tor zu schießen, auch weil wir nach Balleroberungen nicht ballsicher genug waren." Die taktische Ausrichtung sei richtig gewesen und die Mannschaft habe alles versucht. Einige Spieler hätten letzte Woche aber nicht ihre beste Tagesform gehabt. Deshalb arbeite man in der aktuellen Trainingswoche daran, es am Samstag besser zu machen. „Jetzt ist wieder ein Heimspiel und gegen Bremen hat es die Mannschaft hier zuletzt gut gemacht", erklärte der Coach.

 

Dabei fehlten im Mannschaftstraining außer Nicolas Höfler (Innenbandriss) nach wie vor auch Roland Sallai (Adduktorenprobleme) und Florian Kath (Bauchmuskelreizung). Brandon Borrello, Amir Abrashi und Keven Schlotterbeck, die sich nach Verletzungen im Aufbautraining befinden, arbeiteten individuell auf dem Platz. Was Roland Sallai betrifft, der nach sieben Einsätzen und zwei Toren seit der Partie gegen den FSV Mainz pausiert, sagte Christian Streich: „Er hat zuvor, auch in der Nationalmannschaft, viele Spiele gemacht und Probleme am Adduktorenansatz. Leider wird es nicht besser." Was bedeuten könne, dass der Ungar auch in den restlichen Begegnungen dieses Jahres noch ausfällt.

 

Verschiedene Optionen für die Startelf

 

Im Hinblick auf das Spiel gegen RB Leipzig und die mögliche Startformation, sagte der Trainer, seien zwei Tage vor der Begegnung „vier bis fünf Positionen noch vakant". Was unter anderem auch ein Ausdruck der momentanen Konkurrenzsituation im Kader sei. „Wir überlegen noch, mit welcher Aufstellung wir eine Mannschaft wie Leipzig am besten bekämpfen und bespielen können. Dafür brauchen die Spieler Klarheit." Zurückkehren könnte auch wieder Florian Niederlechner, der nicht mit nach Dortmund gereist war und stattdessen im Regionalligateam Wettkampfpraxis über 90 Minuten sammelte. „Das hat ihm nach seinen zwei Ausfallzeiten geholfen. Jetzt schauen wir, wie wir es weiter machen", so Streich.

 

Erstmals seit dem neunten Spieltag stand im Signal-Iduna-Park Nils Petersen wieder in der Startelf. „Defensiv haben wir alles abgearbeitet, aber wir haben unsere Konterchancen nicht gut genug zu Ende gespielt", sagte der Stürmer, der am Nikolaustag seinen 30. Geburtstag feierte. Trotz der Niederlage, so Petersen, sei er aber am Ende „nicht mit einem wahnsinnig schlechten Gefühl nach Hause gefahren."

 

Mit dem Zwölften Mann gegen den Dritten

 

Christian Streich setzt beim vorletzten Heimspiel in diesem Jahr auch wieder auf die Unterstützung durch die eigenen Fans: „Wir müssen unsere Zuschauer, die immer ein sehr sensibles Gespür haben mitnehmen, um der außerordentlichen Qualität von Leipzig Paroli bieten zu können."

 

Damit es ein enges Spiel werde - ein sehr interessantes erwartet der SC-Trainer sowieso - gelte es, gemeinsam eine besondere Energie zu entwickeln. Die Energie, so Streich, „muss raufgehen auf die Tribünen - dann können wir vielleicht gemeinsam etwas Besonders schaffen."

 

Dirk Rohde